Rückreise, 30. und 31.05.2016

Nach der Landung in Maun – nennt sich zwar International Airport, hat aber doch nur die Größe einer Schulturnhalle – fanden wir einen völlig überlaufenen Flughafen vor. Am Samstag, unserem Abflugtag nach Shinde, war der Airport völlig verlassen und wir dachten, das wäre immer so, weit gefehlt. Die Flüge werden ohne Lautsprecher ausgerufen, aber man bekommt es mit, dass der Flieger zum Einsteigen bereit ist.

In Johannesburg hatten wir relativ wenig Aufenthalt, so dass wir nur recht kurz in die Lounge sind und einen kleinen Bummel durch die Geschäfte angeschlossen haben. Einsteigen war etwas verzögert, aber in der Luft haben wir wahnsinnig viel aufgeholt. Geflogen sind wir im neuen Jumbo 747-800 der Lufthansa und haben uns den oberen Stock gegönnt.

Die Ankunft in Frankfurt am darauf folgenden Morgen war überpünktlich, so dass unsere Befürchtungen, den Zug nach Stuttgart nicht zu erreichen, unbegründet waren. Das Airrail-Terminal fängt allerdings erst ab 6:20 Uhr an zu arbeiten, so dass die Flugreisenden mit Anschlusszug etwas bedröppelt aus der Wäsche schauten, ob überhaupt jemand kommt; es kam auch jemand, allerdings mit extrem schlechter Laune. Aber das Gepäck war da, die Gleise liegen direkt unter dem Airrail-Terminal, so dass man keine langen Wege mehr zurücklegen muss. Allerdings ist Zug fahren mit viel Gepäck nicht ganz so prickelnd, ein Gepäckwagen am chaotischen Stuttgarter Hauptbahnhof ist nicht so leicht zu ergattern, ebenso ist es mit einem Taxi.

Wir sind an einem Stück zurück. Schön wars, wahnsinnig viel erlebt. Danke fürs Kommentieren. Bilder kommen noch mehr, aber es dauert, bis die 5 Speicherkarten mit durchschnittlich 45GB Daten verarbeitet sind.

Stempel-klein

PS.: Die Stempel im Pass

  • Südafrika Durchreise und Namibia Einreise, 11.5.2016
  • Namibia Ausreise und Botswana Einreise, 12.5.2016
  • Botswana Ausreise, Zimbabwe Ein- und Ausreise (der Aufkleber), Botswana Einreise, 20.5.2016
  • Botswana Ausreise, Namibia Einreise, 21.5.2016
  • Namibia Ausreise, Botswana Einreise, 25.5.2016
  • Botswana Ausreise und Südafrika Durchreise, 30.5.2016

 

 

 

Shinde, 28.-30.05.2016

Für uns stand ein Auto mit Fahrer da. Er nahm das Gepäck, wartete, bis der Flieger wieder weg war und erklärte uns dann, dass wir nicht gleich ins Camp fahren, sondern gleich auf einen Game Drive, da es ja erst 9:25 Uhr war.

Collen, so sein Name, fragte, ob wir schon alle Katzen gesehen haben. Wir verneinten und gaben an, dass uns Leopart und Gepard noch fehlen. Darauf er ganz trocken, Leopard könne er uns anbieten, da der Kollege gerade bei einem stehe, und es nur ein paar Minten dauern würde, bis wir da sind. Wir also hin, Leopardendame liegt auf einem Baum. Bilder gemacht. Leo steigt ab, wir hinterher. Über Stock und Stein querfeldein. Shinde ist ein privates Schutzgebiet, es dürfen nur Angestellte dort fahren und die dürfen überall hin. Es gibt zwar Fahrspuren, die auch genutzt werden, aber nur, bis etwas interessantes endeckt wird.

Wir waren also noch nichtmal richtig angekommen und schon mehr als zufrieden.

