Wieder Daheim

Wie aus den 360 Grad Panoramen zu sehen ist, sind wir wieder zu Hause. Die Reise war nicht sehr lange, aber sehr schön und interessant und wir sind müde aber gesund und munter am Dienstag Morgen um 10 Uhr in Stuttgart gelandet.

Wonderview

Ein bisschen Statistik:

Gefahren sind wir 2315km nach Navi (2312km plus 3km am Anfang, als das Navi noch nicht wusste wo es ist) mit einem Nissan X-Trail. Wohl mit 1,6l 120kW, zumindest hat er wie ein kleiner 4-Zylinder gejault beim Beschleunigen.

Spritverbrauch 7,55l/100km (6,4l NEFZ). Gesamt getankt 175,5l, Kosten dafür 181,15€

Maut auf der N1, N4 und R21: 317,39 ZAR ungefähr 21,5€

Laut Navi waren es 2312km (plus ein paar am Anfang, als das Navi noch nicht genug Satelliten hatte) 2340km laut Avis

Insgesamt waren wir etwas über 15 Tage im Land, und davon 1 Tag und 16h fahrend mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 57,4km/h.

Eine Höhendifferenz von ca. 20km hoch und wieder runter haben wir hinter uns gebracht, der höchste Punkt, der Log Tom Pass kurz vor Sabie, 2141m über Meer, der Tiefste, das Pafuri Camp, 202m über Meer.

Es wird noch ein paar Panoramen geben, die werden so veröffentlicht, wie sie fertig werden, da sich einige ein wenig widerspenstig darstellen…

Wir danken allen treuen Abonnenten, Lesern und Kommentarschreibern fürs dabei sein.

Bis zum nächsten Mal, wenn es nach Namibia und in Kgalagadi Transfrontier Park, kurz KTP, geht.

21. Mai: Heimreise

Wir verzichteten auf eine letzte Rundfahrt durch das Reservat und entschieden uns für Frühstück um 8:30 Uhr.

Es war ein Traum, aber seht selbst. Unten die Handybilder davon.

Danach haben wir noch einen Rundgang durch die anderen Chalets gemacht und uns dann verabschiedet.

Die Fahrt zum Flughafen war Ereignisarm, genauso wie die Rückgabe des Autos. Die Rechnung ist aber noch nicht da, das Auto hatte einen sogenannten e-Tag, mit dem die Maut auf den Autobahnen abgerechnet wird. Das Ding ist eine Streichholzschachtel große Plastikkiste, die an der Windschutzscheibe angeklebt ist und unter Mautbrücken oder Mautstationen mit Schranke piepst und gut ist, bzw. die Schranke öffnet sich. So eine Technik wird es in Deutschland nie geben, das ist zu einfach.

Inzwischen sind wir in der Lounge und warten auf das Boarding.

20. Mai: Wild&Free Game Lodge

Den letzten Tag im Busch wollten wir nicht ganz so früh beginnen wie sonst, Abfahrt war auf 7 Uhr angesetzt, mit einem Tee und Keksen vorher. Der Guide hatte wohl irgendwelche Probleme und kam erst gegen 7 Uhr 45 an. Egal, dann halt später los und später zurück. Erstmal hat das Auto gestreikt, Batterieklemme war lose, das kennen wir von Botswana….

Es war sehr ruhig, das heisst keine Tiere zu sehen. Dann kam über Funk, dass die Elefanten gesichtet wurden (Wild&Free ist in dem Mabula Game Reserve Gebiet, das komplett umzäunt ist und die Tiere nicht weg können). Wir also einmal quer durch das Gelände zu den Elefanten. Wir mussten uns hinten anstellen, da die Anzahl der Autos zu groß war.

Nach den Elefanten gab es Tee und Kekse an einer Ecke mit Elektrozaun. Afrika kann auch schön sein…. Da die Elefanten in der Zwischenzeit beschlossen hatten, zügig in unsere Richtung zu gehen, haben wir die Pause auch zügig beendet.

Danach ging es aber los, insgesamt 7 White Rhino, etliche Antilopen und Vögel und gegen 11 waren wir zurück.

Die Siesta konnte mit Vogelbeobachtung vor dem Chalet verbracht werden. Nach einem Light Lunch (Sparerips, Coleslaw und ein gemischter Salat mit Avocado) und toller Aussicht ging es auf den Nachmittagsdrive.

Ein Gast hat ins Gästebuch reingeschrieben. „Man läuft in die Wild&Free Lodge rein, und muss wieder rausgerollt werden“ . Dem ist nichts zuzufügen. Mehr lesen

19. Mai: Fahrtag

Heute müssen wir Sigurwana verlassen. Fällt uns nicht schwer, da es regnet.

OK, es ist uns schwergefallen, da Liesel echt gut erzählen kann und ein wunderbare Gastgeberin ist, Dawn und Dany ein knuffiges neues Manager-Paar darstellen und Peter am Ende seiner Sigurwanazeit nicht so recht glücklich aussieht.

Nach einem ausgiebigen Frühstück mit viel Erzählen, hat uns Dawn zum Auto gefahren. Das sind gute 1h und 15 Minuten steilste Passagen, und Dawn fährt erste Sahne 4×4 auf rutschigem Lehm. Hut ab.

