Ongula Village Homestead

11.03.17

In der Nacht war es ziemlich belebt, eine (zumindest glauben wir, dass es sich um eine und nicht mehrere handelt) Fledermaus flog fleißig ins Zelt und wieder hinaus und jagte in dem Spalt zwischen Bett und Wand ihre Insekten. Weiterhin unterhielten sich 2 Eulen mehr oder weniger die ganze Nacht hindurch, was so klingt wie ein Grunzen eines Schweins und noch ziemlich laut dazu.

Am Abend zuvor war noch ein jüngeres Pärchen ins Tree Top Camp gekommen, so dass wir zusammen frühstückten, bevor wir alle aufbrachen. Ausschecken erfolgte im nahegelegenen Tented Camp, wo wie die beiden Britinnen wieder trafen, die wir vom Tree Top Camp kannten. Wir verabschiedeten uns mit „See you at the lion“ (die beiden hatten wie wir kein Glück, einen Löwen zu sichten).

Die Fahrt nach Ongula verlief bis auf die letzten Kilometer ziemlich ereignislos, dann kam der Abzweig zum Homestead und lustig wurde es, denn der Weg glich einer Wiese, die teilweise unter Wasser stand. Das Navi wollte, dass wir durch 20 cm Wasser auf einer durchweichten Sandwiese fahren. Es kannte auch nicht die neugebaute Straße, aber nach vielem Umkreisen von Wasserflächen und Zäunen kamen wir dann an und wurden sehr herzlich begrüßt.

Nachmittags ging wie schon gesagt ein starker Regen herunter, bis die Tour ins Homestead anfing, hatte sich das Wetter wieder beruhigt und wir zogen mit Betty los, die uns viel über das Getreide (Mahangu, eine Hirseart, die auf den Feldern auf den ersten Blick wie Mais ausieht), das hier angebaut wird sowie über Bäume, Sträucher und die Verwendung aller möglicher Naturalien erzählte, bevor wir im Dorf ankamen und dort unseren Rundgang machten und durch einige „Läden“ kamen; bei der Töpferei, deren unteres Stockwerk vergangene Woche leider bedingt durch einen Wassereinbruch eingestürzt ist und bei den Korbmacherinnen sowie 2 Frauen, die das Korn feinstampften und ein Marula-Öl herstellten, kamen wir auch vorbei und hörten viel Wissenswertes über die Ovambo-Leute, die es nicht leicht haben, ihre Traditionen heutzutage noch fortzuführen. Das Konzept, hier sehr angenehm in einer der 4 Rundhütten zu übernachten und über die Aktivitäten über die Ovambos einiges erfahren zu können, ist sehr einzigartig in Namibia. Die Personen, die dort arbeiten, sind mit Leib und Seele dabei. Abends gab es ein traditionelles Essen, das sehr interessant war, aber nicht in allen Gängen unserem europäischen Geschmack entsprach (schon mal eine frittierte Raupe gegessen ?).

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