Mietwagenrückgabe und Abflug nach Shinde, 28.05.2016

Wir waren als erste beim Frühstück. Danach schnell Auschecken, und los geht die letzte, oder fast letzte Fahrt, mit unserem Offroad-Schaukelschiff, 5km bis zu Avis Maun, bzw. dem Flughafen. 10 vor 8:00 Uhr bei Avis angekommen. Zufahrt verschlossen, Büro leer. Na toll. Steht ja auch an der Tür: Arbeitszeit am Samstag: Keine. Man kommt pünktlich nach Vereinbarung zum Flug. Zum Glück waren wir gestern noch da, und haben uns für 8:00 Uhr angekündigt…

Fünf nach Acht kam eine Frau im Polo, wie sollte da unser Gepäck reingehen, wenn sie uns zum Flughafen (ca. 500m) bringen soll? Ganz einfach, gar nicht. Nach einer Schnellinspektion, sollten wir einfach zum Flughafen fahren, das Gepäck ausladen und sie nimmt das Auto dann mit.

Ca. 2900km, eine verbogene Felge (am Vortag auf der A35 war wohl ein Schlagloch zu viel), völlig abgenutzter Unterfahrschutz (war mal schwarz beschichtet, glänzt jetzt großflächig), nicht gewaschen (ist in Namibia vorgeschrieben), zwei Reperaturen unterwegs, mal sehen, ob Avis noch was von uns will…

Ker & Downey hat unser Gepäck, das nicht nach Shinde mitging, ins Büro eingelagert und dann ging es auch schon durch eine wahnsinnig vertrauenserweckende Sicherheitskontrolle zum Air Safari Flieger. Nur wir zwei, der Pilot und der Copilot. Nach 25 Minuten ruhigem Flug standen wir auf dem Ladestreifen von Shinde.

Fahrt zum Camp Kwando, 21.05.2016

Fahrt zum Camp Kwando, 21.05.2016

Nach einem wie immer guten Frühstück in der Garden Lodge mit Blick auf den Chobe River packten wir unsere Sachen und fuhren zum Park, denn einen Teil der Strecke nach Kongola konnten wir durch den Park fahren. Somit hatten wir ein letztes Mal herrliche Ausblicke von oben auf den Chobe River. Die letzten 10 km waren übelster Tiefsand, dann standen wir an der A33 und fuhren die letzten Kilometer zur Grenze nach Namibia. Nun befanden wir uns auf dem Trans Caprivi Highway, mit wenigen potholes. Angekommen im Camp Kwando machten wir gleich eine Bootstour für diesen Nachmittag aus. Nicht vergleichbar mit dem Chobe River, aber trotzdem nett. Der Kwando River ist recht schmal, was bedeutet, dass die Hippos im Wasser sehr nah an den Booten sind. Entsprechend schnell fuhr unser Guide an den Dickhäutern vorbei. Ein Fischadler sass sehr fotogen auf einem Ast über dem Wasser. Ein Malachite Kingfisher hatte auch genug Geduld, bis jeder ein Bild hatte. Ein wunderschönes Vögelchen. Beim Abendessen auf der offenen Terasse wurde es recht frisch. Im Treehouse (unserem Zimmer, mit Zeltwänden) war es nachts recht kühl, aber es gab genug Decken. Zurück im Treehouse nach dem Essen kam ein wunderschöner grosser roter Kater an die Tür und schaute durchs Glas, er gehört zur Lodge und bandelt immer mit den Gästen an.

Fahrt zur Garden Lodge 17. und 18. Mai

Morgens konnten wir in aller Ruhe frühstücken und Bilder von der Lodge machen. Gegen 9:00 Uhr machten wir uns auf den Weg, 220 km langweilige Teerstrasse. Gegen 13 Uhr kamen wir an der Nata Lodge an. Hier wollten wir eine Nacht bleiben, damit die Fahrt nach Kasane nicht zu lange wird. Da man erst ab 14 Uhr einchecken kann, asen wir erstmal im Restaurant der Lodge zu Mittag.