Aber ein Fünf-Sterne Öko-Tourismus Ressort hat natürlich noch mehr zu bieten. Da sind nachfüllbare Wasserflaschen, immer und überall frisch und kalt. Nach etwa zwei Stunden sind wir pünktlich zum Lunch im Camp angekommen. Es standen alle Angestellten da haben uns mit Gesang herzlich willkommen geheissen und es wurden kräftig Hände geschüttelt und Namen ausgetauscht.

Nach dem Lunch auf der grossartigen Terasse mit noch grossartigerem Ausblick haben wir das Zelt mit dem Namen Enclave 2 bezogen – wenn die Bilder gut sind, gibt es bald ein Kugelpanorama des Raumes – und sind um 3 Uhr zum High Tea. Danach ging es mit Collen zur Bootstour, nur wir drei also. Die Wasserwege sind teilweise sehr schmal, so dass man zwischen dem Papyrus kaum erkennen kann, wo es weitergehen soll. Die Vogeldichte ist deutlich geringer als weiter oben am Flusslauf, aber dafür ist man hier wirklich fernab der Zivilisation. Zu sehen gab es Hippos, ein kleines Krokodil und viele schöne Kanäle, die von Hippos und Elefanten freigetrampelt werden. Jede Bootsfahrt ist anders, aber keine einzige so, dass man entäuscht sein könnte. Immer lernt man etwas neues kennen, oder erfährt mehr über bekanntes. Und vor allem, es gibt keine Schlaglöcher.

Nach dem Sundowner ging es zurück zum Camp. Es war noch etwas Zeit bis zum Dinner, man bekommt Tee, Kaffee oder sonstige Getränke angeboten (hier ist All Inclusive, man möge sich wie daheim einfach bedienen, wenn nicht grad jemand kommt und es einem abnimmt, egal ob vom Management, ein Guide oder sonstwer). Der Luxus hier geht wirklich bis zum Unglaublichen. Nach dem Dinner ist das Zimmer in den Nachtmodus versetzt: Tagesdecke weg, Moskitonetz aufgebaut, Wärmflasche im Bett, Sherry mit Gläsern auf dem Tisch, und die weissen Einwegschlappen stehen zum Einsteigen bereit.

Wir haben aber noch eine kleine Nachtsafari gebucht (ging 1 1/2h). Glück hatten wir auch diesmal, wir sind wieder auf die Leopardin getroffen, die wir bereits morgens gesehen hatten, daneben haben sich 2 Hippos, mehrere Elefanten und eine Servalkatze gezeigt. Der Rückweg zum Zelt geht nur mit Begleitung, da der Elektrozaun des Camps nur Elefanten fernhält. Alle anderen neugierigen Bewohner der Gegend haben Zutritt.

Am nächsten Morgen ging es nach dem Wake up Call um 6 Uhr – dabei wird einem ein Tablett mit Tee serviert – um 6 Uhr 30 zum Frühstück, um 7 Uhr fuhren wir mit 2 Guides los – einschl. Wärmflasche und Decke – und sind nach etwa 30 Minuten Fahrt zu einem Spaziergang im Busch aufgebrochen. Für uns gab es Stulpen, für den Guide vorn ein scharfes Gewehr, eine Anweisung, schön im Gänsemarsch zu bleiben, und das Gewehr sei nur zum Krach machen, wenn es mal ungemütlich werde. So ging es los, ein Guide vorn, dann wir zwei und ein Guide hinten. Die Welt sieht anders aus als vom Auto aus.

Nach 2 h waren wir zurück und fuhren noch recht lange durch die Gegend, bis wir wiederum die Leopardin entdeckten und ihr lange folgten und viele noch schönere Bilder von ihr machen konnten. Bis sie irgendwann im hohen Gras verschwunden und nirgends mehr zu entdecken war.

Nach dem Lunch sind wir mit dem Guide, der heute morgen mitlief, zu einer Mokoro-Tour aufgebrochen. Mokoro sind eigentlich Einbaum Boote, werden aber inzwischen auch aus Fiberglas hergestellt. Der Fahrer steht wie ein Gondolere in Venedig hinten und steuert und bewegt das Boot mit einem ca. 4m langen Stab.

