11. Mai: Phalaborwa

Die Prozedur war wie am Vortag. Allerdings waren neue Gäste dabei, die eine 11-jährige Tochter hatten. Mindestalter bei der walking Safari ist aber 16. manche Tiere betrachten kleine Menschen als Beute, warum das aber am Alter liegen soll, ist nicht zu erkennen. Und ob Erwachsene im Ernstfall besonnener als Teenies reagieren, muss auch erst bewiesen werden. So wurde eine normale Fahrsafari und eben der Walk angeboten. Am Ende waren es nur vier Gäste, die laufen wollten. Darum gab es nur einen Guide, wieder Enoch.

Wir fuhren los, es hatte noch Nebel, das gab eine ganz besondere Stimmung. Der Nebel verzog sich kurz nach Sonnenaufgang und es hatte Tau auf den Pflanzen und Spinnenweben.

Auch heute sollten die Büffel das Erste werden, obwohl wir beim Fahren schon Elefanten gehört hatten. Diesmal waren ganz kleine Büffelkälbchen dabei, leider im hohen Gras kaum zu erkennen.  Nach einigen Minuten sagte Enoch, es wäre Zeit zu gehen, da die Tiere uns diesmal nicht bemerkt hatten.

Es ging weiter und nach wenigen Minuten waren Elefanten zu sehen, der Wind stand günstig, sie bemerkten uns nicht. Sie liefen von uns weg. Als sie außer Sicht waren, gingen auch wir weiter. Und haben erneut Elefanten gesehen. Auch diesen konnten wir ausweichen, so dass sie uns nicht bemerkten. Beim Weitergehen waren die Elefanten dann plötzlich rings um uns. Und nach Enochs Schätzung in Summe etwa 100 Tiere. Nun war guter Rat teuer, denn die Elefanten sind schneller und stärker. Und eine Kugel aus Enochs Gewehr hilft auch nicht. Hier zeigte sich dann Enochs Erfahrung (er war heute ganz anders drauf als gestern). Er funkte unsere Position und wir liefen dann ziemlich stramm los. Und wir haben es geschafft, die Elis haben uns nicht als Belästigung wahrgenommen und wir sind zum Auto zurückgekommen.

Das war recht aufregend und das anschließende Frühstück schmeckte besonders gut.

Danach war Packen und auschecken angesagt. Wir waren zwei Nächte da und haben das volle Programm von zwei Tagen genossen. Das ist außergewöhnlich und spricht sehr für dieses Camp.

Der Weg zurück zum Parktor war besser ausgeschildert (bzw. wir haben alle Schilder gesehen) und so war die Piste deutlich besser als die Hinfahrt. An der Kreuzung zur Hauptstraße nach Norden haben wir ein Paar aus Frankfurt zufällig getroffen, die die erste Nacht und die erste Walking Safari mitgemacht hatten. (der Scheibenwischer-Toko sitzt auf deren Auto). Nach kurzem Plausch ging die eher langweilige Fahrt nach Phalaborwa weiter.

Das Guesthouse ist gut ausgeschildert und war leicht zu finden. Da wir recht früh da waren, haben wir uns überlegt den Nachmittag im Park zu verbringen, schliesslich ist das Parktor nur 3km vom Guesthouse entfernt.

Im Park selbst waren wir die meiste Zeit allein, was eher nicht den Erwartungen entsprach, aber nicht schlimm gewesen ist.

An einem Stausee waren ein Pied Kingfisher, ein afrikanischer Fischadler und einige kleinere Vögel zu sehen.

Ansonsten nur die üblichen Verdächtigen, Impala, Zebra, Giraffe und Elefanten.

Direkt am Parktor gibt es ein recht neues Hotel mit großem Restaurant, das uns empfohlen wurde. Und so kamen wir zu einem sehr guten Essen auf der Terrasse, bevor es zurück ins Guesthouse ging.

2 Gedanken zu „11. Mai: Phalaborwa

  • 12. Mai 2018 um 10:23
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    Die interessanten Berichte zeigen doch, dass es immer wieder was zu entdecken gibt
    Weiter so, wir freuen uns darauf.
    Viele grüsse aus PS

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