Epupa Falls, Epupa Camp, Tag 3

15. März 2017

Nach dem Frühstück sind wir mit unserem Offroad-Schweinderl die Strecke in Richtung Ruacana vorbei an der Himba-Siedlung, die wir gestern besucht haben, gefahren bis zu der Stelle, an der ein Fluss durchquert werden muss, zu der wir die Info erhalten hatten, dass sie zur Zeit evtl. nicht passierbar ist. Da wir ja einfach die Gegend erkunden wollten auf der Suche nach schönen Fotomotiven, spielte es für uns keine Rolle, wie weit wir auf der Straße nach Ruacana kommen würden.

Den Nachmittag verbrachten wir im Camp und zogen abends erneut in Richtung der Wasserfälle los. Es war schon absehbar, dass ein Gewitter kommen könnte. Nach dem Abendessen hatte man den Eindruck, dass das schlechte Wetter woanders heruntergehen würde, aber pünktlich zu Mitternacht begann es zu stürmen, das Gewitter war da einschließlich starkem Regen, so dass wir versuchten, unser Zelt sturmfest zu machen. Der Wasserstand des Flusses erhöhte sich in dieser Nacht um 20 cm, bedingt durch den Regen und die verschiedenen Gewitter, die durchzogen, war die Nacht eher mit wenig Schlafen verbunden.

Epupa Falls, Epupa Camp, Tag 2

14. März 2017

Nach einer sehr schwülen Nacht (mit einem wunderschönen Mond über dem Wasser um 6 Uhr 40) und einem sehr guten Frühstück fuhren wir mit einem Guide zu einer Himbasiedlung. Sehr malerisch gelegen an der berühmt-berüchtigten Straße D3700 nach Ruancana etwa 5km von Epupa weg. Wir waren die einzigen Gäste und bekamen einen sehr ausführlichen Rundgang durch unsern Guide. In der Hütte des Oberhaupts konnten wir zusammen mit seiner ersten Frau viele traditionelle Schmuckstücke betrachten und anfassen. Was die Mädchen und Frauen der Himbas im Laufe des Erwachsen werdens, Heiratens und ggf. Trauern um den Ehemann im wörtlichsten Sinne ertragen müssen, ist beindruckend. Fast aller Schmuck, der auf den Bildern an den Mädchen und Frauen zu sehen ist, ist aus Metall und entsprechend schwer.  Auch trugen wir die gutriechende „Paste“ auf, mit der die Himbas ihre Haut bestreichen.

Obwohl diese „Ureinwohner“ noch sehr archaisch leben, die Siedlung ist kein „Museumsdorf“, kennen sie natürlich die heutige Welt mit Spar und H&M, sowie deren Plastiktüten sowie Auto und Handy (keine Ahnung wo die Dinger geladen werden, Strom gibts offensichtlich nicht in der Siedlung).

Es wurden auch selbst gemachte (einfachere) Schmuckstücke zum Verkauf angeboten (wir wurden fündig) und nach Übergabe verschiedener Naturalien durch den Guide (Maismehl etc.) ging es mit einigen Passagieren mehr zurück nach Epupa. Es stand eine Beerdigung an, und der Clan musste dort hin, die Mitfahrgelegenheit wurde voll genutzt.

Ein eindrucksvoller Besuch in einer anderen Welt, wir durften die Himbas fotografieren, übertrieben es aber nicht.

Nachmittags fuhren wir zu einer Schlucht auf nicht in allen Landkarten verzeichneten Wegen und gingen dem Pfeifen unzähliger Rosenkopfpapageien nach, die sich dort versammelt hatten. Auf dem Weg fuhren wir an einer Himbagrabstätte vorbei, aber wir wollten keine kulturellen Fauxpas riskieren und machten keine Fotos.

Gegen 17:00 Uhr stand die Sundownertour an (die wir gestern schon machen wollten), es ging zunächst zum vorderen Teil der Wasserfälle und anschließend zum Viewpoint, der in den umtriebigen Monaten sicherlich überbevölkert ist und den wir für uns alleine hatten. Die Wasserfälle sind nur von der Namibia-Seite aus gut zu sehen. Der Kunene River ist die Grenze zu Angola, der größte Teil der Fälle liegt auf Angolanischer Seite, der höchste Fall allerdings in Namibia. Fast alles, was auf dem Panorama zu sehen ist, ist Angola, bis auf den letzten großen Wasserfall rechts im Bild. Dank des Hchwassers sind die Fälle auf jeden Fall beeindruckender, wie zu den trockenen Monaten September oder Oktober. Wie bei den Vic-Falls letztes Jahr, also Glück mit dem Wasserstand.