Es gab winzige Frösche, kleine fleischfressende Pflanzen, kleine Seerosen, Schneeflocken- und andere Blumen und vor allem kaum einen Laut vom Boot und dadurch wie beim Laufen ein völlig neues Erleben der Wasserwelt.

Da wir wirklich zu kurz hier sind, geht es nach dem Hightea gleich zur nächsten Pirschfahrt. Jetzt hat die Sichtungsfee keine große Lust mehr. Wir sehen zwar viele Tiere, aber weder Katzen, noch Hyänen oder einfach seltene Arten. Nur die Standardbesetzung: Impala, Zebra, Tsetsebe, Paviane, Warzenschweine, ein paar Lechwee, Elefanten, Hippo, Fischadler. Als die Sonne kurz vorm untergehen ist, fahren dann alle Autos zu einer Stelle und es gibt einen gemeinsamen Sundowner, mit viel Gintonic. Danach schnell zurück, damit man rechtzeitig zum Dinner da ist. Das ist heute mit Gesang und Polonaise, da zwei Damen eines Reiseunternehmen zu Besuch waren. Man legt sich besonders ins Zeug.

Jetzt schnell ins Zelt, wir müssen ja packen, denn der Rückflug ist zwar erst für 10:55 Uhr angesetzt, aber bis dahin kann man ja einen Gamedrive machen, ist doch schließlich alles dicht beisammen.

Das Morgenprogramm (Wecken, Frühstück, Gamedrive) ist also wie am Vortag, nur mit der kleinen Verzögerung: Bezahlen. Nur die Mitbringsel und das Trinkgeld, alles andere haben wir schon vorher bezahlt.

Wir fahren mit unserem Führer und drei weiteren Frauen los, das Gepäck, das wir im Zimmer stehen lassen haben, kommt dann später mit dem Auto, das uns zur Landebahn bringt. Hier muss man wirklich kaum was selbst organisieren 🙂

In der Nacht war Löwengebrüll zu hören, diesen Löwen haben dann alle gesucht. Und gefunden. So haben wir zum Abschluss noch einen stattlichen, schlafeneden, Mähnenlöwen gesehen. Er hat ein wenig posiert, so dass auch ordentliche Bilder rauskommen sollten.

Kurz nach halb Elf hat uns dann der Abholer aufgegabelt, nicht ohne dass es noch einen Tee an einer sehr belebten Wasserstelle gab, dann ging es zur Landebahn.

Dasselbe Flugzeug, mit demselben Piloten holt uns wieder ab. Nur dass es nicht direkt nach Maun geht, sondern noch ein zweites Camp angeflogen wurde, wo dann noch 6 Leute in den 7-Sitzer eingeladen wurden. Ging natürlich nur, weil der Copilot diesmal gefehlt hat, und so dieser Sitz einem Fluggast zugewiesen wurde.

Damit ist Shinde zu Ende. Leider. Das Camp ist ein Traum, die Landschaft durch den Kontrast Wasser – Grassavanne umwerfend. Die Gastfreundschaft, der Service, selten so gut gewesen. In der Kombination einfach sensationell.

Online gestellt aus dem ICE, der uns nach Stuttgart bringt.

Mietwagenrückgabe und Abflug nach Shinde, 28.05.2016

Wir waren als erste beim Frühstück. Danach schnell Auschecken, und los geht die letzte, oder fast letzte Fahrt, mit unserem Offroad-Schaukelschiff, 5km bis zu Avis Maun, bzw. dem Flughafen. 10 vor 8:00 Uhr bei Avis angekommen. Zufahrt verschlossen, Büro leer. Na toll. Steht ja auch an der Tür: Arbeitszeit am Samstag: Keine. Man kommt pünktlich nach Vereinbarung zum Flug. Zum Glück waren wir gestern noch da, und haben uns für 8:00 Uhr angekündigt…

Fünf nach Acht kam eine Frau im Polo, wie sollte da unser Gepäck reingehen, wenn sie uns zum Flughafen (ca. 500m) bringen soll? Ganz einfach, gar nicht. Nach einer Schnellinspektion, sollten wir einfach zum Flughafen fahren, das Gepäck ausladen und sie nimmt das Auto dann mit.

