Erongo Wilderness Lodge

25. März 2017

Am Morgen haben wir uns für einen „Spaziergang“ ab 6:30 Uhr für 3 Stunden angemeldet.

Der Spaziergang war eine Wanderung auf den „Hausberg“ der Lodge. Dieser Berg, er ist gut vom Esszimmer aus zu sehen, besteht, wie fast das ganze Erongo Gebirge, aus Magma-Granit. Dieser hat die unangenehme Eigenschaft, sich wie eine Zwiebel aufzulösen. Es gibt also immer wieder lose Teile. Trotzdem ist er so griffig, dass man auch schiefe Ebenen gut hochkommt. Bis zum Sonnenaufgang gegen 7:20 Uhr haben wir es zwar nicht auf den Gipfel geschafft, aber es war auch ein paar Meter tiefer sehr schön.

Am Gipfel hatte man eine tolle Rundumsicht und dank des milden Morgenlichts war die Stimmung zauberhaft. Wir hoffen, die zwei Panoramen und die anderen Bilder können die Stimmung ansatzweise wiedergeben.

Danach gab es noch Erklärungen zu den Pavianen, die wir die ganze Zeit gesehen und gehört haben, sowie vielen Bäumen und Büschen. Mit uns war ein Paar aus der Türkei unterwegs.

Gegen 9:30 Uhr waren wir zurück und es gab erstmal ein ausgezeichnetes Frühstück.

sdr

Direkt neben dem Esszimmer gibt es ein Vogelbad. Da war ein ständiges Kommen und Gehen von ausgesprochen hübschen Vögeln: Rosenkopfpapagaien (Rosy-faced lovebird), einem Maskenweber, und dem Paradies Flycatcher-Paar, das über dem Zugangsweg zum Restaurant brütet. Auch ein Glanzstar hat gebadet. Es ist besser als Fernsehen ?

Gegen 16 Uhr gibt’s Kaffee und Gebäck, danach geht es zu einem Scenic Drive (normalerweise Gamedrive, aber das Wild hat wegen Regenzeit grad Ausgang). Es ging durch ein gerade so trockenes sandiges Flussbett zu einem anderen Felsen, in dem eine Höhle war. Hier gab es Felszeichnungen der San, so etwa 2000 Jahre alt. Ganz nett, aber dafür da hochkrabseln…..

Aus dem Rückweg gab es einen Sundowner mit schön beleuchteter Gewitterwolke im Osten.

Betreutes Campen Ende und Palmwag

23. März 2017

Die Aussendusche war gestern Abend bereits abgebaut worden, hätte aber bei diesem superschwülen Tag auch nicht viel ausgerichtet. Brian und Magnus bauten schweißtriefend das Camp ab, um 8:40 Uhr waren wir startbereit, das Thermometer zeigte bereits 28°C. 

Wir fuhren nun zum zweiten Mal durch das Hoanib Riverbed, heute bei strahlend blauem Himmel, der Sandsturm war weg und wir kamen zuerst an vielen Giraffen vorbei – und dann sahen wir Wüstenelefanten, ein Traum. Zunächst stand ein Bulle in Must (paarungsbereit, sehr aggressiv) mitten im Riverbed auf der Fahrspur und ein kleinerer Elefant war am Rand beim Hochkrabbeln zu sehen. Es waren noch 2 weitere Tiere in dieser Gruppe. Durch das hochgestellte Dach konnten wir die 4 Tiere lange beobachten. Der Bulle gab den Weg dann frei (wir hätten auch bedingt durch die schlechten Spuren nicht anders fahren können und warteten einfach solange, bis wir weiterfahren konnten).

Es macht riesigen Spaß, im Fahrzeug stehend durch die Landschaft zu fahren. Wir fuhren zunächst durch eine sehr karge Gegend, dann wurde es ziemlich grün auf einer weiten Ebene, wo sich eine Unzahl von Springböcken aufhielt; dann kamen wir durch Farmland und am Ende, bevor wir die Concession verließen, wurde es sehr kurvig und hügelig, wiederum mit phantastischen Ausblicken.

