Loch Lomond

17.07.2019

Die Berge in in Wolken, Nieselregen. Na da ist wohl Indoorprogramm angesagt. Wir haben uns für das Sealive Aquarium in Balloch entschieden. Daneben gibt es noch ein Bird of Prey (Greifvogel) Zentrum. Das ganze etwa 30km von uns entfernt. Dazu eine Mall. Klingt als Schlechtwetterprogramm akzeptabel.

Auf dem Weg nach Süden hat es zuerst etwas aufgeklart und als wir am Aquarium ankamen gab es nur noch wenig Regen. Trotzdem war es drinnen besser.

Zuerst die Otter (asiatische, leider keine einheimischen)

Otter – SEA LIFE Loch Lomond Aquarium
Otter – SEA LIFE Loch Lomond Aquarium

Dann kamen viele Becken mit allerhand Wasserleben aus den Gewässern in Schottland.

Hummer – SEA LIFE Loch Lomond Aquarium
SEA LIFE Loch Lomond Aquarium
SEA LIFE Loch Lomond Aquarium

Wir waren völlig überraschend nicht die Einzigen, die auf die Idee kamen ins Aquarium zu gehen. Es waren sehr viel kleine Kinder da. Inzwischen wissen wir, dass die Eltern lauter als die Kinder sind….

Die zwei Cafes in der Mall waren völlig überfüllt, so dass wir beschlossen, erst zu den Vögeln gehen und dann nach Luss zu einem Coffee Shop zu fahren, der eine ansprechende Beschreibung hatte.

Bei den Vögeln – im Prinzip eine Falknerei – waren wir zuerst die einzigen Besucher, später kamen weitere Leute hinzu.

Golden Eagle – Loch Lomond Bird of Prey Centre
Kestrel – Loch Lomond Bird of Prey Centre
Golden Eagle – Loch Lomond Bird of Prey Centre
Eurasian Eagle Owl – Loch Lomond Bird of Prey Centre

Beide Attraktionen halten Tiere in nicht artgerechter Haltung. Trotzdem bemühen sich beide sichtbar, alles so gut wie möglich zu machen. Es steht auch überall, was wir Menschen anders machen müssen, damit es diese Tiere noch lange in Freiheit gibt. Von daher ist unser Urteil, es ist gut, dass man sehen kann, was für wunderbare Tiere es zu schützen gilt. Leider git die platte Aussage immer noch: Nur was ich kenne schütze ich.

Auf dem Rückweg nahm der Regen stark zu, in einem Farmersmarkt gab es nur wenige Sitzplätze im Innenraum, wir sind dann nach Luss gefahren. Das ist eine Art Museumsdorf, gleichzeitig Ausgangspunkt einiger Ausflugsschiffe und dem Waterbus. Der Parkplatz ist gebührenpflichtig und das „Stallcafe“ – The Coach House Coffe Shop – ist groß genug, um die Besucherzahlen aufzunehmen, aber schön gemacht (wie so oft mit Giftshop, und der war vom feinsten). Das Handybild zeigt die ziemlich trostlose Aussicht vom Hafen an diesem Nachmittag.

Auf dem Rückweg, Weltuntergang in Luss am Loch Lomond (das gegenüberliegende Ufer ist eigtenlich recht gut sichtbar….)

Am Abend hat es immer noch so stark geregnet, dass wir mit dem Auto zum Restaurant gefahren sind.

P.S.: Auch heute wieder mehr Fotos im Fotoalbum

Von Barcaldine Castle nach Arrochar

16.07.2019

Da die Strecke wieder einmal nicht allzu lange war, haben wir uns überlegt, dass wir zuerst in Oban die Destillerie aufsuchen, um etwas flüssige Reisemitbringsel einzukaufen. Der Whisky aus Oban ist recht mild, und im Geschenkset ist ein 18 Jahre alter dabei, der dürfte richtig mild sein.

Oban bei Ebbe

Danach sind wir in den Benmore Botanic Garden gefahren, der Teil des Royal Botanic Garden Edinburgh ist. Auf dem Weg dorthin hin sind wir an Seen mit Schlössern vorbei gekommen.

Kilchurn Castle

Am Garten angekommen, haben wir zuerst im Cafe DRAUSSEN einen kleinen Snack zu uns genommen, bevor wir den Garten besichtigt haben. Die Zeit haben die Wolken genutzt, dichter zu werden.