Ca. 2900km, eine verbogene Felge (am Vortag auf der A35 war wohl ein Schlagloch zu viel), völlig abgenutzter Unterfahrschutz (war mal schwarz beschichtet, glänzt jetzt großflächig), nicht gewaschen (ist in Namibia vorgeschrieben), zwei Reperaturen unterwegs, mal sehen, ob Avis noch was von uns will…

Ker & Downey hat unser Gepäck, das nicht nach Shinde mitging, ins Büro eingelagert und dann ging es auch schon durch eine wahnsinnig vertrauenserweckende Sicherheitskontrolle zum Air Safari Flieger. Nur wir zwei, der Pilot und der Copilot. Nach 25 Minuten ruhigem Flug standen wir auf dem Ladestreifen von Shinde.

Nach Maun, 27.05.2016

Heute war ein Fahr- und Organisationstag. Die Fahrt von Shakawe nach Maun war mit ca. 370 km überschaubar. Die Strassenverhältnisse auf der A35 waren allerdings grauenhaft. Eigentlich alles geteert, aber der Zustand furchterregend. Auf weiten Teilen (wir mussten 270 km auf der Straße fahren) war der Asphalt am Stück, dann kamen Schlaglöcher mit Abmessungen von 2m x 1m x 10cm, oder 50m Schlagloch an Schlagloch. Es gab Bodenwellen, dass unser Schaukelschiff fast aufgesessen ist. Immer wieder haben die Wellen das Auto bzw. seine Federung in Resonanz gebracht. Dann wieder hat rechts oder links der Fahrbahnrand Verluste erlitten. Teilweise so viel, dass nur noch 70% der Gesamtbreite befahrbar waren. Natürlich kam immer an solchen Stellen jemand entgegen, Murphy halt.

In Maun angekommen wollten wir die Agentur aufsuchen, die uns morgen ins Delta fliegt. In einem Hinterhof sassen zwei Damen bei Pizza und haben uns bestätigt, dass wir morgen um 9:00 Uhr fliegen. Avis ist nicht direkt am Flughafen, die sind 500m weiter. Aber kein Problem, sie bringen uns mit Gepäck zum Flughafengebäude. Dort wartet dann jemand, der jemanden anruft, damit das Gepäck, das nicht mit ins Delta darf, zwischen gelagert wird. Ob das alles klappt wie es soll werden wir morgen sehen.

Jetzt sind wir in der Maun Lodge (schrecklich groß,  unpersönlich, winziges Zimmer, aber mit Blick auf den trockenen Fluss) und freuen uns aufs Dinner.

Fahrt zu Drotskys Lodge, 25.05.2016

Da die reine Fahrstrecke heute unglaubliche 71 km und ein Grenzübergang (Namibia – Botswana) betrugen, haben wir mit nicht mehr als 2h Fahrt gerechnet. Deswegen war ein ganz gemütlicher Tag angesagt.

Zuerst noch tanken, und ausgerechnet in dieser gottverlassenen „Stadt“ Divundu wurden wir gefragt, ob wir mit Karte zahlen wollen. Was ist passiert in Namibia?

Anschließend sind wir durch den Mahango Park gefahren, auf der gleichen Strecke wie am Vortag. Es gab nicht viel mehr zu sehen, wie am Vortag. Löwenspuren, Zebras und ein heiliger Ibis, waren die Neuerungen, Büffel gab es im hohen Gras. Zuerst haben wir einen liegenden entdeckt, kurz darauf die restlichen 15 Büffel, Leider kamen siw nicht sehr dicht an die Straße.

