Etosha, Teil 1 – Dolomite Camp

Veröffentlicht am: 19. Okt 2014 @ 22:31

16. Oktober

Da es doch recht weit bis zum Dolomite Camp ist, beschlossen wir, nicht die schönen längeren Strecken, sondern die schnellste über Outjo und Kamanjab zum Galton Gate zu nehmen. In Outjo gibt es ein Farmhouse Cafe, das ist auf jeden Fall einen Stop wert. Die „Himmlische Baisertorte“ hat Kalorien für den ganzen Tag.

Am Galton Gate angekommen, fiel auf, dass alles neu war. Es roch nach Farbe und kein einziges Hinweisschild war da, also dumm gefragt, bis alles erledigt war, einschließlich Permit für den ganzen Aufenthalt. Aber es gab nicht ein Stück Papier, das behilflich gewesen wäre, um den Weg zu finden. Nur den Hinweis, nicht auf gesperrten Wegen zu fahren. Der Westteil ist recht schön, aber noch schlecht erschlossen. Keine Picknick Fläche, kaum Wegweiser. Trotz allem haben wir ein Wasserloch gefunden und dort Elefanten und kleinere Vegetarier gesehen. Als wir im Dolomite Camp ankamen, erinnerte alles an die Sossus Dune Lodge. Nur war der Fahrer nicht so auf Zack. Das ging beim Einchecken so weiter, es gab keinen Willkommensdrink. Wir kamen aber doch in ein schönes Zelt-Chalet. Abends haben wir noch einen Game Drive für den folgenden Nachmittag gebucht und sind früh ins Bett und haben gut geschlafen.

Gefahren 400km

17. Oktober,

Der Tag fing gut an, Katja hat auf dem Weg zum Frühstück einen Stachelschweinstachel gefunden. Nach einem leckeren Frühstück sind wir dann auf eine Selbstfahrrunde los. Wir haben einen Kampfadler, einige Hundertfüssler, viele Sekretärvögel, Kuhantilopen in großen Gruppen, Zebras, Giraffen, Kudus und andere gesehen. Wir standen ganz allein über eine Stunde an einem Wasserloch, das war sehr schön.

Gegen Mittag sind wir dann zur Lodge, um den Lunch einzunehmen und vor dem Gamedrive noch etwas auszuruhen und die Aussicht zu geniessen.

Am Parkplatz war erstmal kein Abholer da, mentales Minus im Bewertungbogen.

Als wir an der Rezeption vorbeikommen, werden wir gefragt, ob wir Zimmer 6 wären. Ja klar, das sind wir. Ob wir denn jetzt endlich auschecken wollten? Wieso das denn, wir haben doch zwei Nächte gebucht. Im System würde aber stehen, dass wir heute in Okaukuejo einchecken müssten. Was, wie, wo? Wir haben einen Voucher für zwei Nächte Dolomite Camp (den sich die Dame beim Einchecken am Tag zuvor wohl nicht angesehen hat und gesagt hatten wir es bei der Ankunft auch). Aber gebucht ist nur eine! Ein Anruf beim Reisebüro und diverse Verwünschungen später ist klar, es gibt keine Möglichkeit im Dolomite zu bleiben, unser Zimmer und der Rest der Lodge ist belegt. Bis 17:00 Uhr müssen wir 180km Rüttelstrecke bei 60 km/h geschafft haben. Es ist aber schon 12:30 Uhr. Also schnell das Zimmer geräumt, alle verwunschen, die das zu verantworten haben, vor allem die Rezeption, die es nicht geschafft hat, uns beim Frühstück, beim Bestätigen des Gamedrives oder wann auch immer darauf hinzuweisen, dass zwischen Voucher und Buchungsbestätigung eine Differenz ist.

Wir haben noch zwei Lunchpakete kostenlos bekommen, der Manager hat sich entschuldigt, die Enttäuschung über diese Aktion ist aber unendlich.

Man muss sich das bildlich vorstellen, wir werden am Mittag aus dem Zimmer geschmissen….

Der Westteil des Etosha ist so viel lieblicher als der Ostteil, das wurde uns auf der Fahrt nochmal so deutlich. Und wir durften nur eine kurze Runde darin drehen.

Wir haben also hektisch gepackt, dabei vergessen, die Dusche auszurämen, und sind ziemlich pünktlich um 13:00 Uhr los gekommen. Müsste also reichen, noch vor Arbeitsende der Rezeption in Okaukuejo anzukommen und die Lunchpakete zu verspeisen. Schließlich ist das Mittagessen bisher nur durch Adrenalin ersetzt gewesen.

Die Fahrt war im Westteil sehr rumpelig, 60 war nicht immer fahrbar. Da das Auto auf dem Wellblech nicht gut die Spur gehalten hat, habe ich den 4×4 zugeschaltet. Am Sonderkop Wasserloch standen Menschen? Ahh, der Parkservice hatte zu tun. 20m weiter sehen wir einen Kadaver. Auf den ersten Blick ein kleiner Elefant, aber es war ein Rhinobaby. Man findet manchmal in der Nähe noch den Jäger. So auch hier, keine 10m weiter, im Schatten eines Busches direkt an der Straße, liegt ein Löwe mit Halsband. Unsere erste Katze, und selbst entdeckt!

Es kam ein Auto von hinten, Ranger, und hielt neben meinem Fenster. „Good Afternoon, you have a flat tyre“. Gibt es die sich selbst erfüllenden Prophezeiungen doch? Haben wir nicht immer gescherzt, wenn wir einen Platten haben, dann im Etosha neben einem Löwen? Es hat 3390 km gedauert, nun ist passiert. Der Ranger bot uns an, uns zu helfen, wir sollten nur etwa 400m weiterfahren, wegen dem Löwen. Das hat dieser gehört, und ist losgelaufen. Wir also nach hinten.

20 min. später (es hatte mollige 34 Grad) waren wir etwas staubiger, aber wieder unterwegs. Den freundlichen Helfern haben wir natürlich ein kleines Trinkgeld gegeben.

Wir haben es nach dieser Unterbrechung ohne weitere Pause gerade so vor 17:00 Uhr geschafft. In Okaukuejo konnte der Tankwart kleinere Reifenschäden mit einem Lederstopfen und etwas blauer Paste in 10 min. reparieren. Kostet 60 namibianische Dollar, also 4 Euro und ein paar Cent.

Gefahren 220km

2 Gedanken zu „Etosha, Teil 1 – Dolomite Camp

  • 23. Oktober 2014 um 9:45
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    oh happy day…….ALLES LIEBE und GUTE nach Namibia. Was werdet ihr wohl heute alles machen?

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  • 22. Oktober 2014 um 21:16
    Permalink

    Hallo, ihr zwei, … ganz ungewöhnlich…. so lange kein Eintrag in eurem tollen Block. Alles o.k.?Ich hab tatsächlich erst heute dran gedacht, den Blog anzuschauen. Ich hoffe, ihr genießt dieses tolle Land (Fotos!!!!) und feiert morgen nochmal so richtig ausgiebig. Ich denk an euch (morgen besonders an Andreas 🙂 ) . Kommt gesund und gut wieder nachhause zurück.

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