Zuerst haben wir einen Birdhide entdeckt, bei dem echt was los war. Ein Vögelchen ähnlich unseren Buchfinken war in Massen da, zwischendurch auch Kohl- und Blaumeisen.

Benmore Botanic Garden
Benmore Botanic Garden

Die beste Show bot aber ein rotes Eichhörnchen – Red Squirrel – an einem mit Erdnüssen gefüllten Metallfeeder. Die Bilder sprechen für die Akrobatik des kleinen Hörnchens.

Red Squirrel im Benmore Botanic Garden
Red Squirrel im Benmore Botanic Garden

Danach ging es durch den Garten, der eher ein Arboretum ist.

Pond im Benmore Botanic Garden
Redwoodallee 160 Jahere alt, 49 Bäume von 50 leben noch
Fingerhut im Benmore Botanic Garden

Am Abend kamen wir in Arrochnar im Ashfield House an. Hier hat uns das kleinste Zimer mit dem winzigsten Bad der Reise erwartet. Die Gastgeberin ist Amerikanerin.

Abendessen gab es in einem örtlichen Hotel im zugehörigen Pub, etwa 1,5 km von unserer Unterkunft. Ein schöner Spaziergang am Abend.

Wandertag

15.07.2019

Da Oban mit seiner Quirligkeit zu viel, und weit fahren zu unsinnig erschien, haben wir eine Wanderung „am Strand entlang“ im Norden von Oban geplant.

Wir haben das Auto am Ganavan Beach abgestellt und sind am Strand in Richtung des Schlosses Dunstaffnage losgezogen, über diverse Hügel mit wenig oder manchmal auch ganz viel und vor allem hohen Farn. Eine Wanderung der etwas anderen Art.

360 Grad Panorma – Bei Dunbeg

Von Land aus waren diverse Fähren, Segelboote, Lachsfarmen und auch ein größeres Schiff zu sehen. Das letzte Stück vor dem Schloss führte vom Strand weg in ein Wäldchen, in dem es etwas kreuz und quer ging, dann standen wir vor dem Castle.

360 Grad Panorma – Im Dunstaffnage Castle

Nach der Besichtigung ging es wieder zurück, der Strand hatte sich mit vielen Sonnenbadern und auch einigen Unentwegten, die ins Wasser gingen, gefüllt.

Ganavan Sands

Auch hier war schon ein Grundgerüst in komoot vorhanden, alternativ dazu eine Beschreibung im Aktivitäten-Ordner des Zimmers. Hier ist das Ergebnis als Link zu komoot.

Wir fuhren auf dem Rückweg bis zum Buchcafé in Benderloch, das wir bereits gestern gesehen hatten und verschmausten dort landestypische Sandwiches (tuna mayonaise with sweetcorn / smoked cheese with chutney), bevor wir zurück zum Barcaldine Castle fuhren. Das Wetter war bis zum frühen Abend freundlich genug, dass man auf der großen Terrasse sitzen konnte.

P.S. Die ersten zwei Bilder enthalten Links zu den jeweiligen 360 Grad Panoramen und ich freue mich über jeden Kommentar, der nicht aus einer Spam-Maschine stammt.

Von der Insel Mull nach Oban

14.07.2019

Unglaublich, es ist ein super sonniger Tag!

Da muss das Frühstück noch ein wenig warten und das Haus in bestem Licht fotografiert werden.

Strongarbh House im Morgenlicht
Strongarbh House im Morgenlicht

Da die Fahrstrecke überschaubar war, sind wir nochmal zu den Adlern und hatten ganz großes Glück, denn kaum kamen wir an, kam der erste und kurz darauf der zweite auf ihren Aussichtsbaum.

Adler Nr. 2 im Anflug
Links im Baum Adler Nr. 1, Adler Nr. 2 im Anflug. Was nicht zu sehen ist, sind die sehr lauten Rufe der beiden.

