Etosha, Teil 2 – Okaukuejo

Veröffentlicht am: 23. Okt 2014 @ 21:00

18. Oktober

Auf dem Weg nach Okaukuejo wurde uns klar, dass wir auf keinen Fall drei Nächte dort bleiben wollten. Da wir keinen Handyempfang auf der Fahrt hatten, konnten wir erst gegen halb sechs beim Reisebüro anrufen. Wie wir uns es gedacht haben, war freitags um diese Zeit nur der Anrufbeantworter dran. Dieser hat uns aber die Notfallnummer des Chefs verraten. Wir haben vereinbart, dass wir versuchen, in der Mushara Lodge bzw. dem Outpost eine Nacht früher anreisen zu können. Das hat auch geklappt, so dass wir jetzt noch eine Nacht Okaukuejo, eine Nacht Mushara Lodge und dann die geplanten zwei Nächte im Mushara Outpost für den Etosha Aufenthalt vor uns hatten.

Vormittags sind wir selbst im Park unterwegs gewesen. Dabei haben wir nichts überwältigendes gesehen, bis wir am Newbroni Wasserloch ankamen. Da waren etwa 50 Elefanten versammelt. Ein tolles Schauspiel. Wenn da nicht die zwei Nachbarautos gewesen wären. Auf der einen Seite ein Videofilmer, der gleich laut mitkommentiert hat, auf der anderen Seite eine vierköpfige Gruppe, drei Männer und eine Frau, alle mitte 20, die sich offensichtlich alle gegenseitig im pubertäre Kommentare geben übertreffen mussten. Nach 10 Minuten war dieses Naturschauspiel durch diese Menschen so unerträglich geworden, dass wir geflüchtet sind.

Nachmittags stand Ausruhen auf dem Programm und abends hatten wir über den NWR einen night drive gebucht.

Der Fahrer hielt während der Fahrt einen Scheinwerfer in der Hand (Rücklicht war an, ansonsten keine Beleuchtung am Fahrzeug), um Tiere zu finden und nicht von der Straße abzukommen. Sensationell war die braune Hyäne, die wir eine Zeitlang beobachten konnten (sind seltenst zu sehen). Nachdem kaum andere Tiere zu entdecken waren, hat der Fahrer sehr intensiv nach einer Löwengruppe gesucht – und schliesslich gefunden: eine Löwin, 3 Jungtiere und 2 Männchen. Völlig relaxed und nicht im mindesten durch uns gestört. Nachtaktive Tiere haben wir leider gar nicht gesehen. Um 23 Uhr kamen wir zurück. Der Torwächter hat wohl schon geschlafen, unser Fahrer musste selbst öffnen und war nicht sehr amused…

Gefahren 150 km

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