21. Mai: Heimreise

Wir verzichteten auf eine letzte Rundfahrt durch das Reservat und entschieden uns für Frühstück um 8:30 Uhr.

Es war ein Traum, aber seht selbst. Unten die Handybilder davon.

Danach haben wir noch einen Rundgang durch die anderen Chalets gemacht und uns dann verabschiedet.

Die Fahrt zum Flughafen war Ereignisarm, genauso wie die Rückgabe des Autos. Die Rechnung ist aber noch nicht da, das Auto hatte einen sogenannten e-Tag, mit dem die Maut auf den Autobahnen abgerechnet wird. Das Ding ist eine Streichholzschachtel große Plastikkiste, die an der Windschutzscheibe angeklebt ist und unter Mautbrücken oder Mautstationen mit Schranke piepst und gut ist, bzw. die Schranke öffnet sich. So eine Technik wird es in Deutschland nie geben, das ist zu einfach.

Inzwischen sind wir in der Lounge und warten auf das Boarding.

Fahrt nach Sabie

Nach einem schönen Frühstück im Brooklyn Manor ging es durch den Stadtverkehr in Pretoria auf die N4 nach Osten. Die Straße begann als 8 spurige Autobahn und hat sich Stück für Stück auf 4 Spuren ohne Mittelleitplanke verkleinert. Zwischendurch gab es Stau, weil auf einer Baustelle eine Schilderbrücke montiert wurde. Manch einer hat einfach gewendet und ist zur Ausfahrt zurück.  TAB (That‘s Africa Babe).

Die Landschaft wechselte zwischen rauchenden Industrieschloten und trockenen Maisfeldern ab, es war zuerst recht eintönig.

Gegen Mittag kamen wir in Dullstroom an. Ein kleiner Ort mit vielen touristischen Möglichkeiten, Geld auszugeben: Kunsthandwerk, Restaurants, Kunsthandwerk, Brewery etc.

Durch einen Tipp aus dem Namibia-Forum haben wir in einer Nebenstraße das Restaurant Mrs. Simpson’s aufgesucht. Und das war ein sehr guter Tipp, das Essen gut, das Ambiente besonders. Oder wer war schon in einem „Schuhgeschäft“ essen? Überall standen Stilettos selbst auf den Gardinenstangen. Bilder davon gabs nicht. Beim Verlassen des Restaurants dann die erste Katze: Wallis, die eigentliche Mrs. Simpson, die schon im nationalen Fernsehen zu sehen war.

Nach Dullstroom kam noch ein Stück Schlaglochpiste, dann begann die Panorama Route und die Landschaft wurde ansprechender. Die Fahrt über den Longtom Pass war sehr nett, zumal der Himmel schön blau war. Leider gab es viele Buschfeuer, deren Rauch weit zu sehen war. Mehr lesen

Zürich

Wir sind pünktlich um 6:12 Uhr in Zürich gelandet, der Pilot hat freundlich von 3 Grad Celsius gesprochen. Hat er nicht eine Null vergessen?

Einreisekontrolle ging fix, und wir sitzen nun müde in der Longe und warten auf den Flug um 9:35 Uhr nach Stuttgart. Warum haben wir nicht den früheren genommen? So reibungsfrei sind wir noch nie in Zürich angekommen….

Bilder sind auf dem Stand, der vom Notebook aus gemacht werden kann. Es gibt noch 360 Grad Panoramen, die nur der PC Zuhause verarbeiten kann, und auch die Zeitraffer und Videos können erst dann verarbeitet und Online gestellt werden. Dafür reicht die Rechenleistung des mobilen Rechners einfach nicht aus.

 

Palmquell Lodge, Windhoek

Der Flug von Johannesburg nach Winhoek war ziemlich ereignislos. Es wurde eine Flugzeit von 1h 40 min. und eine erwartete Landung gegen 16:12 Uhr angesagt. So gegen 15:45 Uhr sprach der Pilot von Gewittern rund um den Flughafen in Windhoek und dass er sich jetzt beeilen würde, damit wir früher ankommen, so gegen 16:15 Uhr. Es lag vielleicht auch an unserem Englisch, dass wir den Gag darin nicht ganz verstanden haben 😉

Der Rest war Routine. Einreiseformular gabs im Flugzeug nicht, also schnell ausfüllen, in die Schlange stellen, Stempel in den Pass, Gepäck abholen. Und hier stand ein kleiner älterer Mann ganz aufgeregt, er habe unser Gepäck ganz schlau an den Anhängern erkannt und schon auf einen Wagen gelegt, er nehme alle Währungen 🙂 Netter Service…

Der Geldautomat der Bank Windhoek hat mit der comdirect Visa diesmal Geld ausgespuckt, man muss nur Quick Cash und Cheque auswählen, dann geht’s mit der Visa…..

