9. Mai: Auf in den Krüger

Wir sind recht früh losgefahren und kamen gut voran. Am Anfang die Baumplantagen, oben Kiefern, weiter unten Laubbäume, die wir nicht identifizieren konnten. An einem Stausee haben wir kurz gehalten, die Sicht aufs Wasser war recht schön.

Danach fuhren wir durch eine endlose Ansiedelung, bis es rechts weg in Richtung Krüger bzw. Timbavati Reserve geht.

Hier haben wir leider dem Navi zu sehr vertraut und sind einen Umweg mit recht spannender Wegführung gefahren. Zum Glück ist das Auto etwas geländegängig. Kratzer hat es jetzt auf jeden Fall mehr als zuvor.

Wir kamen kurz nach 13 Uhr an, was gut war, denn um 14 Uhr gabs Mittagessen und um 16 Uhr den abendlichen Gamedrive, der hier bis in die Nacht geht.

Auf dem Gelände treiben sich ziemlich gemeine Gelbschnabeltokos rum, sie zerstören die Scheibenwischerblätter, da sie versuchen, die Wischerlippe abzuziehen. Einen konnte Andreas auf frischer Tat ertappen, und dann hat er die Wischer abmontiert….

Um 16 Uhr ging es los. Zuerst nur die üblichen Verdächtigen, Impala, Warzenschweine. Dann Elefanten mit Kleinen, die bis auf zwei Meter ans Auto kamen und uns interessiert aber gelangweilt angeschaut haben. Sehr schön. Danach wurden Geier gesichtet, und auch ihr Ziel wurde gefunden. Ein totes Impala Männchen. Eine einzelne Hyänendame hat die Geier auch gesehen und sich das nicht entgehen lassen. Ein sehr blutiges Schauspiel, und die Geräusche der brechenden Knochen sind auch nicht alltäglich. Davon gibt es einige Bilder, hier zeigen wir nur eines davon, auf dem man die Muskeln im Kiefer erahnen kann. Mehr lesen

Fahrt nach Sabie

Nach einem schönen Frühstück im Brooklyn Manor ging es durch den Stadtverkehr in Pretoria auf die N4 nach Osten. Die Straße begann als 8 spurige Autobahn und hat sich Stück für Stück auf 4 Spuren ohne Mittelleitplanke verkleinert. Zwischendurch gab es Stau, weil auf einer Baustelle eine Schilderbrücke montiert wurde. Manch einer hat einfach gewendet und ist zur Ausfahrt zurück.  TAB (That‘s Africa Babe).

Die Landschaft wechselte zwischen rauchenden Industrieschloten und trockenen Maisfeldern ab, es war zuerst recht eintönig.

Gegen Mittag kamen wir in Dullstroom an. Ein kleiner Ort mit vielen touristischen Möglichkeiten, Geld auszugeben: Kunsthandwerk, Restaurants, Kunsthandwerk, Brewery etc.

Durch einen Tipp aus dem Namibia-Forum haben wir in einer Nebenstraße das Restaurant Mrs. Simpson’s aufgesucht. Und das war ein sehr guter Tipp, das Essen gut, das Ambiente besonders. Oder wer war schon in einem „Schuhgeschäft“ essen? Überall standen Stilettos selbst auf den Gardinenstangen. Bilder davon gabs nicht. Beim Verlassen des Restaurants dann die erste Katze: Wallis, die eigentliche Mrs. Simpson, die schon im nationalen Fernsehen zu sehen war.

Nach Dullstroom kam noch ein Stück Schlaglochpiste, dann begann die Panorama Route und die Landschaft wurde ansprechender. Die Fahrt über den Longtom Pass war sehr nett, zumal der Himmel schön blau war. Leider gab es viele Buschfeuer, deren Rauch weit zu sehen war. Mehr lesen

Windhoek und Rückreise

27. März 2017

Leider stellte sich am Morgen dann heraus, dass keiner der Anbieter der City-Touren für uns einen Platz hatte bzw. eine Tour anbot, aber die Rezeptionistin organisierte, dass Brus, ein Angestellter, uns für 3 Stunden mit dem Auto durch die Stadt fuhr. Brus wartete mit erstaunlich viel Wissen auf und machte seine Sache sehr gut, wir waren sehr angetan. Auch war sonst keiner mit dabei, das war natürlich genial.