Auf dem Weg nach Sesfontain / Palmwag trafen wir am Straßenrand auf die Schwester von Magnus, begleitet von einer weiteren Erwachsenen und vielen Kindern, hier luden Magnus und Brian die vielen angebrochenen und nicht verbrauchten Lebensmittel ab, die sowieso nicht nach Swakopmund zurück transportiert hätten können, da gleich nach Palmwag der Veterinärzaun verläuft. Somit waren die Sachen sehr gut aufgehoben und dieses Procedere ist gängig und vernünftig.

Angekommen in der Palmwag Lodge, aßen wir mit Magnus zu Mittag und hatten ansonsten einen faulen Nachmittag, Magnus kümmerte sich um den Landrover, mit dem die beiden am nächsten Tag wieder nach Swakopmund fuhren, der Basis von Namibia Tracks and Trails. Zum Abendessen trafen wir uns nochmals zu viert, dann war Abschied nehmen angesagt.

Guided Camping Tour Palmwag Concession Tag 3

22. März 2017

Nach dem Frühstück packten Brian und Magnus alles zusammen und wir starteten zu unserem nächsten Camp im Tal des Mudirib Rivers.

Die Landschaft veränderte sich sehr während des Fahrens, die Erhebungen bestehen jetzt aus schräggestelltem Sedimentgestein. Wir standen an einigen sehr beeindruckenden Aussichtspunkten mit 360° Sicht. Ein Rhino bekamen wir auch zu sehen.

Unser Campingplatz war gewissermaßen rundum von Hügeln eingeschlossen. Leider waren uns die vielen Fliegen, die seit Dienstag abend um uns herumschwirrten, gefolgt. Bei 42° C eine schnelle Brotzeit, Brian und Magnus begannen mit dem Campaufbau.

Nachdem es mit den Fliegen kombiniert mit der Hitze unerträglich wurde, fuhren wir in Richtung des Hoanib Riverbeds zu einem Wasserloch. Das Plantschen wurde aber ersatzlos gestrichen, da wir schon einige Kilometer davor in einen Sandsturm kamen.

Laut Brian hatte er so etwas hier noch nie erlebt und somit war dies eine Fahrt in einer anderen Dimension. Wären wir selbst gefahren, wären wir höchstwahrscheinlich umgedreht.

Einige Giraffen waren zu sehen, sonst ausser frechen Affen keine größeren Tiere. Also irgendwann wieder umgedreht und erst mal zum Duschen.

Brian stöberte mit Schwarzlicht kleinere Skorpione auf (es gibt in Namibia 2 größere Arten, deren Stiche gefährlich sind, diese waren nicht darunter).

Super leckeres Abendessen, am Feuer sitzen und den Regen hören, der ganz leise und aus einzelnen Wolken aufs Zelt prasselt. Dadurch kühlte es in der Nacht nicht ab, es wurde bis zum nächsten Morgen sehr schwül.   

Guided Camping Tour Palmwag Concession Tag 2

21. März 2017

Mit einem ausgiebigen und leckeren Frühstück (da bleibt kein Wunsch offen, und das mitten im Nichts) begann der Tag um 7 Uhr, warmes Wasser zum Duschen (Wasser in einem Eimer, 12V Pumpe und Duschkopf an Kupferrohr gelötet … eine tolle Konstruktion!) gab es auch und um 8 Uhr ging es los zum Gamedrive.

Das Rhino, das wir gestern abend gesehen hatten, konnten wir nochmals beobachten. Wir fuhren zu verschiedenen Wasserstellen, aber die Wüstenelefanten, und auch alle anderen Verdächtigen konnten nur anhand ihrer Hinterlassenschaften nachgewiesen werden und ließen sich nicht blicken.

Nach Mittagessen und Pause ging es 2 weitere Stunden auf Suche nach Elefanten, aber die Sichtungsfee war nicht gnädig. Es gibt hier gerade keine vierbeinigen Säugetiere. Drei Zebras von sehr weit waren die Ausnahme zur Regel.

Mit Magnus fuhren wir zu einem wunderschönen Fleckchen für den Sundowner, und Brian war der große Kochkünstler an diesem Abend. Trotz einiger Wölkchen war der Nachthimmel an diesem Abend mindestens genauso schön wie der gestrige.

Heute haben wir den Temperaturrekord von mindestens 40 Grad Celcius geschafft. Die Fiegen scheinen das zu lieben und waren in einer unvorstellbaren Menge da. Als es kurz vor Sonnenuntergang ein Gewitter geben hätte können, kamen auf ein Mal viele Schmetterlinge und Libellen an unsere Baumgruppe. Sowas haben wir noch nie gesehen. Leider sind die Bilder davon nicht ansatzweise Aussagekräftig….