Die Dame an der Rezeption hatte wohl nicht den besten Tag, war sehr einsilbig und gab knappe Erläuterungen, wie wir zur Unterkunft fahren müssen. Wir bezogen unser Safari Tent und stellten das Auto ab. Kurz darauf ging die Alarmanlage los, da das Auto unter den Bäumen stand und deswegen Äste aufs Dach klopften, was die Alarmanlage auslöste. Technik, die begeistert. Wir entdeckten, dass das Canopy verrutscht war, offensichtlich sind die Schrauben für die Spanner zu lang, so dass die Spanner nicht ausreichend fest werden. Der Verdacht drängt sich auf, dass das Teil zum 2015er Model gehört, wir aber ein 2016er haben. Avis Südafrika in Höchstform. Nachmittags konnten wir eine Tour zum Nata Bird Sanctuary mitmachen, mit Sundowner am Ufer des Nata River und dem Prusten von Hippos von der gegenüberliegenden Wasserseite. Leider sind wir zu spät für die Zugvögel, die sind alle schon weg.

Die Lodge liegt leider verkehrstechnisch sehr ungünstig, das erste Mal, dass wir nachts Verkehrsgeräusche hörten. Die Dusche morgens im Aussenbereich war aber klasse.

Die Fahrt nach Kasane ging über 320km langweiligste Teerstrasse. Sowas von ereignislos, bis eine 60er Zone in freier Landschaft auftauchte. Leider nur den Fuss vom Gas genommen und ausrollen lassen (vorher war 80) und schon winkte der freundliche Polizist mit der Laserkanone uns links ran. Das Vergehen wurde auf ein 3x2cm Zettelchen geschrieben, mit dem wir zum Officer im Auto 20m weiter geschickt wurden. Die Strafe wurde dynamisch von 660 Pula auf 600 Pula reduziert, weil wir so nett waren, oder warum auch immer. Ca. 45 € hat diese Unaufmerksamkeit gekostet. Es wurde sehr viel auf ein riesen Formular von Hand eingetragen. Was da alles reinmusste, Alter, Beruf….

In Kasane angekommen, haben wir schnell das Bargeld wieder geholt, das wir dem freundlichen Officer abgeben haben. Dann kamen wir in der Garden Lodge an. Eine Oase am Chobe River. Als wir nach einem Gabelschlussel in Größe 13 gefragt haben, um das Canopy festzuziehen, ist Greg, der Hausverwalter, ins Auto gesprungen und hat so lange gebastelt, bis eine Lösung gefunden war, mit der wir wohl bis zum Ende fahren können.

Wir fühlen uns hier von Anfang an wohl.

Fahrt zur Leroo La Tau Lodge, 14.05.2016

Der Tag begann mit einem frühen Frühstück, dann ging es zur Fütterung der Löwen und der Wildhunde.

Beide werden dort zur Auswilderung gehalten. Sie stammen von Farmen, deren Besitzer sie nicht einfach getötet haben, sondern sie durch die Grassland Lodge einfangen und so retten lassen haben.

Um 8 Uhr dann Abfahrt zusammen mit dem Paar aus Pforzheim, gemeinsam fuhren wir die Sandpiste bis Tsau Gate. Es ging ca. 40km durch Grassavanne. Die Wegspur war teilweise kaum sichtbar. Dank der GPS-Daten von Tracks for Afrika (T4A) wussten wir aber immer genau wie es weitergehen sollte. Eine herrliche Offroadtour. Avis wird sich freuen, wenn sie unser Auto wirklich tracken können 🙂

Dann ging es noch ca. 35km Sandpiste schnurgerade aus an der Grenze des Central Kalahari Game Reserve (Nationalpark) entlang. Hier konnten wir dann Elefanten, Schakale, Oryx, Springbock und Strauss sehen. Auch kleinere Vertreter wie Ground Squirrel (Erdhörnchen) und diverse Vögel waren zu sehen.

Am Tsau Gate bogen die beiden dann nach rechts ab ins Central Kalahari Game Reserve, wir hatten nochmal 30km Sandpiste nach links und dann noch etlichie Kilometer Asphalt vor uns bis Maun und zur Lodge.

In Maun wollten wir Tanken und Bargeld aus dem Automaten holen. Eigentlich nichts berichtenswertes. Ausser man ist in Afrika. An der Shell am Ortseingang stand zwar gross „Diesel“ auf dem Schild, aber es gab nur den freundlich Hinweis es doch in der Stadt zu versuchen. An der Tankstelle mit Diesel gab es dann einen Geldautomaten. Da er keine Quittung drucken konnte, hat er gleich gar kein Geld ausgespuckt. Also den nächsten Automaten suchen. Dort musste erst eine Ziege vertrieben werden, dann gab es endlich Bargeld.