Zum Abendessen zurück haben wir die neuen Gäste gesehen. Man muss sich das so vorstellen, die Tische zum Essen stehen 1-3m vom Wasser weg. Nur Vogelgezwitscher und Rauschen des Flusses. Und nun spielt das Paar am Nebentisch mit seinen technischen Geräten und siehe da, aus einer Kiste kommt Musik. Die wurde zwar sehr leise gehört und auch weg von den anderen Tischen gestrahlt. Aber bei 3 belegten Tischen ist das natürlich schön, dass man sich mitten im Nirgendwo nicht mit der Natur beschäftigen muss.

Auf der Liste der gesehenen, aber nicht fotografierten Tiere, gibt es ein paar Neueinträge: kleine Schlange im Baum über dem Zelt (sah zuerst aus wie so eine Mopane Raupe), Mauersegler beim Sundowner, unzählige Nachtfalter, die sich an die Makalani Früchte machen, sobald es dämmrig wird, Baby Krokodil (30cm), junger Bateleur.

Epupa Falls, Epupa Camp, Tag 1

13. März 2017

Die Fahrt von Opuwo nach Epupa besteht aus 180km Gravel Road mit unzähligen Dips (Wasserdurchläufen, Riviere), die sich bei Regen schnell mit Wasser füllen und unpassierbar werden können, in trockenem, zum Teil ausgewaschenen, Zustand ist das Durchfahren so rumpelig, dass dies nur sehr langsam von statten geht. Die grüne hügelige Landschaft ist sehr abwechslungsreich, große Rinder- und Ziegenherden stehen an und auf der Straße. Ein kleiner Regenschauer vermittelte recht gut, wie die Befahrbarkeit der Straße sich von jetzt auf nachher auf unbefahrbar ändern kann. Aber die Sonne schien bald wieder, somit hatten die völlig desolaten Wischblätter unseres „Offroadschweinderls“, wie wir den Fortuner nur noch nennen, nur vorübergehend Schwierigkeiten mit der Wassermenge.

Angekommen nach gut 4,5 h Durchschütteln bezogen wir unser Zelt (wir waren die einzigen Gäste an diesem Tag) und verbrachten den Nachmittag mit Ausruhen in schwülen 32 Grad. Unser Zelt steht in der vorderen Reihe direkt am Wasser, etwa 1m vom Wasser entfernt, die Geräuschkulisse ist sehr beeindruckend. Earplugs in der Nacht können nicht schaden, das Gefühl, dass das Wasser gleich ins Zelt laufen könnte, ist schon da. Eine Hängebrücke auf eine Flussinsel ist aufgrund des hohen Wasserstands hochgezogen, so dass man die kleine Insel nicht betreten kann, für die Affen ist das natürlich kein Hindernis. Wir wurden vor den Affen gewarnt, die gerne durchs Camp streifen – und auch gerne auf das Oberzelt springen und ausgiebig turnen – an diesem Tag hatten sie aber nicht mitbekommen, dass das Camp neue Bewohner hatte.

Unser Wunsch, eine Sundownerfahrt am späten Nachmittag zu machen, kam nicht an, die Campangestellten waren an diesem Tag irgendwie im Dornröschenschlaf (das Camp ist zwar ganzjährig geöffnet, aber die Saison beginnt hier erst im Mai). Wir machten uns dann zu Fuß zum 1km entferneten Hauptwasserfall auf und konnten dort die schöne Aussicht genießen.

Das Abendessen war vorzüglich, gegen 21:00 Uhr wurde aber das Licht im gesamten Camp gelöscht, was wir etwas seltsam fanden. Dem französischen Paar, das auf dem Campingplatz untergekommen war, ging es ähnlich. Am darauffolgenden Tag wurde aber die ganze Organisation erheblich besser (Dornröschenschlaf beendet).   

Fahrt nach Opuwo

12.03.17 

Der heutige Tag war ein reiner Fahrtag auf dem Weg zu den Epupa Falls an der Grenze zu Angola.

Im ersten Teil der Fahrt waren noch viele überschwemmte Flächen zu sehen, nähert man sich Opuwo, wird die Landschaft sehr abwechslungsreich und hügelig. Der Ort selber ist nicht besonders attraktiv, es gibt wenig Unterkünfte, aber für 1 Nacht ist unser Guesthouse i.O. (das erste Mal, dass die Begrüßung sehr reserviert ausfiel, Erinnerungen an das Dolomite Camp im Etosha kommen hier hoch).