Guided Camping Tour Palmwag Concession Tag 1

20. März 2017

Wir waren recht gespannt, wie wir mit den Guides für die Campingtour zusammen kommen würden, unsere Reisebeschreibung war extrem nichtssagend.

Es stellte sich als total unproblematisch heraus: der Landrover stand gepackt vor der Palmwag-Lodge, als wir gegen 9:30 Uhr aus dem Etendeka Mountain Camp eintrafen. Da wir die einzigen Gäste auf der Tour waren, ging es auch gleich los. Es sollten 2 Nächte in einem Camp, und dann die Weiterfahrt zu einem zweiten Camp mit einer Nacht folgen.

Wir waren ca. 2 ½ h unterwegs zum Campingplatz Kai-Ais, wo wir für die nächsten 2 Nächte das Lager aufschlugen (wir beide schauten zu, Brian und Magnus arbeiteten). Ein Zelt für uns mit Feldbetten, davor 2 Waschplätze, ein Zelt für Magnus (Brian schäft immer auf dem Dach des Fahrzeugs), und in unsere Ecke kamen noch eine Dusche sowie eine Buschtoilette.

Nach Picknick und Siesta gab es die erste Erkundungsfahrt, auf der wir auf ein Nashorn stießen Brian wollte uns an einer Wasserquelle gerade etwas über die Geologie erzählen, als er meinte, wir sollten ganz langsam zum Auto zurückgehen. Unter einem Baum sehr nah von unserem Standort lag ein Nashorn, die 4 Füße uns entgegenstreckend und schlief wohl; es stand nach einer Weile auf, als wir bereits im Fahrzeug saßen.

Wir fuhren einmal um den Block und gingen dann aus anderer, erhöhter Position noch zu Fuß Richtung Rhino, das mit Trinken und Grasen beschäftigt war und konnten es aus ca. 50m relativ lange beobachten.

Zurück im Camp roch es schon verlockend nach Essen, Magnus und Brian kochen riesige Portionen, alles sehr lecker, aber es könnten noch recht viele andere mitessen. Abschließend saßen wir beim Feuer zusammen, der Sternenhimmel war mal wieder überwältigend. Es war sehr warm (36-38 Grad) und langsam kamen die Fliegen.

Leider sind die meisten Tiere dem Regen entgegen gezogen, so dass die Wüste sehr arm an 4-Beinern war.

Etendeka Mountain Camp

19. März 2017

Nach dem Frühstück in großer Runde reisten 11 Gäste ab.

Mit den beiden anderen Deutschen und Boni ging es 3 ½ Stunden spazieren, was sehr interessant war mit den vielen Erklärungen zu Bäumen , Pflanzen, Vögeln und vielem mehr.

Mittagessen, Siesta und am späten Nachmittag ein schöner Sundownerdrive durch das Etendeka-Gelände. Wir konnten recht viele Zebras und Oryx  beobachen, die aus dem Palmwag-Gebiet nach Etendeka gewandert sind, weil es hier geregnet hat und dort nicht.

Leider sind die Bilder nicht ganz so leicht auszusuchen, deswegen nur wenige Tiere.

Onguma/Etosha Tag 2

10.03.17

Frühstück gab es gemütlich um 8:00 Uhr, nur wir beide, dann ging es auf eigene Faust in den Park, gestern waren wir rund um Namutoni unterwegs gewesen, heute fuhren wir Richtung Halali. Wir konnten ein Rhino ziemlich lange beobachten, wie es über die Ebene zog, schließlich die Straße querte und letztendlich im Gebüsch verschwand. Von allen Urlaubstagen ist dies der bisher sonnigste, bis 30° C warm, also beste Fotos garantiert. Die Pans sind mit viel Wasser gefüllt, ein Anblick, den wir so nicht kannten. Ein Guide hielt uns an und fragte, ob und welche Tiere wir gesehen hätten, es ist auch für die nicht einfach, die Tiere auszumachen. Wir entdeckten weitere Blue Cranes, 2 Sekretärvögel und größere Herden Gnu, Zebras, Springböcke und Impalas. Kudus und Elefanten waren wieder nicht zu sehen. Zumindest das eine oder andere Oryx zeigte sich, hier hatten wir doch viel viel mehr in Okonjima sehen können.