Was völlig anders ist, wo es aber noch kein Bild davon gibt, ist das grüne Gras. Das Gras, das wir als Sonnengelb getrocknet oder schon abgefressen kennen ist jetzt saftig grün. Als kleiner Minuspunkt kommt dafür eine schwüle Wärme auf.

De Unterkunft war dank Navi sehr leicht zu finden. Sie ist wirklich ganz nett mit vielen Vögeln oben in den Palmen und etwas Verkehrslärm. Das Essen war gut und reichlich, nach den üblichen Sundownergetränken (Rock Shandy und Gin Tonic) ging es recht müde früh ins Bett.

Namibia ist Deutschland gerade eine Stunde voraus.

Zwischenstopp in Johannesburg

Nach einem recht ruhigen Flug, kamen wir 20 Minuten vor der geplanten Zeit in Johannesburg an. Die Zeit wurde durch eine klemmende Tür an der Fluggastbrücke gleich wieder aufgebraucht. Trotzdem kamen wir sehr gut durch die Einreiseprozedur. Man berichtet, dass man dafür 2h brauchen kann und es besser ist, sich einen Meet&Greet zu buchen (80 US$), der einen vorbei an den Schlangen durch die Immigration schleust. Wir haben zwei dieser Aktionen gesehen. Die eine hat genau 0,0 Minuten auf uns gewonnen, die andere vielleicht 10, da die Schlange hinter uns schnell länger wurde.

Die völlig inkompetente Sicherheitskontrolle hat das Handy eines Fluggastes nach uns (gehörte zur Delegation 0,0 Minuten Meet&Greet) heruntergeschmissen, es war danach mehrteilig. Bei uns wurde nur ein kleines Döschen mit NoNoise Ohrstöpseln verschlampt, weil völlig unnötig Hektik beim Leeren der Sicherheitsbehälter verbreitet wurde. Dieser Verlust ist verschmerzbar.

Jetzt sitzen wir frisch geduscht in der Baobab Lounge der SAA und warten auf den Flug nach Windhoek (14:30 Uhr Ortszeit, 13:30 MEZ) und drehen noch eine Runde durch die immer wieder schönen Läden „Out of Africa“ und „Indaba“.

Unterwegs – der Urlaub hat begonnen!

Wir sind pünktlich vom Taxi abgeholt worden und trotz eines nicht sehr sicher fahrenden Fahrers gut am Flughafen angekommen (die Fahrprüfung hätte er nicht bestanden). Das Flugzeug von Stuttgart nach Zürich war eine Bombardier Dash Q400. Ein Hochdecker mit 2 Propelloren. So winzig, dass unsere Fotorucksäcke nicht in das Gepäckfach über dem Sitz passen. Siehe das Handybild oben. Für die Kollegen, so ein Ding fliegt Stuttgart-Braunschweig….

Wir haben sie daher abgeben müssen, damit sie hinten eingeladen werden. Das Einladen hat gedauert und plötzlich wurde Handgepäck in die Kabine gebracht. Natürlich unsere Fotorucksäcke. Leider haben wir erst beim zweiten mitbekommen, dass er uns gehört. Und so haben wir beim Aussteigen warten dürfen, bis der letzte ausgestiegen war, damit wir den zweiten Rucksack auch wieder bekommen.

Jetzt sitzen wir im Terminal E in Zürich und warten auf 22:20 Uhr, da dürfen wir nämlich einsteigen in den Flieger nach Johannesburg. Wir sind wie beim letzten Mal der letzte Flieger, der Zürich heute verlässt, danach geht das Licht im Terminal aus.

Rückreise, 30. und 31.05.2016

Nach der Landung in Maun – nennt sich zwar International Airport, hat aber doch nur die Größe einer Schulturnhalle – fanden wir einen völlig überlaufenen Flughafen vor. Am Samstag, unserem Abflugtag nach Shinde, war der Airport völlig verlassen und wir dachten, das wäre immer so, weit gefehlt. Die Flüge werden ohne Lautsprecher ausgerufen, aber man bekommt es mit, dass der Flieger zum Einsteigen bereit ist.

In Johannesburg hatten wir relativ wenig Aufenthalt, so dass wir nur recht kurz in die Lounge sind und einen kleinen Bummel durch die Geschäfte angeschlossen haben. Einsteigen war etwas verzögert, aber in der Luft haben wir wahnsinnig viel aufgeholt. Geflogen sind wir im neuen Jumbo 747-800 der Lufthansa und haben uns den oberen Stock gegönnt.