Nach zwei weiteren Veterinär Kontrollstellen, inkl. Schuhdesinfektion, haben wir dann die Abzweigung zur Lodge erreicht. Nochmal 7 km Sand, und wir wurden freundlichst, mit warmen nassen Tüchern zum Erfrischen empfangen.

Wir sind die Exoten, denn ausser uns sind alle eingeflogen.

Gleich nach der Ankunft wurde uns die Anlage vorgestellt und die Regeln erklärt. 6 Uhr Wecken, 6:30 Uhr Frühstück, 7 Uhr Abfahrt zum Morgen Game Drive. 11 Uhr zurück, 11:30 Uhr leichtes Mittagessen. Siesta bis 15 Uhr, dann Kaffee und Kuchen, 16 Uhr Abfahrt Abend Game Drive. 18:30 Rückehr, 19:30 Uhr Abendessen. Wer wie wir zwei ganze Tage da ist, darf am zweiten Tag eine Ganzstagestour machen. Wollen wir, und nach dem Essen bitte noch einen Nacht Game Drive. Volles Programm sozusagen. Zum Glück gibts kein WLAN, und so können wir immer wieder ein paar Zeilen zwischendurch tippen und später dann Online stellen.

Der Abend wurde mit einem Bushdinner gekrönt. Auch ein Erlebnis, das es so daheim selten gibt.

Unterwegs

Pünktlich um 13:30 kam das Taxi. Kaum Verkehr auf dem Weg zum Flughafen. Der CheckIn war problemlos, Sicherheitskontrolle in 5 Minuten.

Also schneller waren wir selten in Stuttgart durch.

Pünktlich um 15:25 Uhr war das Fliegerchen (Fokker 100) startklar.

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Bei dem Wetter will man ja auch schnell weg. Was auch geklappt hat.

Aus den 20 Min. Flugzeit wurden 40, aber so ein Sightseeing Rundflug zwischen Konstanz unf Rheinfall hat auch was.

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Das Wetter hat sich stark verbessert und wenn die Fluggastbrücke nicht geklemmt hätte, wäre der Flug unter „Ereignislos“ abzubuchen.

Jetzt sitzen wir in Zürich und haben noch ca. 5,5 Stunden bis zum Bording nach Johannesburg. Aber wenigstens ist das WLAN 24h kostenlos ?

Johannesburg:

Kaum waren wir über die Alpen, da ging der Service los. Allerdings nur kurz. Über dem Mittelmeer gab es so starke Turbulenzen, dass der Service eingestellt und das Personal auf die Sitze beordert wurde. Somit war das Dinner nach der Vorspeise beendet und ein unruhiger Schlaf begann.

Später war der Flug dann ganz passabel und wir sind pünktlich gelandet.

Es ging sehr zügig durch die Kontrollen und nun warten wir auf den letzten Teil des Fluges. Bording ist um 12:30 Uhr. Keine Zeitverschiebung zu daheim.

Noch zwei Handy Bilder. Über unserem Zielgebiet und unser Flieger in Johannesburg.

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Ondekaremba Lodge, Namibia

Für afrikanische Verhältnisse superpünktlich ging es los. Flug, Landung, Ebolakontrolle, Einreise, Gepäck. Alles lief wie am Schnürchen. Bis zum Bargeld. Der erste Atm hatte keine Lust (bisher haben wir mit dieser Karte hier immer problemlos unser erstes Geld gezogen). Der zweite wollte die Webseite nicht anzeigen. Also Euro gegen Namibische Dollar getauscht. Avis war wieder ein Vergnügen. Zweites Ersatzrad,  wozu denn das? Das müsse man 72h vorher beantragen…

Egal, wir haben einen neuen Hilux 2,4 Diesel, erst 6000km. Das Navi hat nach einer, wo bin ich denn, Pause den Weg zur Lodge super gut gefunden. Die Tracks for Afrika (T4A) Navidaten funktionieren gut.

Das allerbeste aber ist unsere Handies funktionieren in Namibia. Zwar kostet eine Minute 1€, egal ob wir anrufen oder angerufen werden, aber bisher mussten wir eine SIM kaufen, weil wir gar keine Verbindung hinbekommen haben.

Rock Shandy und Gin Tonic stehen auf dem Tisch. Wir sind gesund und müde angekommen!