Wir sind noch kurz in das kulturelle Zentrum gefahren und haben Fotos ausserhalb des Ortes gemacht, den restlichen Nachmittag verbrachten wir am Pool (ohne Plantschen) und haben den Reiseblog ergänzt.

Wir sind jetzt im Himbaland angekommen und bewundern die Haartrachten und bunten Kleider der Frauen. Bemerkenswert ist, dass sich hier mindestens drei Ethnien treffen. Als auffälligste die Himba, eine weitere Gruppe mit auffälligen Kleidern, eine andrere mit auffällig wenig Kleidern und eine vierte mit westlicher Kleidung.

PS: Die Internetverbindung ist sehr holprig, ev. gibt es keine neuen Bilder, da das Hochladen jetzt schon zum dritten Mal abgebrochen ist……

Ongula Village Homestead

11.03.17

In der Nacht war es ziemlich belebt, eine (zumindest glauben wir, dass es sich um eine und nicht mehrere handelt) Fledermaus flog fleißig ins Zelt und wieder hinaus und jagte in dem Spalt zwischen Bett und Wand ihre Insekten. Weiterhin unterhielten sich 2 Eulen mehr oder weniger die ganze Nacht hindurch, was so klingt wie ein Grunzen eines Schweins und noch ziemlich laut dazu.

Am Abend zuvor war noch ein jüngeres Pärchen ins Tree Top Camp gekommen, so dass wir zusammen frühstückten, bevor wir alle aufbrachen. Ausschecken erfolgte im nahegelegenen Tented Camp, wo wie die beiden Britinnen wieder trafen, die wir vom Tree Top Camp kannten. Wir verabschiedeten uns mit „See you at the lion“ (die beiden hatten wie wir kein Glück, einen Löwen zu sichten).

Die Fahrt nach Ongula verlief bis auf die letzten Kilometer ziemlich ereignislos, dann kam der Abzweig zum Homestead und lustig wurde es, denn der Weg glich einer Wiese, die teilweise unter Wasser stand. Das Navi wollte, dass wir durch 20 cm Wasser auf einer durchweichten Sandwiese fahren. Es kannte auch nicht die neugebaute Straße, aber nach vielem Umkreisen von Wasserflächen und Zäunen kamen wir dann an und wurden sehr herzlich begrüßt.

Nachmittags ging wie schon gesagt ein starker Regen herunter, bis die Tour ins Homestead anfing, hatte sich das Wetter wieder beruhigt und wir zogen mit Betty los, die uns viel über das Getreide (Mahangu, eine Hirseart, die auf den Feldern auf den ersten Blick wie Mais ausieht), das hier angebaut wird sowie über Bäume, Sträucher und die Verwendung aller möglicher Naturalien erzählte, bevor wir im Dorf ankamen und dort unseren Rundgang machten und durch einige „Läden“ kamen; bei der Töpferei, deren unteres Stockwerk vergangene Woche leider bedingt durch einen Wassereinbruch eingestürzt ist und bei den Korbmacherinnen sowie 2 Frauen, die das Korn feinstampften und ein Marula-Öl herstellten, kamen wir auch vorbei und hörten viel Wissenswertes über die Ovambo-Leute, die es nicht leicht haben, ihre Traditionen heutzutage noch fortzuführen. Das Konzept, hier sehr angenehm in einer der 4 Rundhütten zu übernachten und über die Aktivitäten über die Ovambos einiges erfahren zu können, ist sehr einzigartig in Namibia. Die Personen, die dort arbeiten, sind mit Leib und Seele dabei. Abends gab es ein traditionelles Essen, das sehr interessant war, aber nicht in allen Gängen unserem europäischen Geschmack entsprach (schon mal eine frittierte Raupe gegessen ?).

Mietwagenrückgabe und Abflug nach Shinde, 28.05.2016

Wir waren als erste beim Frühstück. Danach schnell Auschecken, und los geht die letzte, oder fast letzte Fahrt, mit unserem Offroad-Schaukelschiff, 5km bis zu Avis Maun, bzw. dem Flughafen. 10 vor 8:00 Uhr bei Avis angekommen. Zufahrt verschlossen, Büro leer. Na toll. Steht ja auch an der Tür: Arbeitszeit am Samstag: Keine. Man kommt pünktlich nach Vereinbarung zum Flug. Zum Glück waren wir gestern noch da, und haben uns für 8:00 Uhr angekündigt…

Fünf nach Acht kam eine Frau im Polo, wie sollte da unser Gepäck reingehen, wenn sie uns zum Flughafen (ca. 500m) bringen soll? Ganz einfach, gar nicht. Nach einer Schnellinspektion, sollten wir einfach zum Flughafen fahren, das Gepäck ausladen und sie nimmt das Auto dann mit.