An der Grenze haben wir einen neuen Rekord aufgestellt, Namibia raus in 10 Minuten, Botswana rein, auch nicht mehr. Wir mussten zwar nochmal 40 Pula fürs Auto zahlen, obwohl uns beim ersten Mal gesagt wurde, wir müssten nun nichts mehr bezahlen, aber wegen 3 Euro wollten wir die gute Stimung nicht trüben. 20 Minuten um mit einem Auto über eine afrikanische Grenze zu kommen, gerne öfter;-)

In Botswana fiel sofort auf, dass es viel mehr Esel gibt, auch waren weniger Menschen am Straßenrand unterwegs.

Nach nochmal 3 km Sandpiste, dann die Ankunft bei Drotskys. Wir bekamen mit der Nr. 10 die letzte Hütte, und mussten nur vier mal den Panikschalter betätigen, bis die Velvet Monkeys (Meerkatzen), das Auto nicht mehr als Turngerät nutzten. Ja so ein Affe kann auf dem Drehgriff des Canopy sitzen!

Camp Kwando, 22.05.2016

Am nächsten Morgen ging es nach einem ruhigen Frühstück zum Game Drive in den Mudumu Park.

Landschaftlich wunderschön, ausser einigen Hippos, zahlreichen Impallas waren nicht besonders viele Tiere zu sehen. Aber zum ersten Mal sahen wir Wasserböcke. Das Fahrzeug war gut besetzt mit 8 Personen plus Guide., was eher selten vorkommt, 6 Personen sind das Maximum in der Regel.

Unser Hilux ist für die Sandfahrten auf der Hinterachse zu leicht und scharwenzelt durch die Gegend, der Landcruiser war teilweise fast zu schwer für die tiefen Sandrillen. Anders als Etosha geht hier ohne 4×4 nichts, aber auch gar nichts. Dafür ist man wie heute ganz allein im Park.

Nach einem kleinen Lunch verbrachten wir den Nachmittag in der Lodge und spannten aus.

Insgesamt der erste halbe Tag ohne Aktivitäten. Wird ja langsam auch Zeit. Da es auf unserem Balkon und dem Allgemeinbereich recht angenehm war, haben wir da die Füsse hochgelegt und das Botswanische Ufer angeschaut.

Fahrt zum Camp Kwando, 21.05.2016

Fahrt zum Camp Kwando, 21.05.2016

Nach einem wie immer guten Frühstück in der Garden Lodge mit Blick auf den Chobe River packten wir unsere Sachen und fuhren zum Park, denn einen Teil der Strecke nach Kongola konnten wir durch den Park fahren. Somit hatten wir ein letztes Mal herrliche Ausblicke von oben auf den Chobe River. Die letzten 10 km waren übelster Tiefsand, dann standen wir an der A33 und fuhren die letzten Kilometer zur Grenze nach Namibia. Nun befanden wir uns auf dem Trans Caprivi Highway, mit wenigen potholes. Angekommen im Camp Kwando machten wir gleich eine Bootstour für diesen Nachmittag aus. Nicht vergleichbar mit dem Chobe River, aber trotzdem nett. Der Kwando River ist recht schmal, was bedeutet, dass die Hippos im Wasser sehr nah an den Booten sind. Entsprechend schnell fuhr unser Guide an den Dickhäutern vorbei. Ein Fischadler sass sehr fotogen auf einem Ast über dem Wasser. Ein Malachite Kingfisher hatte auch genug Geduld, bis jeder ein Bild hatte. Ein wunderschönes Vögelchen. Beim Abendessen auf der offenen Terasse wurde es recht frisch. Im Treehouse (unserem Zimmer, mit Zeltwänden) war es nachts recht kühl, aber es gab genug Decken. Zurück im Treehouse nach dem Essen kam ein wunderschöner grosser roter Kater an die Tür und schaute durchs Glas, er gehört zur Lodge und bandelt immer mit den Gästen an.

