Okonjima, AfriCat Foundation

Veröffentlicht am: 24. Okt 2014 @ 07:58

22. Oktober

Wir hatten uns vorgenommen, früh in Okonjima einzutreffen, um noch am Nachmittagsprogramm teilnehmen zu können. Das hat auch funktioniert, kurz nach 13:00 Uhr kamen wir nach ereignisarmer Fahrt auf der geteerten B1 an. Beim Losfahren hat der Kilometerstand gesagt, wir sind jetzt schon 4000km gefahren. Die sog. Standard Rooms im Plains Camp sind riesig und wunderschön dekoriert mit jeder Menge bunter Holzgiraffen. Mit unserem Guide Jeremia und dem Tracker Felix ging es zum Cheetah Tracking.

Zuerst war nichts zu finden. Aber da immer mehre Fahrzeuge in verschiedene Richtungen losziehen, gab es bald am Funk die Meldung, dass das Funksignal einer Dreiergruppe aufgenommen wurde. Als wir immer noch nichts fanden, wurden wir zu den Wildhunden geführt. Um die Zeit zu überbrücken, bis die anderen Fahrzeuge an der Gruppe fertig waren. Denn es steht immer nur ein Fahrzeug zu den Tieren, maximal zwei beim „Wachwechsel“. Irgendwann kam die Meldung, dass ein Leopard den Geparden die Beute abgenommen hat. Also erst den Leoparden suchen, dazu wird richtig querfeldein gefahren, und da war er, im fahlen Abendlicht unter einem Baum hat er an einem jungen Oryx gefressen. Anschließend sind wir wenige 100m weiter zu den drei Geparden. Sehr schön im Abendlicht. Wir sind ausgestiegen und bis auf ca. 10m an die Tiere herangegangen. Die hatten inzwischen ein Warzenschwein in ein Loch getrieben, aus dem sie es nicht herausbekamen. Ein Schakal hat das bemerkt und war ganz aufgeregt, hat sich aber nicht an den drei Geparden vorbeigetraut. Nach dem Sundowner neben diesen Geparden ging es im Dunkeln zur Lodge und zum Abendessen. Für den nächsten Morgen haben wir ein Leoparden Tracking gebucht. Schließlich war das Licht nicht optimal..

Gefahren 350km

23. Oktober

Morgens steht Leoparden Tracking auf dem Programm. Um 6:30 Uhr geht es los. Diesmal nur mit unserem Guide Jeremia. Auf einem schönen Aussichtspunkt sucht er das Signal von Shanty, einer 3 jährigen Leopardin, die gerade von der Mutter ins echte Leben geschmissen wurde. Das Signal wird gefunden, wir fahren in die Richtung. Einige Zeit folgen wir dem Signal, dann verschwindet es, und Jeremia sagt, es macht keinen Sinn es erneut zu suchen. Als Ersatz könne er ein mächtiges Männchen mit Warzenschwein als Frühstück bieten. Wir setzen uns in Bewegung, wieder über Stock und Stein, bis wir ankommen. Das andere Fahrzeug verlässt die Szene sofort. Ein unbeschreiblicher Geruch liegt über der Gegend, „Chef“, so heisst der Leopard übersetzt, hat das Warzenschwein ausgenommen und lässt die Innereien liegen, den Rest zerrt er in ein Gebüsch. Ein wunderschönes Tier. Er putzt sich, erhebt seine Stimme, und nach einigen Minuten zieht er los, sein Revier zu markieren.

Da noch etwas Zeit bis zum Frühstück bleibt, fahren wir doch noch zu Shanty, die inzwischen von einem weiteren Fahrzeug gefunden wurde. Die junge Dame muss noch viel lernen, sie hat ihre Beute so tief aufgehängt, dass Hyänen problemlos und sogar Schakale rankommen. Shanty hat aber genug vom Fotomodeldasein und zieht sich hinter ein Gebüsch in einen Graben zurück. Einfach schön, diese kräftigen gefleckten Katzen zu sehen.

Für den Abend haben wir uns das Wildhunde und Hyänen Tracking ausgesucht. Wieder mit Jeremia und Felix geht es los. Es gibt drei Wildhunde und drei Hyänen, die ausgewildert wurden und ein Halsband haben. Wieder die Suche nach der Stecknadel im 20000ha Heuhaufen. Zuerst zum leichteren Teil, den Wildhunden. Da wir sie am Vortag schon gesehen hatten, sind wir genau dort wieder hin und haben sie auch bald gefunden. Zu Fuß wurden die letzen Meter zurückgelegt. Sehr beeindruckend.

Dann wurde die Hyäne gesucht. Sie wurde von einem anderen Auto am anderen Ende des Parks entdeckt. Nach sehr dynamischer Offroad Fahrt kamen wir an. Felix fragte, wo die Hyäne denn sei und Andreas entdeckte sie als erstes. Auch hier zu Fuß hin. 80kg Kraftpaket, müde und faul. Sehr putzig, ohne die Zähne zu zeigen.

Im Dunkeln ging es zurück. Und heute ist es passiert, es gab zum ersten Mal ein Essen, das uns nicht schmeckte. Es nannte sich Game Potjie, und sah aus wie Gulasch. Es war Oryx, aber wohl ganz andere Teile als die Steaks, die wir bisher hatten. Aber dies konnte das Gesamtbild des Tages nicht ernsthaft stören. Perfekt.

Gefahren 0 km

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.