Wir fuhren auch nach Katatura, dem Stadtteil von Windhoek im Norden, in dem die arme schwarze Bevölkerung lebt. Manchmal wird von Slum gesprochen, aber die südamerikanischen Slums sind sicher etwas anderes. Schön ist es trotzdem nicht, dass tausende Landflüchtlinge in Wellblechhütten ohne Wasser, Strom und Sanitäranlagen dort hausen.

Im älteren Teil, der noch als Stadtviertel angelegt war und in dem die verschieden Ethnien in unterschiedlichen Bereichen leben (in der Hans-Dietrich Gentscher Straße z.B. Nama und Oshiwambo) besuchten wir einen offenen Markt. Der Fleischteil ist sicher nichts für Zartbesaitete, und bei den Oshiwambo gab es die bekannten Mopane-Raupen. Die Bilder des Marktes sind z.T. mit hoher ISO Zahl und aus der Hüfte geschossen. Jeder, der eine Kamera sieht hält die Hand auf….

Danach gab es ein letztes Lunch im Olive Grove und gegen 13 Uhr ging es zum Flughafen. Auch beim dritten Mal Auto hier abgeben fanden wir die Einfahrt nicht auf Anhieb. AVIS stellte sich einfach an, kaputte Scheibenwischer? Sorry. Nummernschild weg, macht nichts. Rechnung wäre in 30 Minuten fertig. Wir waren aber nach 15 Minuten ohne Gepäck und mit frisch gedruckten Bordkarten am Schalter. Leider noch keine Rechnung. Wir sollten 15 Minuten warten. Haben wir, aber nicht auf AVIS. Die Rechnung gibt es nachher online.

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Der Flug startete pünktlich und in Johannesburg haben wir erstmals mit der biometrischen Erkennung bei der Einreisekontrolle Bekanntschaft gemacht. In Süd-Afrika muss man wohl damit rechnen, dass man wirklich alle 10 Finger und eine Gesichtserkennung braucht, bis man sich sicher ist, dass der Pass zur Person vor einem gehört?!?!?

Dadurch hatten wir die kürzeste Aufenthaltszeit in Johannesburg ever. Nicht mal eine Stunde nach der Kontrolle ging es schon in den Flieger nach Zürich. Keine Zeit, durch die Lieblingsläden „Out of Africa“ und „Indaba“ zu streifen.

Fahrt nach Windhoek

26. März 2017

Da wir nur eine Fahrzeit von etwa 2,5 h vor uns hatten, konnten wir gemütlich frühstücken und sind ohne Hast von diesem wunderschönen Fleckchen Erde weggefahren. Auf der B2 war reger Verkehr, nach 3 Wochen sehr ungewohnt.

Das „Olive Grove Guesthouse“ besitzt einen lauschigen Innenhof und ist auch so recht ansprechend.

In Windhoek kann man am Wochenende, speziell am Sonntag recht wenig unternehmen, Museen und sonstige öffentliche Einrichtungen sind geschlossen, die Geschäfte sowieso (im Gegensatz zu Swakopmund), die Stadt ist ausgestorben. Wir haben versucht, eine Stadtrundfahrt für den Montag reservieren zu lassen, hatten aber keine Rückmeldung, ob dies klappen würde.

Wir legten noch einen kleinen Marsch ein Richtung Zentrum, um unsere Bargeldvorräte aufzufüllen und packten ansonsten unsere sieben Sachen zusammen, die durch viele Einkäufe doch recht umfangreich geworden waren im Vergleich zur Hinreise.

seDas sehr leckere Abendessen – die Küche hatten wir im Blick von unserem Terassenplatz aus und konnten der Köchin direkt unsere Komplimente über das Essen zurufen – rundete den Abend ab. In unserem schönen Zimmer wartete noch ein kleines Silbertablett mit Portwein und Schokolade auf uns, das während des Essens dort hingebracht worden war, eine nette Aufmerksamkeit.

Erongo Wilderness Lodge

25. März 2017

Am Morgen haben wir uns für einen „Spaziergang“ ab 6:30 Uhr für 3 Stunden angemeldet.