Da Dawn Zooologie oder etwas ähnliches studiert hat und nun ihren PhD macht, kennt sie sich super gut aus, und hat uns noch einiges an Vögeln und sonstigen Tieren gezeigt auf dem Weg nach unten. Unter anderem einen Brown-hooded Kingfisher.

Der Rest des Tages ging mit Fahren und zunehmendem Verkehr dahin. Gegen 16 Uhr kamen wir in der Wild&Free Lodge an, als einzige Gäste. Das macht es besonders entspannt. Der Manager – zugleich Koch – ist ein Original, er wird dieses Jahr noch für ca. 3 Monate nach Deutschland gehen, er war noch niemals im Ausland gewesen.

Wir haben uns gegen einen Abend Game Drive entschieden und sind nach einem superguten Dinner ins Bett gefallen.

18. Mai: Immer noch Sigurwana

Heute ging es nach dem Frühstück erst mit dem Auto den Berg hoch, dann gab es eine Runde zu Fuß. Hauptdarsteller waren Giraffen, die wir sowohl aus dem Auto, wie auch zu Fuß sahen. Das Highlight waren Zebras, von denen eines uns offensichtlich bemerkt hat, aber nicht so recht wusste ob wir gut oder böse sind. Es hat uns angeschaut, mit dem Kopf und den Ohren gewackelt, geschnaubt. Kam ein par Schritte näher um dann davon zu rennen. Sehr lustig.

Auf der Rückfahrt gab es Bushmann (San) Zeichnungen zu bewundern und eine Bush-Pig Sichtung. Sie sehen eher aus wie Hausschweine, sind aber sehr schnell weg.

Am Nachmittag kamen neue Gäste und die Freundin von Dany. Damit hat sich die Zahl der Anwesenden drastisch erhöht. Zum Sunddowner sind aber nur die Manger und wir gefahren. Mehr lesen

17. Mai: Sigurwana

Der Ablauf auf Sigurwana ist deutlich entspannter als bisher. Um 8 Uhr Frühstück, um 9 Uhr 30 in den Busch. Am Morgen war eine Walking Safari angesagt und es ging von der Lodge aus los.

Zuerst die Garten-Impalas, also die, die immer auf dem Grundstück übernachten. Die haben sich schon etwas an die Anwesenheit (und Ungefährlichkeit) der Menschen gewöhnt und man kann ohne sie zu beunruhigen bis auf 5m an sie heran. Zu Fuß sind Impalas plötzlich recht groß.

Das eigentlich Interessantere sind die kleinen Dinge, Geräusche und Gerüche, die man zu Fuß viel besser mitbekommt. Dany zeigte uns kleinste Schmetterlinge und winzige Reptilien am Wegesrand, Peter erklärte uns, was aus den vielen Spuren zu lesen war.

Leider war das Wetter so schlecht, dass keine Geier am Vulture-Pool waren. An diesem Ort kommen bei gutem Wetter jeden Tag Geier um zu trinken und sich zu reinigen. Das konnten wir nur an Hand der Spuren sehen. Beim nächsten Mal sind sie bestimmt wieder da.

Danach kamen Giraffen und Velvet Monkey, wobei die letzteren sich sehr unbeeindruckt von unserer Anwesenheit bewegt haben, aber immer wieder neugierig zu uns schauten.

Die Nachmittagsfahrt geht immer bis in die Dunkelheit. Wir sind in den Grasflächenteil des Lodgegeländes gefahren, aber die Tiere waren weg. Offensichtlich gab es zu viel Leopardenaktivität (wir haben nur die Spuren davon gesehen) und die Tiere haben sich versteckt. So gab es nur ein paar Kudus und einen Sundowner unter einem riesigen Feigenbaum.

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16. Mai: Ankunft in Sigurwana

Ohne richtiges Frühstück sind wir aus dem Mapungubwe Park aufgebrochen. Der Sonnenaufgang war wenig spektakulär, dafür kam bald Nebel vom Fluss. Auschecken war extrem einfach, nur den Schlüssel abgeben.

Die Landschaft ist relativ abwechslungsreich, bis man zu einem Ort namens Alldays kommt. Hier gibt es Tankstellen, Geldautomaten und Geschäfte. Gerade mal 65km vom Park. Keine Ahnung wie die Misswirtschaft im Restaurant mit der Situation zusammenhängt.

Leider hatte das sehr schöne Cafe im Ort Ruhetag oder so was, kurz nach 9 Uhr jedenfalls war nur die Putztruppe da.

Um 10 Uhr 45 waren wir am vereinbarten Treffpunkt (wir hatten uns auf 11 Uhr angekündigt) und keine 3 Minuten später war die Abholtruppe da. Peter, der bisherige Manager, und Danny, der neue. Es ging 3km bis zu einem Parkplatz  im Wald, dort wurde das Gepäck umgeladen und es ging eine Stunde auf sehr rumpeligen Wegen nach Sigurwana. Es hat den Beinamen „Close to Heaven“ und man ist da oben nicht weit weg davon. Weit und breit keine menschliche bewohnte Behausung und ein wunderschönes Haupthaus, einst von einem englischen Lord gebaut.

Unser Zimmer sind zwei schief ineinander gebaute Seefrachtcontainer. Eine Idee eines südafrikanischen Architekten. Der Transport der Container aus dem Tal an ihren jetzigen Standort hat 6 Tage gedauert. Mehr lesen