Fahrt zum Camp Kwando, 21.05.2016

Fahrt zum Camp Kwando, 21.05.2016

Nach einem wie immer guten Frühstück in der Garden Lodge mit Blick auf den Chobe River packten wir unsere Sachen und fuhren zum Park, denn einen Teil der Strecke nach Kongola konnten wir durch den Park fahren. Somit hatten wir ein letztes Mal herrliche Ausblicke von oben auf den Chobe River. Die letzten 10 km waren übelster Tiefsand, dann standen wir an der A33 und fuhren die letzten Kilometer zur Grenze nach Namibia. Nun befanden wir uns auf dem Trans Caprivi Highway, mit wenigen potholes. Angekommen im Camp Kwando machten wir gleich eine Bootstour für diesen Nachmittag aus. Nicht vergleichbar mit dem Chobe River, aber trotzdem nett. Der Kwando River ist recht schmal, was bedeutet, dass die Hippos im Wasser sehr nah an den Booten sind. Entsprechend schnell fuhr unser Guide an den Dickhäutern vorbei. Ein Fischadler sass sehr fotogen auf einem Ast über dem Wasser. Ein Malachite Kingfisher hatte auch genug Geduld, bis jeder ein Bild hatte. Ein wunderschönes Vögelchen. Beim Abendessen auf der offenen Terasse wurde es recht frisch. Im Treehouse (unserem Zimmer, mit Zeltwänden) war es nachts recht kühl, aber es gab genug Decken. Zurück im Treehouse nach dem Essen kam ein wunderschöner grosser roter Kater an die Tür und schaute durchs Glas, er gehört zur Lodge und bandelt immer mit den Gästen an.

The Garden Lodge, Kasane, Botswana, 18. und 19.05.2016

River Cruise Nr. 1

Gleich nach der Ankunft sind wir um 15 Uhr zu einer sogenannten River Cruise auf dem Chobe River in den Chobe Elephant Park aufgebrochen. Dabei sind David und Bellinda aus Hongkong, John der Guide der Garden Lodge und wir zwei. Das Boot der Garden Lodge ist ein sehr kleines, was aber nur Vorzüge hat. So hat es fast keinen Tiefgang und kommt überall hin.

Nach zwei Kilometern ist man im Nationalpark. Da muss man erstmal den Eintritt an einer Landungsbrücke zahlen. Als Ortsfremder erkennt man das aber gar nicht. Interessant ist auch, dass das andere Flussufer Namibia ist.

Gleich nach dem Parkbeginn, der Park hat keinen Zaun, so dass alle Tiere kommen und gehen können wie sie wollen (dazu später mehr) geht es los mit Sichtungen. Krokodile am Ufer, Kingfischer, Water Monitor, Büffel nur von hinten. Die Hippos zeigen sich nur sehr wenig an der Wasseroberfläche. Einige Elefanten haben rausgefunden, dass der Fluss teilweise sehr seicht ist, und dort tolle Planzen wachsen. Sie laufen und schwimmen dort hin und stehen dann bis weit über dem Bauch im Grünzeugs und lassen es sich gut gehen. Da kann man mit dem Boot bis auf wenige Meter ranfahren und zuschauen.

Eine andere Gruppe haben wir am Ufer im warmen Abendlicht gesehen. So von schräg unten eine irre Perspektive. Ein Jungbulle kam dann auch leicht aufgeregt Richtung Boot, da wurde es einem ganz anders. Aber John hatte alles voll im Griff.

Ein Sundowner auf dem Wasser ist ein noch größeres Erlebnis, als an Land und so klang die Fahrt dann aus.

Pünktlich zum Abendessen wurde dann vorgeführt, was es heisst keine Zäune zum Park zu haben. So grassen 2 Hippos im Garten der Lodge. 7 (!) Elefanten fanden sich später ein, für die Greg schon einen firecracker bereitgestellt hatte. Die Dickhäuter hatten in der vorausgegangenen Nacht 2 Bäume im Garten umgelegt, einen normalen Baum und den Baobab, den Gaby und Phil anlässlich ihrer Hochzeit gepflanzt hatten. Somit hilft nur, die Elefanten regelmässig zu verjagen.

Morning Game Drive

Am nächsten Morgen gab es ein tolles Frühstück mit Blick auf den Chobe River, bevor wir zu fünft in der gleichen Besetzung wie am Vortag, einschliesslich John zum Game Drive durch den Chobe River Park aufgebrochen sind. Die Ausblicke auf den Fluss sind phantastisch. Sehr viele Impalas, auch zahlreiche Giraffen, Büffel und Vögel (Fischadler, Karminbienenfresser, Lilac Breasted Roller) waren zu bewundern. John hat dann einige andere Guides im Vorbeifahren gefragt, wo denn Katzen zu finden seien. Nach einer genauen Beschreibung hat er dann 2 Ohren bei einem Busch entdeckt, an einer Stelle, an der man eigentlich nichts erkennen konnte. Nach ungefähr 10 Minuten dann das Wunder und die Ohren standen auf (normalerweise bleiben Katzen einfach liegen) und es wurden dann 11 Löwen, die nach und nach aufstanden und hinunter zum Wasser spazierten. John fuhr recht rasant zum Ufer, und wir konnten die Tiere noch lange beobachten. Der männliche Junglöwe ging zum Trinken an eine flache Lache, er hatte wohl keine Lust, mit einem Krokodil zu diskutieren, und John fuhr zu ihm hin (wir waren maximal 5m von ihm weg). Man konnte ihn sehr deutlich schlappern hören.

River Cruise Nr. 2

Da die Bootstour am Nachmittag zuvor so toll war, haben wir sie nochmals mitgemacht, diesmal aber mit dem Schwerpunkt Vögel. Wieder in der bewährten Fünfergruppe ging es los wie am Vortag. John zeigte uns eine Kolonie grüner Bienenfresser, die wegen einem weissen Streifen am Kopf Withe banded bee eater heissen. Es ging an den im Wasserbad futternden Elefanten vorbei. Heute waren zwei verspielte halbstarke Bullen dabei, das war ein Spass, wie die durch das Grünzeug getobt sind.

Weiter ging es zu einer Insel, auf der unglaublich viele und auch verschiedene Arten von Vögeln zu beobachten waren. Es gab Enten, Störche, Egrets, Pied Kingfisher und verschiedene Watvögel.

Der Sonnenuntergang war wieder sehr schön. Danach ging es schnell zur Lodge und es gab kurz darauf ein Dinner, wie es schöner kaum sein kann.