Die Ankunft in Frankfurt am darauf folgenden Morgen war überpünktlich, so dass unsere Befürchtungen, den Zug nach Stuttgart nicht zu erreichen, unbegründet waren. Das Airrail-Terminal fängt allerdings erst ab 6:20 Uhr an zu arbeiten, so dass die Flugreisenden mit Anschlusszug etwas bedröppelt aus der Wäsche schauten, ob überhaupt jemand kommt; es kam auch jemand, allerdings mit extrem schlechter Laune. Aber das Gepäck war da, die Gleise liegen direkt unter dem Airrail-Terminal, so dass man keine langen Wege mehr zurücklegen muss. Allerdings ist Zug fahren mit viel Gepäck nicht ganz so prickelnd, ein Gepäckwagen am chaotischen Stuttgarter Hauptbahnhof ist nicht so leicht zu ergattern, ebenso ist es mit einem Taxi.

Wir sind an einem Stück zurück. Schön wars, wahnsinnig viel erlebt. Danke fürs Kommentieren. Bilder kommen noch mehr, aber es dauert, bis die 5 Speicherkarten mit durchschnittlich 45GB Daten verarbeitet sind.

Stempel-klein

PS.: Die Stempel im Pass

  • Südafrika Durchreise und Namibia Einreise, 11.5.2016
  • Namibia Ausreise und Botswana Einreise, 12.5.2016
  • Botswana Ausreise, Zimbabwe Ein- und Ausreise (der Aufkleber), Botswana Einreise, 20.5.2016
  • Botswana Ausreise, Namibia Einreise, 21.5.2016
  • Namibia Ausreise, Botswana Einreise, 25.5.2016
  • Botswana Ausreise und Südafrika Durchreise, 30.5.2016

 

 

 

Shinde, 28.-30.05.2016

Für uns stand ein Auto mit Fahrer da. Er nahm das Gepäck, wartete, bis der Flieger wieder weg war und erklärte uns dann, dass wir nicht gleich ins Camp fahren, sondern gleich auf einen Game Drive, da es ja erst 9:25 Uhr war.

Collen, so sein Name, fragte, ob wir schon alle Katzen gesehen haben. Wir verneinten und gaben an, dass uns Leopart und Gepard noch fehlen. Darauf er ganz trocken, Leopard könne er uns anbieten, da der Kollege gerade bei einem stehe, und es nur ein paar Minten dauern würde, bis wir da sind. Wir also hin, Leopardendame liegt auf einem Baum. Bilder gemacht. Leo steigt ab, wir hinterher. Über Stock und Stein querfeldein. Shinde ist ein privates Schutzgebiet, es dürfen nur Angestellte dort fahren und die dürfen überall hin. Es gibt zwar Fahrspuren, die auch genutzt werden, aber nur, bis etwas interessantes endeckt wird.

Wir waren also noch nichtmal richtig angekommen und schon mehr als zufrieden.

Aber ein Fünf-Sterne Öko-Tourismus Ressort hat natürlich noch mehr zu bieten. Da sind nachfüllbare Wasserflaschen, immer und überall frisch und kalt. Nach etwa zwei Stunden sind wir pünktlich zum Lunch im Camp angekommen. Es standen alle Angestellten da haben uns mit Gesang herzlich willkommen geheissen und es wurden kräftig Hände geschüttelt und Namen ausgetauscht.

Nach dem Lunch auf der grossartigen Terasse mit noch grossartigerem Ausblick haben wir das Zelt mit dem Namen Enclave 2 bezogen – wenn die Bilder gut sind, gibt es bald ein Kugelpanorama des Raumes – und sind um 3 Uhr zum High Tea. Danach ging es mit Collen zur Bootstour, nur wir drei also. Die Wasserwege sind teilweise sehr schmal, so dass man zwischen dem Papyrus kaum erkennen kann, wo es weitergehen soll. Die Vogeldichte ist deutlich geringer als weiter oben am Flusslauf, aber dafür ist man hier wirklich fernab der Zivilisation. Zu sehen gab es Hippos, ein kleines Krokodil und viele schöne Kanäle, die von Hippos und Elefanten freigetrampelt werden. Jede Bootsfahrt ist anders, aber keine einzige so, dass man entäuscht sein könnte. Immer lernt man etwas neues kennen, oder erfährt mehr über bekanntes. Und vor allem, es gibt keine Schlaglöcher.