Ca. 2900km, eine verbogene Felge (am Vortag auf der A35 war wohl ein Schlagloch zu viel), völlig abgenutzter Unterfahrschutz (war mal schwarz beschichtet, glänzt jetzt großflächig), nicht gewaschen (ist in Namibia vorgeschrieben), zwei Reperaturen unterwegs, mal sehen, ob Avis noch was von uns will…

Ker & Downey hat unser Gepäck, das nicht nach Shinde mitging, ins Büro eingelagert und dann ging es auch schon durch eine wahnsinnig vertrauenserweckende Sicherheitskontrolle zum Air Safari Flieger. Nur wir zwei, der Pilot und der Copilot. Nach 25 Minuten ruhigem Flug standen wir auf dem Ladestreifen von Shinde.

Nach Maun, 27.05.2016

Heute war ein Fahr- und Organisationstag. Die Fahrt von Shakawe nach Maun war mit ca. 370 km überschaubar. Die Strassenverhältnisse auf der A35 waren allerdings grauenhaft. Eigentlich alles geteert, aber der Zustand furchterregend. Auf weiten Teilen (wir mussten 270 km auf der Straße fahren) war der Asphalt am Stück, dann kamen Schlaglöcher mit Abmessungen von 2m x 1m x 10cm, oder 50m Schlagloch an Schlagloch. Es gab Bodenwellen, dass unser Schaukelschiff fast aufgesessen ist. Immer wieder haben die Wellen das Auto bzw. seine Federung in Resonanz gebracht. Dann wieder hat rechts oder links der Fahrbahnrand Verluste erlitten. Teilweise so viel, dass nur noch 70% der Gesamtbreite befahrbar waren. Natürlich kam immer an solchen Stellen jemand entgegen, Murphy halt.

In Maun angekommen wollten wir die Agentur aufsuchen, die uns morgen ins Delta fliegt. In einem Hinterhof sassen zwei Damen bei Pizza und haben uns bestätigt, dass wir morgen um 9:00 Uhr fliegen. Avis ist nicht direkt am Flughafen, die sind 500m weiter. Aber kein Problem, sie bringen uns mit Gepäck zum Flughafengebäude. Dort wartet dann jemand, der jemanden anruft, damit das Gepäck, das nicht mit ins Delta darf, zwischen gelagert wird. Ob das alles klappt wie es soll werden wir morgen sehen.

Jetzt sind wir in der Maun Lodge (schrecklich groß,  unpersönlich, winziges Zimmer, aber mit Blick auf den trockenen Fluss) und freuen uns aufs Dinner.

Fahrt zu Drotskys Lodge, 25.05.2016

Da die reine Fahrstrecke heute unglaubliche 71 km und ein Grenzübergang (Namibia – Botswana) betrugen, haben wir mit nicht mehr als 2h Fahrt gerechnet. Deswegen war ein ganz gemütlicher Tag angesagt.

Zuerst noch tanken, und ausgerechnet in dieser gottverlassenen „Stadt“ Divundu wurden wir gefragt, ob wir mit Karte zahlen wollen. Was ist passiert in Namibia?

Anschließend sind wir durch den Mahango Park gefahren, auf der gleichen Strecke wie am Vortag. Es gab nicht viel mehr zu sehen, wie am Vortag. Löwenspuren, Zebras und ein heiliger Ibis, waren die Neuerungen, Büffel gab es im hohen Gras. Zuerst haben wir einen liegenden entdeckt, kurz darauf die restlichen 15 Büffel, Leider kamen siw nicht sehr dicht an die Straße.

An der Grenze haben wir einen neuen Rekord aufgestellt, Namibia raus in 10 Minuten, Botswana rein, auch nicht mehr. Wir mussten zwar nochmal 40 Pula fürs Auto zahlen, obwohl uns beim ersten Mal gesagt wurde, wir müssten nun nichts mehr bezahlen, aber wegen 3 Euro wollten wir die gute Stimung nicht trüben. 20 Minuten um mit einem Auto über eine afrikanische Grenze zu kommen, gerne öfter;-)

In Botswana fiel sofort auf, dass es viel mehr Esel gibt, auch waren weniger Menschen am Straßenrand unterwegs.

