Eine lange Fahrt – Epupa – Khowarib Lodge

16. März 2017

Trotz des Regens in der Nacht war die Strecke zurück nach Opuwo nicht wesentlich anders zu fahren als auf dem Hinweg. Nur in zwei Revieren lief etwas Wasser, aber da wurde nicht einmal der Unterboden richtig nass.

Nachdem wir endlich an der einzigen Tankstelle in Opuwo tanken konnten und unser Mini-Mittagessen an einer schönen Stelle auf dem Weg nach Sesfontain verschmaust hatten, nahmen wir die 160 km zur Khorawib Lodge in Angriff.  Eine C Straße und damit eigentlich zu erwarten, dass sie gut gepflegt wird.

Nach ca. 65 km kamen uns 2 Fahrzeuge entgegen, in einem saß ein Mensch von der Road Maintenance, der uns sagte, dass die Straße vor uns nicht weiter passierbar wäre. Der Franzose im 2. Fahrzeug war noch etwas mitteilsamer und gab uns die Info weiter bzgl. der Alternativstrecke nach Khowarib. Ein Sturzbach von den Bergen hat, bevor er in den eigentlichen Bach ging, noch ca. 1km Straße mit sich gerissen (das wäre noch überwindbar gewesen), der Bach hatte noch viel Wasser, auch da hätte es noch eine Möglichkeit gegeben. Aber auf der gegenüberliegenden Seite war der Matsch so dick, dass jemand, der es am Abend vorher versuchte, stecken blieb und die Nacht im Auto verbringen musst. Keine Option für uns.

Also 65 km zurück nach Opuwo, und dann war klar, es könnte ziemlich knapp werden, vor Sonnenuntergang anzukommen. In Namibia ist es extrem gefährlich, nachts zu fahren, da es sehr viele Wildtiere gibt, die nachts dort auftauchen, auch wenn man den ganzen Tag kein Stück Fell von denen gesehen hat. Sonnenuntergang ist kurz nach 19 Uhr, es war kurz nach 16 Uhr und 190 km noch zu fahren. Auf der C43/D3700 nach Epupa haben wir kaum 50km/h geschafft.

Zunächst ließ sich die D3710 nicht lumpen, wir konnten sehr schnell fahren, mit Fotostopps war natürlich nichts mehr, denn wir waren ja recht knapp dran. Nach 80 km fiel der Straßenzustand dann rapide ab. Wir waren auf einer Hochebene (ca. 1600m ü.N.), die vor kurzem noch unter Wasser stand. Es wurde recht abenteuerlich, entgegen kam auch keiner mehr, und als wir an eine der vielen Flussdurchfahrten kamen, gab es nur noch ganz wenig Spuren und einen 1m hohen Sandwall.

Der mitgenommene Spaten wurde eingeweiht, als wir beim ersten Versuch, da hoch zu kommen, stecken blieben. Dank Buch und Internet Vorbereitung und Beobachtung aller Fahrer, die wir so hatten, konnte das Problem mit unserem Klappspaten und einem zweiten Anlauf gelöst werden.

Danach bot die D3710 noch eine Bergabfahrt im trockenen Flussbett (aber mit großen Kieselsteinen) und wir kamen mit Sonnenuntergang in der Khowarib Lodge an. Einchecken, Abendessen, Ende eines langen Tages. Das Chalet besteht aus einem grosszügigen Zelt mit einer Aussenterasse mit einem -Baum als Sonnenschutz, wirklich schön gemacht. Nach der langen Fahrt fielen wir in die Betten und der Schlaf liess nicht lange auf sich warten.

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