Vic Falls (Simbabwe Seite) 20.05.2016

Morgens um 8 Uhr wurden wir abgeholt und zur Grenze Botswana – Simbabwe gebracht. Der Ausreise- und Einreisevorgang dauerte seine Zeit, dann ging es zu einem anderen Fahrer, bei dem im Auto bereits eine Frau aus Garborone sass, die ebenfalls die Vic Falls besuchen wollte. Nach 2 Minuten Smalltalk sprach sie uns mit dearest friends an. Nachdem wir bereits am Parkeingang angekommen waren, beschlossen wir, zunächst einen Heliflug zu buchen. Der Fahrer rief dort an und wir fuhren zum Flugplatz. 13 Minuten dauerte das Vergnügen, kam uns aber sehr viel länger vor. Das Geld ist es wert, sich die Vic Falls aus der Luft anzusehen. Andreas sass neben dem Piloten und hatte prima Möglichkeiten, Fotos zu machen. Danach setzte uns der Fahrer beim Parkeingang ab. Wir besorgten uns 2 Regencapes (rental) und starteten den 16-Stationen-Walk. Dass Nebensaison ist, war zu merken, die Touristenströme waren kleiner als von uns befürchtet. Ab der 6. Station wurde es sehr nass und wir zogen unsere beiden Regenjacken übereinander, die mitgebrachte und die gemietete. Jetzt begann der intensiv feuchte Teil, man kann auch sagen, es gab Aussichtspunkte, an denen tropische Regenschauer niedergingen. In den Schuhen stand das Wasser, die Kamera hat es gerade so überlebt.

Anschliessend hiess es, erst mal wieder trocken zu werden. Ausserhalb vom Park gab es einen Wegweiser zum 550m entfernten Lookout Cafe, das sich als sehr gute Wahl herausstellte. Traumhafte Aussicht auf die Brücke, die Simbabwe und Sambia miteinander verbindet sowie auf die Schlucht des Sambesi. Und dazu noch ein sagenhafter Cappuccino, was sonst fast nirgens zu haben ist.

Die Rückreise ging deutlich zügiger, da wir an der Grenze ganz ohne Schlangestehen unsere nächsten Stempel bekamen. Zurück in der Garden Lodge schaute Charlie, eine der Katzen der Lodge, bei uns vorbei. Die Hippos und Elefanten waren an diesem Abend nicht im Garten der Lodge, sondern haben sich andere Plätze zum Grasen ausgesucht.

The Garden Lodge, Kasane, Botswana, 18. und 19.05.2016

River Cruise Nr. 1

Gleich nach der Ankunft sind wir um 15 Uhr zu einer sogenannten River Cruise auf dem Chobe River in den Chobe Elephant Park aufgebrochen. Dabei sind David und Bellinda aus Hongkong, John der Guide der Garden Lodge und wir zwei. Das Boot der Garden Lodge ist ein sehr kleines, was aber nur Vorzüge hat. So hat es fast keinen Tiefgang und kommt überall hin.

Nach zwei Kilometern ist man im Nationalpark. Da muss man erstmal den Eintritt an einer Landungsbrücke zahlen. Als Ortsfremder erkennt man das aber gar nicht. Interessant ist auch, dass das andere Flussufer Namibia ist.

Gleich nach dem Parkbeginn, der Park hat keinen Zaun, so dass alle Tiere kommen und gehen können wie sie wollen (dazu später mehr) geht es los mit Sichtungen. Krokodile am Ufer, Kingfischer, Water Monitor, Büffel nur von hinten. Die Hippos zeigen sich nur sehr wenig an der Wasseroberfläche. Einige Elefanten haben rausgefunden, dass der Fluss teilweise sehr seicht ist, und dort tolle Planzen wachsen. Sie laufen und schwimmen dort hin und stehen dann bis weit über dem Bauch im Grünzeugs und lassen es sich gut gehen. Da kann man mit dem Boot bis auf wenige Meter ranfahren und zuschauen.

Eine andere Gruppe haben wir am Ufer im warmen Abendlicht gesehen. So von schräg unten eine irre Perspektive. Ein Jungbulle kam dann auch leicht aufgeregt Richtung Boot, da wurde es einem ganz anders. Aber John hatte alles voll im Griff.

