Ein Regentag auf Skye

09.07.2019

Da es beim Aufstehen immer noch regnete, war Wandern keine Option. Wir beschlossen, das Freilichtmuseum zu besuchen, an dem wir gestern schon vorbeigefahen waren. Es waren noch recht wenig Besucher auf dem Gelände, so dass wir die Erläuterungen in Ruhe durchlesen konnten. Das Museum erzählt vom früheren Leben der Inselbewohner, einschl. den Clearances und Auswanderungen in die Staaten. Die Wohnfom wird Crofting genannt, was eine bestimmte Form der Besitzes bzw. Pachtums ist. Die Häuser heissen Crofthomes, und bezeichneten mehrere Generationen, wobei sehr interessant ist, dass die mittelalterlich aussehende Version bis in die 1950ger bewohnt waren.

Freiluftmuseum auf Skye
Crofthaus, bis in die 1950er wurde so gewohnt
Nahversorgung der Crofter

Anschießend fuhren wir in das Café, das wir ebenfalls schons gestern beim Vorbeifahren gesehen hatten. Es wird von 2 liebenswürdigen Ladies betrieben, mit etwas Glück hat man einen Platz am Panoramafenster und schaut auf Wiesen und Wasser.

Single Track Art Gallery & Espresso Bar

Gestärkt ging es weiter zum Dunvegan Castle, mit Garten und Boat Trips zu den Seals mit Jungen (waren wir nicht dabei). Die Mücken waren auch schon da …

Dunvegan Castle im Regen
Dunvegan Castle
Das Schwert Dunvegan

Auf dem Weg zurück machten wir noch einen Abstecher nach Waternish und entdeckten damit auch zufällig das Stein Inn (ältestes Pub auf Skye) und ein eher hochpreisiges Restaurant (mit dem Michelin Schild an der Tür).

Stilleben in Stein
Das kleine Örtchen Stein, mit Sterne-Restaurant
Hafen von Stein, im Hintergrund: Nebel

Unsere Gastgeberin erzählte uns, dass sie nach Stein ziehen würden, wenn sie nochmals eine Bleibe suchen würden. Die Sicht auf der Straße war teilweise nicht vorhanden, dann wieder zog der Nebel nach oben.

Verhaltensregeln auf Single Track Roads, für Touristen

Ein sonniger Tag auf Skye

08.07.2019

Am Morgen hat die Sonne noch sehr schön geschienen, so dass wir sogar die Sonnencreme ausgepackt haben.

Wir wollten eine oder zwei kleine Wanderungen machen und einmal die sogenante Trotternish Halbinsel umrunden.

Fähranlegestelle Uig

Los ging es nach Norden, zuerst durch Uig und dann weiter über Single Track Strecken Richtung der Ruine des Schlosses Duntlum. Diese war wegen Einsturzgefahr nicht mehr betretbar. Also nur kurz hin, ein paar Bilder und weiter zum Startpunkt der 5km Wanderung zum Aussichtspunkt auf Rubha Hunish.

Ruine von Duntlum Castle

Der Weg war nicht schwer, nur Stellenweise etwas matschig.

Duntlum Bay
Ein sauberes Schaf 😉
Die Heide beginnt zu blühen
Aussicht vom Meall Tuath auf den Hunish

Nach etwa 1,5h hatte sich der Himmel schon deutlich zugezogen.

Weiter ging es zu einem Aussichtpunkt, von dem man auch Waale sehen kann, wir haben nur Omnibusse mit Asiaten gefunden.

Am nächsten Wasserfall, er heisst Lealt Falls, gab es unten am Strand ein paar Ruinen, in denen früher Diatomite hergestellt wurde.

Aussichtspunkt Lealt Falls
Lealt Falls

Oben gab es einen Imbisswagen, die Betreiber kamen mit einer recht aktuellen C-Klasse an, und es gab Kaffee und Tee, ToGo auf D-Englisch, Take-away wie man hier sagt.

Eigentlich wollten wir noch zum Oldman of Storr hoch, aber zum einen war das Licht schlecht, zum anderen standen hunderte Autos und Busse am Straßenrand. Ein Naturerlebnis sieht anders aus.

