Leroo La Tau, 15. und 16.05.2016

Leroo La Tau, gesprochen Liruu la too. In Botswana sehen viele Wörter aus, als ob man sie leicht Ausprechen kann. Und dann klingen sie von Einheimischen ganz anders. Und dann gibt es Klicklaute und Konsonantenanhäufungen, dass man einen Knoten in die Zunge bekommt.

Pünktlich um 7:00 Uhr ist Aufbruch. Leider ging in der Orga etwas schief und die zwei Autos waren einmal mit zwei Leuten und einmal mit 6, bei jeweils 6 Sitzplätzen, belegt. Wir waren leider im 6er Auto. Der Guide Ollie war sehr gut, aber die anderen zwei Paare haben sich fürchterlich aufgeregt, dass das andere Auto so leer war. Aber alle Beschwerden bei Ollie wurden elegant an das Management delegiert. Nun konnte man sich auf das Schauspiel Geier vs. Schakal konzentrieren. Es lagen noch ein paar Knochen eines Impalamännchens herum, das wohl bei Revierkämpfen vom Konkurrenten getötet worden war. Ein kleiner frecher Schakal hat alle Geier weggejagt.

Wenig später konnten wir ein Löwenpaar beim Liebesspiel beobachten. Die beiden kamen sehr nah zum posen ans Auto, drehten dann wieder ab. Eine riesige Gruppe Marabus war sehr beeindruckend. Sonst sieht man immer nur einen oder zwei auf einmal. Wenn sie landen sieht es fast so aus, als ob sie ein Fallschirm wären. So langsam schweben sie herab. Weiter ging es zum Hippo Pool, in dem sich mehrere Dickhäuter aufhielten. Die üblichen Verdächtigen, Impala, Zebra, Giraffe, Elefant waren natürlich auch reichlich vorhanden. Der Boteti River ist auch mit sehr wenig Wasser ein Paradies für Tiere.

Zurück in der Lodge gab es ein nettes kleines Lunch auf dem Rasen. Nachmittags ging es zum nächsten Game Drive mit Sundowner am schon erwähnten Hippo Pool. Die wunderschöne Ebene war angefüllt mit hunderten Gnus , Impalas, Zebras, Giraffen, Kudus und Elefanten, die zum Wasser und wieder hinaufzogen ins höhergelegene Gelände.

Auch den Night Game Drive haben wir uns nicht nehmen lassen, der zwar kurz, aber trotz weniger Tiersichtungen sehr beeindruckend war. Schließlich gab es hier die erste große Eule, wenn auch nur als Scherenschnitt zu sehen. Der Sternenhimmel war wie eigentlich jede Nacht überwältigend.

Die Ganztagestour zum Nxai Pan Park startete auch um 7 Uhr morgens. Nach einer Fahrt von 25 km kamen wir zur Tar Road und nach weiteren 10 km am Parktor an. Es soll 13 Geparden im Park geben. Gesehen haben wir Null davon. Auch mit Löwen gings nicht besser, hier haben wir nur Speisereste (Hörner eines jungen Oryx) und Spuren gesehen. Im Bereich der Pfannen erinnert die Landschaft an Etosha, allerdings ganz ohne Menschenmassen. Lunch fand auf einer Campsite mit 3 neugierigen Elefanten statt. Auf dem Rückweg zum Gate fuhren wir zu den Baines Baobabs, einer beeindruckenden Baumgruppe, die 1862 von einem Herrn Baines gemalt wurde und heute noch praktisch unverändert so dasteht. Das war eigentlich unser Zwischenziel für den nächsten Fahrtag, aber mit Guide und Fahrer macht es noch meht Spass. Zurück im Makgadikgadi NP sahen wir auf der Rückfahrt noch sehr viele Elefanten und eine jagende Löwin sowie drei Löwen aus dem Vorjahr, ebenfalls auf dem Weg sich ein Abendessen zu besorgen.

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