Nach nochmal 3 km Sandpiste, dann die Ankunft bei Drotskys. Wir bekamen mit der Nr. 10 die letzte Hütte, und mussten nur vier mal den Panikschalter betätigen, bis die Velvet Monkeys (Meerkatzen), das Auto nicht mehr als Turngerät nutzten. Ja so ein Affe kann auf dem Drehgriff des Canopy sitzen!

Fahrt zum Camp Kwando, 21.05.2016

Fahrt zum Camp Kwando, 21.05.2016

Nach einem wie immer guten Frühstück in der Garden Lodge mit Blick auf den Chobe River packten wir unsere Sachen und fuhren zum Park, denn einen Teil der Strecke nach Kongola konnten wir durch den Park fahren. Somit hatten wir ein letztes Mal herrliche Ausblicke von oben auf den Chobe River. Die letzten 10 km waren übelster Tiefsand, dann standen wir an der A33 und fuhren die letzten Kilometer zur Grenze nach Namibia. Nun befanden wir uns auf dem Trans Caprivi Highway, mit wenigen potholes. Angekommen im Camp Kwando machten wir gleich eine Bootstour für diesen Nachmittag aus. Nicht vergleichbar mit dem Chobe River, aber trotzdem nett. Der Kwando River ist recht schmal, was bedeutet, dass die Hippos im Wasser sehr nah an den Booten sind. Entsprechend schnell fuhr unser Guide an den Dickhäutern vorbei. Ein Fischadler sass sehr fotogen auf einem Ast über dem Wasser. Ein Malachite Kingfisher hatte auch genug Geduld, bis jeder ein Bild hatte. Ein wunderschönes Vögelchen. Beim Abendessen auf der offenen Terasse wurde es recht frisch. Im Treehouse (unserem Zimmer, mit Zeltwänden) war es nachts recht kühl, aber es gab genug Decken. Zurück im Treehouse nach dem Essen kam ein wunderschöner grosser roter Kater an die Tür und schaute durchs Glas, er gehört zur Lodge und bandelt immer mit den Gästen an.

Vic Falls (Simbabwe Seite) 20.05.2016

Morgens um 8 Uhr wurden wir abgeholt und zur Grenze Botswana – Simbabwe gebracht. Der Ausreise- und Einreisevorgang dauerte seine Zeit, dann ging es zu einem anderen Fahrer, bei dem im Auto bereits eine Frau aus Garborone sass, die ebenfalls die Vic Falls besuchen wollte. Nach 2 Minuten Smalltalk sprach sie uns mit dearest friends an. Nachdem wir bereits am Parkeingang angekommen waren, beschlossen wir, zunächst einen Heliflug zu buchen. Der Fahrer rief dort an und wir fuhren zum Flugplatz. 13 Minuten dauerte das Vergnügen, kam uns aber sehr viel länger vor. Das Geld ist es wert, sich die Vic Falls aus der Luft anzusehen. Andreas sass neben dem Piloten und hatte prima Möglichkeiten, Fotos zu machen. Danach setzte uns der Fahrer beim Parkeingang ab. Wir besorgten uns 2 Regencapes (rental) und starteten den 16-Stationen-Walk. Dass Nebensaison ist, war zu merken, die Touristenströme waren kleiner als von uns befürchtet. Ab der 6. Station wurde es sehr nass und wir zogen unsere beiden Regenjacken übereinander, die mitgebrachte und die gemietete. Jetzt begann der intensiv feuchte Teil, man kann auch sagen, es gab Aussichtspunkte, an denen tropische Regenschauer niedergingen. In den Schuhen stand das Wasser, die Kamera hat es gerade so überlebt.

Anschliessend hiess es, erst mal wieder trocken zu werden. Ausserhalb vom Park gab es einen Wegweiser zum 550m entfernten Lookout Cafe, das sich als sehr gute Wahl herausstellte. Traumhafte Aussicht auf die Brücke, die Simbabwe und Sambia miteinander verbindet sowie auf die Schlucht des Sambesi. Und dazu noch ein sagenhafter Cappuccino, was sonst fast nirgens zu haben ist.

Die Rückreise ging deutlich zügiger, da wir an der Grenze ganz ohne Schlangestehen unsere nächsten Stempel bekamen. Zurück in der Garden Lodge schaute Charlie, eine der Katzen der Lodge, bei uns vorbei. Die Hippos und Elefanten waren an diesem Abend nicht im Garten der Lodge, sondern haben sich andere Plätze zum Grasen ausgesucht.