Wir haben in Portree noch nach einem späten lunch gesucht, und sind dann im einsetzenden Regen zur Unterkunft zurück.

Portree

Abschied von Harris und Ankunft auf Skye

08.07.2017

Der Tag beginnt mit Sonne, ja richtig Sonne. Und es soll den ganzen Tag trocken bleiben. Leider haben wir mitten am Tag eine Fährfahrt, bei der man sich gute 1,5h vorher anstellen sollte.

Nach dem Frühstück haben wir uns von Smokey, der alten Katzendame vom Pairc an T’Strath verabschiedet.

Smokey, ca. 23 Jahre alt

Gleich 2km weiter der Blick zurück, bei Sonne einfach viel schöner.

Seilebost Beach und der Atlantik
Schaf am Straßenrand

Wir sind Richtung Süden, dem Südende der Insel entgegen gefahren. In Rodel sind wir am „Hafen“ gelandet, der menschenleer war. Das 360 Grad Panorama ist hier zusehen, die anderen Bilder folgen.

Rodel Harbour
Rodel Harbour

Anschließend sind wir auf der Nebenstraße, die irgendwann „Golden Road“ heisst nach Norden gefahren, bis wir in Tarbert ankamen.

Harris, Golden Road
Rot sticht hervor
Könnte man auch der Politik vorschlagen
Tarbert Hafen und das Meiste der Stadt

Nach einem Lunch, noch ein 360 Panorama, das auf dem Notebook nicht zu entwickeln ist…., anschließend aufs Schiff.

Auto auf der Fähre

Vom Hafen zur Unterkunft ist es nicht weit. Die Gastgeberin hat uns einen Tisch in einem guten Restaurant, dem Uig-Hotel gebucht.

Nach solch einem Tag, darf der Nachtisch etwas opulenter sein.

Homemade meringues with fresh fruits and whipped Chantilly cream on a mango and raspberry coulis

Harris

06.07.2019

Das Wetter war wie immer, nicht ganz schlecht, aber weit entfernt von sonnig. Morgen ist Sonntag und da vieles dann geschlossen sein wird, sind wir erstmal Tanken gefahren. Auf den Inseln wird der Sonntag noch sehr ernst genommen.

Wir sind anschliessend nochmal die Straße Richtung Hushinish Beach gefahren, heute ganz ohne Nebel und haben an einem Parkplatz gestoppt, der der Ausgangspunkt zum „North Harris Eagle Observatory“ ist. Leider war das Wetter nicht so, dass sich die Adler gezeigt hätten, die Landschaft erinnert eher an das Hochgebirge und nicht an 50m über dem Meer. Auf den Wiesen stehen kleine Orchideen und andere Miniblumen. Die Marchaids (Blumenwiesen v.a. am Straßenrand) sind hier überall geschützt.

Auf dem Weg zum Adlerausblick, heute leider ohne Adler

Nach einem nicht ganz fettfreien Fish and Chips Lunch sind wir die sogenannte Golden Road entlang gefahren, eine Single Track Straße, die landschaftlich sehr schön ist.

An der Golden Road, Blick auf die Bucht vor Tarbert
Schafparkplatz
Es hat überall Bergseen, wirklich überall.

Wir kamen zu einem Radunfall dazu – für uns unvorstellbar, bei dem Wind zu radeln – aber auch das hätte schlimmer ausgehen können und wir konnten mit Desinfektionsspray und Papiertaschentüchern etwas aushelfen. Die junge Dame war aus der Ukraine und hatte schon den vierten Radeltag hinter sich.

Strand von Seilebost

Nachdem wir uns heute abend als Nachtisch eine Isle of Harris Gin and Tonic Cheesecake gegönnt haben, ist die maximale Kalorienanzahl für diesen Tag voraussichtlich erreicht.

Man kann hier überall den Harris Tweed kaufen in tollen Farben. Harris Tweet ist sozusagen der Exportschlager, gemacht aus der Wolle der Schafe, zentral gewaschen, gefärbt und gesponnen und dann in „privaten“ Webezimmern zu Stoff gewebt. Outlets sind überall. Man könnte so vieles kaufen ….

Am Abend dann noch dieses Bild:

Sonnenuntergang am Pairc an T’Strath