Nach dem Sundowner ging es zurück zum Camp. Es war noch etwas Zeit bis zum Dinner, man bekommt Tee, Kaffee oder sonstige Getränke angeboten (hier ist All Inclusive, man möge sich wie daheim einfach bedienen, wenn nicht grad jemand kommt und es einem abnimmt, egal ob vom Management, ein Guide oder sonstwer). Der Luxus hier geht wirklich bis zum Unglaublichen. Nach dem Dinner ist das Zimmer in den Nachtmodus versetzt: Tagesdecke weg, Moskitonetz aufgebaut, Wärmflasche im Bett, Sherry mit Gläsern auf dem Tisch, und die weissen Einwegschlappen stehen zum Einsteigen bereit.

Wir haben aber noch eine kleine Nachtsafari gebucht (ging 1 1/2h). Glück hatten wir auch diesmal, wir sind wieder auf die Leopardin getroffen, die wir bereits morgens gesehen hatten, daneben haben sich 2 Hippos, mehrere Elefanten und eine Servalkatze gezeigt. Der Rückweg zum Zelt geht nur mit Begleitung, da der Elektrozaun des Camps nur Elefanten fernhält. Alle anderen neugierigen Bewohner der Gegend haben Zutritt.

Am nächsten Morgen ging es nach dem Wake up Call um 6 Uhr – dabei wird einem ein Tablett mit Tee serviert – um 6 Uhr 30 zum Frühstück, um 7 Uhr fuhren wir mit 2 Guides los – einschl. Wärmflasche und Decke – und sind nach etwa 30 Minuten Fahrt zu einem Spaziergang im Busch aufgebrochen. Für uns gab es Stulpen, für den Guide vorn ein scharfes Gewehr, eine Anweisung, schön im Gänsemarsch zu bleiben, und das Gewehr sei nur zum Krach machen, wenn es mal ungemütlich werde. So ging es los, ein Guide vorn, dann wir zwei und ein Guide hinten. Die Welt sieht anders aus als vom Auto aus.

Nach 2 h waren wir zurück und fuhren noch recht lange durch die Gegend, bis wir wiederum die Leopardin entdeckten und ihr lange folgten und viele noch schönere Bilder von ihr machen konnten. Bis sie irgendwann im hohen Gras verschwunden und nirgends mehr zu entdecken war.

Nach dem Lunch sind wir mit dem Guide, der heute morgen mitlief, zu einer Mokoro-Tour aufgebrochen. Mokoro sind eigentlich Einbaum Boote, werden aber inzwischen auch aus Fiberglas hergestellt. Der Fahrer steht wie ein Gondolere in Venedig hinten und steuert und bewegt das Boot mit einem ca. 4m langen Stab.

Es gab winzige Frösche, kleine fleischfressende Pflanzen, kleine Seerosen, Schneeflocken- und andere Blumen und vor allem kaum einen Laut vom Boot und dadurch wie beim Laufen ein völlig neues Erleben der Wasserwelt.

Da wir wirklich zu kurz hier sind, geht es nach dem Hightea gleich zur nächsten Pirschfahrt. Jetzt hat die Sichtungsfee keine große Lust mehr. Wir sehen zwar viele Tiere, aber weder Katzen, noch Hyänen oder einfach seltene Arten. Nur die Standardbesetzung: Impala, Zebra, Tsetsebe, Paviane, Warzenschweine, ein paar Lechwee, Elefanten, Hippo, Fischadler. Als die Sonne kurz vorm untergehen ist, fahren dann alle Autos zu einer Stelle und es gibt einen gemeinsamen Sundowner, mit viel Gintonic. Danach schnell zurück, damit man rechtzeitig zum Dinner da ist. Das ist heute mit Gesang und Polonaise, da zwei Damen eines Reiseunternehmen zu Besuch waren. Man legt sich besonders ins Zeug.

Jetzt schnell ins Zelt, wir müssen ja packen, denn der Rückflug ist zwar erst für 10:55 Uhr angesetzt, aber bis dahin kann man ja einen Gamedrive machen, ist doch schließlich alles dicht beisammen.

Das Morgenprogramm (Wecken, Frühstück, Gamedrive) ist also wie am Vortag, nur mit der kleinen Verzögerung: Bezahlen. Nur die Mitbringsel und das Trinkgeld, alles andere haben wir schon vorher bezahlt.

Wir fahren mit unserem Führer und drei weiteren Frauen los, das Gepäck, das wir im Zimmer stehen lassen haben, kommt dann später mit dem Auto, das uns zur Landebahn bringt. Hier muss man wirklich kaum was selbst organisieren 🙂

In der Nacht war Löwengebrüll zu hören, diesen Löwen haben dann alle gesucht. Und gefunden. So haben wir zum Abschluss noch einen stattlichen, schlafeneden, Mähnenlöwen gesehen. Er hat ein wenig posiert, so dass auch ordentliche Bilder rauskommen sollten.