Die Fähre nach Oban war wie immer unproblematisch. Nur ist diesmal aufgefallen, dass die Autos noch zu dumm sind. Alle wissen (dank GPS) dass sie auf einer Fähre sind, aber keines warnt den Fahrer, die Alarmanlage auszuschalten. Unser Auto hatte bisher nur „Theft Attempt“ angezeigt, aber das Abbiegen im Hafen war dann auch unserem zu viel, und es hat in das Hupkonzert einstimmt. Mercedes sind übrigens besonders empfindlich und immer die ersten, die hupen. Das Video ist 8 Sekunden lang, und sollte mit Ton genossen werden.

In Oban war die Welt dann wieder viel trubeliger als auf den Inseln, nach einer kurzen Runde mit Geld holen und Sandwich essen ging es ins Schloss, etwa 15 km von Oban entfernt. Also eigentlich eine Burg, der die Wehranlagen abhanden gekommen sind. Wir wohnen im dritten Stock, und das kleine Türmchen hat einen Schminktisch, auf dem dieser Text entworfen wurde.

Das Schloss in der Abendsonne
Loch Creran, irgendwo in der Bildmitte steht „unser“ Schloss

Nach Sonnenuntergang noch ein paar Langzeitbelichtungen und der Tag war schon wieder vorbei.

Das Schloss bei Nacht.

Mull ganz gemütlich

13.07.2019

Wir sind die Runde von gestern Abend nochmal gefahren, ganz gemütlich und ohne Zeitdruck. Natürlich in der Hoffnung, all die Tiere bei besserem Licht nochmal zu sehen.

Schottland: Seen, Berge, Wolken, Fingerhut und Farn, hier fehlt nur die Heide
Grey Heron = Graureiher

In einem kleinen verschlafenen Nest namens Croig gab es ein Wrack, das schon gestern interessant aussah. Jetzt bei mehr Licht sogar fotogen.

Eines der vielen Wracks, hier im Hafen von Croig

Das Wetter wurde im Laufe des Tages immer besser, und bei den Adlern hatten wir sogar Sonne. Diesmal waren beide Weissschwanzadler zu sehen. Beide hoch in der Luft und weit weg.

White tailed eagle

Am Abend hatten wir im Cafe Fish reserviert, das ein eigenes Boot hat und so landen immer fangfrischer Fisch und Krustentiere auf dem Teller.

Eine echte Empfehlung und ohne Reservierung ist ein Versuch einen Platz zu bekommen sinnlos. Gegen 18 Uhr 15 wurde den „Walk-Ins“ 20 Uhr 30 als früheste Möglichkeit angeboten, 15 Minuten später war es 22 Uhr…. Das Essen war herrvorragend.

P.S. Im Fotoalbum sind mehr Bilder als hier im Bericht.

Mull ohne selber Fahren

12.07.2019

Nach einem super Frühstück haben wir uns für eine kleine Wanderung fertig gemacht. Das Auto durfte stehen bleiben. Wir sind den shortcut vom Gästehaus zum unteren Ortsteil gelaufen und dann ging es vom Hafen am Wasser entlang auf einen schönen Pfad im Wald mit vielen Aussichten auf Tobermory.

Tobermory beim loslaufen

Der Wald war märchenhaft mit all den Farnen, Gräsern und Moosen und der Feuchtigkeit. Die Bilder geben das nur sehr begrenzt wieder.

Im Märchenwald
Nebel im Sound of Mull
Das Moos ist 5cm dick
Im Märchenwald
Tobermory bei der Rückkehr

Der kurz einsetzende Regen hörte bald wieder auf und wir sind nach ca. 8 km zurück zum Hafen gekommen und straight away ins Island Cafe and Bakery mit diesem Schild in der Auslage:

Die Tour war auf komoot.de vorhanden und was wir daraus gemacht haben ist hier zu sehen. Warum wir 4h unterwegs waren, laut komoot aber nur 1h davon gelaufen, das wissen wohl nur die Appentwickler….

Wir kauften uns nach dem Lunch noch einen süßen Nachschlag für mittags, erklommen den steilen Hügel und ruhten uns etwas aus, bevor es auf 18:00 Uhr wieder zum Hafen ging, der Treffpunkt für unsere Tour mit Ewan in einem VW Kleinbus mit weiteren 6 Gästen.

Wir umrundeten Nord Mull und hielten die nächsten 4,5 h immer wieder an , um nach Vögeln, Deer, Ottern und Eulen zu schauen.

Red Deer = Rotwild
Hen Harrier
Otter