Der Spaziergang war eine Wanderung auf den „Hausberg“ der Lodge. Dieser Berg, er ist gut vom Esszimmer aus zu sehen, besteht, wie fast das ganze Erongo Gebirge, aus Magma-Granit. Dieser hat die unangenehme Eigenschaft, sich wie eine Zwiebel aufzulösen. Es gibt also immer wieder lose Teile. Trotzdem ist er so griffig, dass man auch schiefe Ebenen gut hochkommt. Bis zum Sonnenaufgang gegen 7:20 Uhr haben wir es zwar nicht auf den Gipfel geschafft, aber es war auch ein paar Meter tiefer sehr schön.

Am Gipfel hatte man eine tolle Rundumsicht und dank des milden Morgenlichts war die Stimmung zauberhaft. Wir hoffen, die zwei Panoramen und die anderen Bilder können die Stimmung ansatzweise wiedergeben.

Danach gab es noch Erklärungen zu den Pavianen, die wir die ganze Zeit gesehen und gehört haben, sowie vielen Bäumen und Büschen. Mit uns war ein Paar aus der Türkei unterwegs.

Gegen 9:30 Uhr waren wir zurück und es gab erstmal ein ausgezeichnetes Frühstück.

Frühstück, was will man mehr?

Direkt neben dem Esszimmer gibt es ein Vogelbad. Da war ein ständiges Kommen und Gehen von ausgesprochen hübschen Vögeln: Rosenkopfpapagaien (Rosy-faced lovebird), einem Maskenweber, und dem Paradies Flycatcher-Paar, das über dem Zugangsweg zum Restaurant brütet. Auch ein Glanzstar hat gebadet. Es ist besser als Fernsehen ?

Gegen 16 Uhr gibt’s Kaffee und Gebäck, danach geht es zu einem Scenic Drive (normalerweise Gamedrive, aber das Wild hat wegen Regenzeit grad Ausgang). Es ging durch ein gerade so trockenes sandiges Flussbett zu einem anderen Felsen, in dem eine Höhle war. Hier gab es Felszeichnungen der San, so etwa 2000 Jahre alt. Ganz nett, aber dafür da hochkrabseln…..

Aus dem Rückweg gab es einen Sundowner mit schön beleuchteter Gewitterwolke im Osten.

Etendeka Mountain Camp

19. März 2017

Nach dem Frühstück in großer Runde reisten 11 Gäste ab.

Mit den beiden anderen Deutschen und Boni ging es 3 ½ Stunden spazieren, was sehr interessant war mit den vielen Erklärungen zu Bäumen , Pflanzen, Vögeln und vielem mehr.

Mittagessen, Siesta und am späten Nachmittag ein schöner Sundownerdrive durch das Etendeka-Gelände. Wir konnten recht viele Zebras und Oryx  beobachen, die aus dem Palmwag-Gebiet nach Etendeka gewandert sind, weil es hier geregnet hat und dort nicht.

Leider sind die Bilder nicht ganz so leicht auszusuchen, deswegen nur wenige Tiere.

Fahrt zum Etendeka Mountain Camp

18. März 2017

Da wir nur eine sehr kurze Fahrstrecke nach Palmwag an diesem Tag vor uns hatten, sind wir noch in die Gegenrichtung nach Sesfontain gefahren.

Der Ort macht nicht viel her, das alte ehemalige Fort ist nun eine Lodge mit einem schön hergerichteten Innenbereich und ein kleiner Soldatenfriedhof liegt davor (3 deutsche Gräber). Der Ort verfügt auch über eine Tankstelle, die uns zunächst geschlossen bzw. ausser Betrieb zu sein schien, aber wir hörten ein recht höfliches Hallo vom „Nebengrundstück“ mit dem Hinweis, wenn wir mit der Fortbesichtigung fertig seien, könnten wir zur Tankstelle kommen. Diese Tankstelle wäre  bei uns schon vor 30 Jahren geschlossen worden.

Nach dem Abstecher fuhren wir ein Stück die D3710 zurück, die wir am Donnerstagabend bereits gefahren waren, aber aufgrund der Zeitknappheit konnten wir die schöne Aussicht erst jetzt genießen.

Die Fahrt nach Palmwag dauerte dann wirklich nicht lange, gegen 13:30 Uhr kamen wir in der Lodge an, um dort auf den Transfer zum Etendeka Mountain Camp zu warten. Der Fahrer stand bereits da, allerdings fehlten noch 2 weitere Gäste, die durch einen platten Reifen und Fehlinformationen bzgl. Pick-up Point für Etendeka mit 1 Stunde Verspätung eintrafen. Gegen 17:00 Uhr ging es dann endlich los, 1,5 h rumpeligste Fahrt zum wunderschön gelegenen Camp, mitten im Nichts.