Kurz nach halb Elf hat uns dann der Abholer aufgegabelt, nicht ohne dass es noch einen Tee an einer sehr belebten Wasserstelle gab, dann ging es zur Landebahn.

Dasselbe Flugzeug, mit demselben Piloten holt uns wieder ab. Nur dass es nicht direkt nach Maun geht, sondern noch ein zweites Camp angeflogen wurde, wo dann noch 6 Leute in den 7-Sitzer eingeladen wurden. Ging natürlich nur, weil der Copilot diesmal gefehlt hat, und so dieser Sitz einem Fluggast zugewiesen wurde.

Damit ist Shinde zu Ende. Leider. Das Camp ist ein Traum, die Landschaft durch den Kontrast Wasser – Grassavanne umwerfend. Die Gastfreundschaft, der Service, selten so gut gewesen. In der Kombination einfach sensationell.

Online gestellt aus dem ICE, der uns nach Stuttgart bringt.

Mietwagenrückgabe und Abflug nach Shinde, 28.05.2016

Wir waren als erste beim Frühstück. Danach schnell Auschecken, und los geht die letzte, oder fast letzte Fahrt, mit unserem Offroad-Schaukelschiff, 5km bis zu Avis Maun, bzw. dem Flughafen. 10 vor 8:00 Uhr bei Avis angekommen. Zufahrt verschlossen, Büro leer. Na toll. Steht ja auch an der Tür: Arbeitszeit am Samstag: Keine. Man kommt pünktlich nach Vereinbarung zum Flug. Zum Glück waren wir gestern noch da, und haben uns für 8:00 Uhr angekündigt…

Fünf nach Acht kam eine Frau im Polo, wie sollte da unser Gepäck reingehen, wenn sie uns zum Flughafen (ca. 500m) bringen soll? Ganz einfach, gar nicht. Nach einer Schnellinspektion, sollten wir einfach zum Flughafen fahren, das Gepäck ausladen und sie nimmt das Auto dann mit.

Ca. 2900km, eine verbogene Felge (am Vortag auf der A35 war wohl ein Schlagloch zu viel), völlig abgenutzter Unterfahrschutz (war mal schwarz beschichtet, glänzt jetzt großflächig), nicht gewaschen (ist in Namibia vorgeschrieben), zwei Reperaturen unterwegs, mal sehen, ob Avis noch was von uns will…

Ker & Downey hat unser Gepäck, das nicht nach Shinde mitging, ins Büro eingelagert und dann ging es auch schon durch eine wahnsinnig vertrauenserweckende Sicherheitskontrolle zum Air Safari Flieger. Nur wir zwei, der Pilot und der Copilot. Nach 25 Minuten ruhigem Flug standen wir auf dem Ladestreifen von Shinde.

Fahrt zum Camp Kwando, 21.05.2016

Fahrt zum Camp Kwando, 21.05.2016

Nach einem wie immer guten Frühstück in der Garden Lodge mit Blick auf den Chobe River packten wir unsere Sachen und fuhren zum Park, denn einen Teil der Strecke nach Kongola konnten wir durch den Park fahren. Somit hatten wir ein letztes Mal herrliche Ausblicke von oben auf den Chobe River. Die letzten 10 km waren übelster Tiefsand, dann standen wir an der A33 und fuhren die letzten Kilometer zur Grenze nach Namibia. Nun befanden wir uns auf dem Trans Caprivi Highway, mit wenigen potholes. Angekommen im Camp Kwando machten wir gleich eine Bootstour für diesen Nachmittag aus. Nicht vergleichbar mit dem Chobe River, aber trotzdem nett. Der Kwando River ist recht schmal, was bedeutet, dass die Hippos im Wasser sehr nah an den Booten sind. Entsprechend schnell fuhr unser Guide an den Dickhäutern vorbei. Ein Fischadler sass sehr fotogen auf einem Ast über dem Wasser. Ein Malachite Kingfisher hatte auch genug Geduld, bis jeder ein Bild hatte. Ein wunderschönes Vögelchen. Beim Abendessen auf der offenen Terasse wurde es recht frisch. Im Treehouse (unserem Zimmer, mit Zeltwänden) war es nachts recht kühl, aber es gab genug Decken. Zurück im Treehouse nach dem Essen kam ein wunderschöner grosser roter Kater an die Tür und schaute durchs Glas, er gehört zur Lodge und bandelt immer mit den Gästen an.