Nachmittags zog sich ein heftiges Unwetter zusammen, wir hatten aber Glück, da wir nur relativ wenig Regen abbekamen. In Onguma sind die Straßen wieder zu Wasserflächen gefüllt worden. Überhaupt ist es ziemlich spannend, mit dem Fahrzeug durch die riesigen Wasserlachen zu fahren, weil man nicht weiß, wie tief diese sind. Auf den trockenen Straßen umfährt man möglichst die tiefen Löcher, mit Wasser kommt es zuweilen anders. Bisher haben wir hier Glück gehabt, aber das Fahrzeug könnte noch Überraschungen bieten, es klappert am Unterboden recht gewaltig, was bei fast 50000 km und den Straßen einschl. des guten Werkstattservice nicht verwunderlich ist. 

Onguma/Etosha Tag 1

09.März 2017

Um 5:30 Uhr war Aufstehen angesagt, 6:00 Uhr Frühstück und 6:30 Uhr Abfahrt mit Armstrong in den Etosha Park. Da es zu dieser Zeit überall genügend Wasser gibt, sind die Tiere nicht auf die Wasserlöcher angewiesen, somit zeigen sich nicht so viele wie in der Dürrezeit. Trotzdem bekamen wir mehrere Rhinos von Weitem zu sehen, davon eines ziemlich gut, Blue Cranes und jede Menge Antilopen. Kudus und Elefanten machen sich völlig rar.

Gegen Mittag wieder zurück, gab es ein extraordinäres Mittagessen für uns beide alleine. Neue Gäste kamen an diesem Tag nicht an.

Nachmittags ging es dann auf eigene Faust wiederum in den Park, das Wetter wurde sichtlich besser, morgens war es schon sehr trüb gewesen. Abends wurde dann auch das Feuer angezündet, allerdings zog sich ein Gewitter zusammen, so dass es zunächst danach aussah, dass die Nacht sehr unruhig verlaufen würde, war aber nicht der Fall, das Gewitter zog weg und wir schliefen tief und fest.

 

PS: Ich glaube die Kommentarfunktion hat sich wieder eingekriegt. Bitte testet es. Kommt eine Fehlermeldung, dann bitte per e-Mail das Melden. Vielen Dank!

Ankunft auf Onguma – Das Tree Top Camp

08. März 2017

Beim Aufstehen hat es schon sehr geregnet, vor dem Frühstück kamen schon 2 Steinböckchen am Bungalow vorbei. Gegen 8 Uhr 30 fuhren wir los und konnten endlich Fotos machen von einem Shaft-tailed Whydah, der wunderschöne lange Schwanzfedern hat.

Gegen 14 Uhr kamen wir in Onguma an, hier hat es ziemlich geregnet, es ist recht trübe. Onguma ist ein privates Reservat, das direkt im Osten an Etosha anschließt. Getrennt vom Nationalpark ist es durch den Veterinärzaun. Dieser trennt Nord von Süd-Namibia, so dass Tierseuchen (der Nutztiere) sich nicht auf das ganze Land ausbreiten können. Für die meisten größeren Tiere ist der Zaun undurchdringbar.

Das Tree Top Camp besteht aus 4 Hütten und einem Haupthaus, ist also ziemlich übersichtlich und anheimelig.

Um 17:00 Uhr fuhren wir mit Armstrong, unserem Guide, zum Sundowner und haben unterwegs recht viele Tiere gesehen. Die Wege im Reservat sind extrem schlammig, selbst fahren ist also abseits der Zufahrt nicht möglich. Wir haben einen Cheetah auf der anderen Seite des Zauns (schon Etosha) ausfindig gemacht, der sich im hohen Gras hingelegt hatte. Insgesamt standen 3 Fahrzeuge am Schluss da, wir waren allerdings die einzigen, die den Cheetah mehrmals aufstehen sahen. Ein anderes Fahrzeug blieb beim Wegfahren stecken, es war aber problemlos möglich, dass Armstrong mit unserem Fahrzeug das andere herauszog. Das Abendessen (sterneverdächtig) verbrachten wir mit 4 weiteren Gästen.