Unser Zelt ist das am weitesten aussen gelegene auf dieser Seite mit einer schönen Sonnenbeschirmung davor aus wildem Rosinenholz sowie einem interessanten Aussenbad mit Eimerdusche. Die Mahlzeiten werden im Haupthaus an einem großen Tisch zusammen eingenommen. Es waren am ersten Abend noch 11 weitere Gäste da, trotzdem war es ein sehr gemütlicher Abend. Bonifatius fungiert nicht nur als Guide, sondern stellt die Neuankömmlinge vor erklärt in seiner Sprache sowie in Englisch das Menü und sorgt für gute Unterhaltung.

Zum Abendessen gab es Hühnchen, das am Lagerfeuer in Alufolie gegart wurde. Ein Öko-Camp, wie es immer mehr werden!

Khowarib Lodge

17. März 2017

Nach dem Frühstück, bei dem sich auch die Hauskatze zeigte, ging es um 8 Uhr los zu einer 3h dauernden Wanderung in die Hoanib Schlucht. Hierbei wurde uns durch den Guide Mbara die Vielzahl der Bäume erklärt. Leider können wir uns die Namen nicht wirklich merken, nur der Mopane Baum hat für Himba und Damara eine Bedeutung und ist sehr verbreitet. Es ging erst auf der einen Flussseite aufwärts, dann über den Fluss und am Ende über den 4×4 Trail zum Etosha zurück. Ganz klar, zu hart für uns, werden wir dieses Abenteuer nicht machen. Mbara meinte, wenn man den Weg um diese Zeit des Jahres benutzt, müsste man sich keine Gedanken machen, dass Hilfe kommt, sofern man mit dem Fahrzeug liegen bleibt.

Nach einem Lunch wurde ein 360 Grad Panorama des offenen Aussenbadezimmers (Sonnenschutz besteht aus einem Geflecht aus Hölzern) in schönstem Sonnenschein gemacht. 15 Minuten später gingen die Gewitter incl. Stromausfall los und der Sundowner muss heute ohne Sonnenuntergang von statten gehen.

Während des Abendessen ging ein Gewitter direkt über der Lodge runter. 2 Blitze haben in unmittelbarer Nähe unter ohrenbetäubendem Donner eingeschlagen. Der Strom fiel aus, und ist auch durch ein paar Intermezzos unbeeindruckt für Stunden weg. Vor unserem Zelt wurde der Sand weggespült und die Wasserleitungen zur Aussendusche liegen jetzt frei. Leider kam auch Wasser ins Zelt und unsere rote „Expedition“ Tasche hat alles aufgesaugt. Natürlich mit den Kleidungsstücken drin. Mal sehen, ob wir die wieder trocken bekommen, sollte bei 30 Grad eigentlich kein Thema sein, wenn die Tasche nur nicht dauernd zu sein müsste….

Epupa Falls, Epupa Camp, Tag 3

15. März 2017

Nach dem Frühstück sind wir mit unserem Offroad-Schweinderl die Strecke in Richtung Ruacana vorbei an der Himba-Siedlung, die wir gestern besucht haben, gefahren bis zu der Stelle, an der ein Fluss durchquert werden muss, zu der wir die Info erhalten hatten, dass sie zur Zeit evtl. nicht passierbar ist. Da wir ja einfach die Gegend erkunden wollten auf der Suche nach schönen Fotomotiven, spielte es für uns keine Rolle, wie weit wir auf der Straße nach Ruacana kommen würden.

Den Nachmittag verbrachten wir im Camp und zogen abends erneut in Richtung der Wasserfälle los. Es war schon absehbar, dass ein Gewitter kommen könnte. Nach dem Abendessen hatte man den Eindruck, dass das schlechte Wetter woanders heruntergehen würde, aber pünktlich zu Mitternacht begann es zu stürmen, das Gewitter war da einschließlich starkem Regen, so dass wir versuchten, unser Zelt sturmfest zu machen. Der Wasserstand des Flusses erhöhte sich in dieser Nacht um 20 cm, bedingt durch den Regen und die verschiedenen Gewitter, die durchzogen, war die Nacht eher mit wenig Schlafen verbunden.