Ein Sundowner auf dem Wasser ist ein noch größeres Erlebnis, als an Land und so klang die Fahrt dann aus.

Pünktlich zum Abendessen wurde dann vorgeführt, was es heisst keine Zäune zum Park zu haben. So grassen 2 Hippos im Garten der Lodge. 7 (!) Elefanten fanden sich später ein, für die Greg schon einen firecracker bereitgestellt hatte. Die Dickhäuter hatten in der vorausgegangenen Nacht 2 Bäume im Garten umgelegt, einen normalen Baum und den Baobab, den Gaby und Phil anlässlich ihrer Hochzeit gepflanzt hatten. Somit hilft nur, die Elefanten regelmässig zu verjagen.

Morning Game Drive

Am nächsten Morgen gab es ein tolles Frühstück mit Blick auf den Chobe River, bevor wir zu fünft in der gleichen Besetzung wie am Vortag, einschliesslich John zum Game Drive durch den Chobe River Park aufgebrochen sind. Die Ausblicke auf den Fluss sind phantastisch. Sehr viele Impalas, auch zahlreiche Giraffen, Büffel und Vögel (Fischadler, Karminbienenfresser, Lilac Breasted Roller) waren zu bewundern. John hat dann einige andere Guides im Vorbeifahren gefragt, wo denn Katzen zu finden seien. Nach einer genauen Beschreibung hat er dann 2 Ohren bei einem Busch entdeckt, an einer Stelle, an der man eigentlich nichts erkennen konnte. Nach ungefähr 10 Minuten dann das Wunder und die Ohren standen auf (normalerweise bleiben Katzen einfach liegen) und es wurden dann 11 Löwen, die nach und nach aufstanden und hinunter zum Wasser spazierten. John fuhr recht rasant zum Ufer, und wir konnten die Tiere noch lange beobachten. Der männliche Junglöwe ging zum Trinken an eine flache Lache, er hatte wohl keine Lust, mit einem Krokodil zu diskutieren, und John fuhr zu ihm hin (wir waren maximal 5m von ihm weg). Man konnte ihn sehr deutlich schlappern hören.

River Cruise Nr. 2

Da die Bootstour am Nachmittag zuvor so toll war, haben wir sie nochmals mitgemacht, diesmal aber mit dem Schwerpunkt Vögel. Wieder in der bewährten Fünfergruppe ging es los wie am Vortag. John zeigte uns eine Kolonie grüner Bienenfresser, die wegen einem weissen Streifen am Kopf Withe banded bee eater heissen. Es ging an den im Wasserbad futternden Elefanten vorbei. Heute waren zwei verspielte halbstarke Bullen dabei, das war ein Spass, wie die durch das Grünzeug getobt sind.

Weiter ging es zu einer Insel, auf der unglaublich viele und auch verschiedene Arten von Vögeln zu beobachten waren. Es gab Enten, Störche, Egrets, Pied Kingfisher und verschiedene Watvögel.

Der Sonnenuntergang war wieder sehr schön. Danach ging es schnell zur Lodge und es gab kurz darauf ein Dinner, wie es schöner kaum sein kann.

Die verflixte Technik

Als ich eben die Bilder von Gestern aufs Tablet laden wollte ist es passiert. Der USB-Adapter, der für mein altes Tablet ganz speziell ist, hat seinen Dienst versagt.

Ich hoffe er hat es nicht ernst gemeint mit seiner letzten Meldung „USB-Speicher defekt“, denn dann wäre der Schaden riesig. Da es aber unterwegs keine andere Möglichkeit gibt, die Fotos aufs Tablet, und damit in den Blog zu bekommen, gibt es nur noch von der ersten River Cruise auf dem Chobe River und von den Viktoria Fällen heute Bilder. Die haben es noch geschafft,  und sollten bis heute Nacht online sein.

Vielleicht gibt es ja in den folgenden Lodges PCs wo ich ein paar Bilder direkt von der Kamera in den Blog bekomme. Wenn nicht, gibt es leider nicht mehr viele Bilder, solange wir unterwegs sind.