Epupa Falls, Epupa Camp, Tag 2

14. März 2017

Nach einer sehr schwülen Nacht (mit einem wunderschönen Mond über dem Wasser um 6 Uhr 40) und einem sehr guten Frühstück fuhren wir mit einem Guide zu einer Himbasiedlung. Sehr malerisch gelegen an der berühmt-berüchtigten Straße D3700 nach Ruancana etwa 5km von Epupa weg. Wir waren die einzigen Gäste und bekamen einen sehr ausführlichen Rundgang durch unsern Guide. In der Hütte des Oberhaupts konnten wir zusammen mit seiner ersten Frau viele traditionelle Schmuckstücke betrachten und anfassen. Was die Mädchen und Frauen der Himbas im Laufe des Erwachsen werdens, Heiratens und ggf. Trauern um den Ehemann im wörtlichsten Sinne ertragen müssen, ist beindruckend. Fast aller Schmuck, der auf den Bildern an den Mädchen und Frauen zu sehen ist, ist aus Metall und entsprechend schwer.  Auch trugen wir die gutriechende „Paste“ auf, mit der die Himbas ihre Haut bestreichen.

Obwohl diese „Ureinwohner“ noch sehr archaisch leben, die Siedlung ist kein „Museumsdorf“, kennen sie natürlich die heutige Welt mit Spar und H&M, sowie deren Plastiktüten sowie Auto und Handy (keine Ahnung wo die Dinger geladen werden, Strom gibts offensichtlich nicht in der Siedlung).

Es wurden auch selbst gemachte (einfachere) Schmuckstücke zum Verkauf angeboten (wir wurden fündig) und nach Übergabe verschiedener Naturalien durch den Guide (Maismehl etc.) ging es mit einigen Passagieren mehr zurück nach Epupa. Es stand eine Beerdigung an, und der Clan musste dort hin, die Mitfahrgelegenheit wurde voll genutzt.

Ein eindrucksvoller Besuch in einer anderen Welt, wir durften die Himbas fotografieren, übertrieben es aber nicht.

Nachmittags fuhren wir zu einer Schlucht auf nicht in allen Landkarten verzeichneten Wegen und gingen dem Pfeifen unzähliger Rosenkopfpapageien nach, die sich dort versammelt hatten. Auf dem Weg fuhren wir an einer Himbagrabstätte vorbei, aber wir wollten keine kulturellen Fauxpas riskieren und machten keine Fotos.

Gegen 17:00 Uhr stand die Sundownertour an (die wir gestern schon machen wollten), es ging zunächst zum vorderen Teil der Wasserfälle und anschließend zum Viewpoint, der in den umtriebigen Monaten sicherlich überbevölkert ist und den wir für uns alleine hatten. Die Wasserfälle sind nur von der Namibia-Seite aus gut zu sehen. Der Kunene River ist die Grenze zu Angola, der größte Teil der Fälle liegt auf Angolanischer Seite, der höchste Fall allerdings in Namibia. Fast alles, was auf dem Panorama zu sehen ist, ist Angola, bis auf den letzten großen Wasserfall rechts im Bild. Dank des Hchwassers sind die Fälle auf jeden Fall beeindruckender, wie zu den trockenen Monaten September oder Oktober. Wie bei den Vic-Falls letztes Jahr, also Glück mit dem Wasserstand.

Zum Abendessen zurück haben wir die neuen Gäste gesehen. Man muss sich das so vorstellen, die Tische zum Essen stehen 1-3m vom Wasser weg. Nur Vogelgezwitscher und Rauschen des Flusses. Und nun spielt das Paar am Nebentisch mit seinen technischen Geräten und siehe da, aus einer Kiste kommt Musik. Die wurde zwar sehr leise gehört und auch weg von den anderen Tischen gestrahlt. Aber bei 3 belegten Tischen ist das natürlich schön, dass man sich mitten im Nirgendwo nicht mit der Natur beschäftigen muss.

Auf der Liste der gesehenen, aber nicht fotografierten Tiere, gibt es ein paar Neueinträge: kleine Schlange im Baum über dem Zelt (sah zuerst aus wie so eine Mopane Raupe), Mauersegler beim Sundowner, unzählige Nachtfalter, die sich an die Makalani Früchte machen, sobald es dämmrig wird, Baby Krokodil (30cm), junger Bateleur.