The Garden Lodge, Kasane, Botswana, 18. und 19.05.2016

River Cruise Nr. 1

Gleich nach der Ankunft sind wir um 15 Uhr zu einer sogenannten River Cruise auf dem Chobe River in den Chobe Elephant Park aufgebrochen. Dabei sind David und Bellinda aus Hongkong, John der Guide der Garden Lodge und wir zwei. Das Boot der Garden Lodge ist ein sehr kleines, was aber nur Vorzüge hat. So hat es fast keinen Tiefgang und kommt überall hin.

Nach zwei Kilometern ist man im Nationalpark. Da muss man erstmal den Eintritt an einer Landungsbrücke zahlen. Als Ortsfremder erkennt man das aber gar nicht. Interessant ist auch, dass das andere Flussufer Namibia ist.

Gleich nach dem Parkbeginn, der Park hat keinen Zaun, so dass alle Tiere kommen und gehen können wie sie wollen (dazu später mehr) geht es los mit Sichtungen. Krokodile am Ufer, Kingfischer, Water Monitor, Büffel nur von hinten. Die Hippos zeigen sich nur sehr wenig an der Wasseroberfläche. Einige Elefanten haben rausgefunden, dass der Fluss teilweise sehr seicht ist, und dort tolle Planzen wachsen. Sie laufen und schwimmen dort hin und stehen dann bis weit über dem Bauch im Grünzeugs und lassen es sich gut gehen. Da kann man mit dem Boot bis auf wenige Meter ranfahren und zuschauen.

Eine andere Gruppe haben wir am Ufer im warmen Abendlicht gesehen. So von schräg unten eine irre Perspektive. Ein Jungbulle kam dann auch leicht aufgeregt Richtung Boot, da wurde es einem ganz anders. Aber John hatte alles voll im Griff.

Ein Sundowner auf dem Wasser ist ein noch größeres Erlebnis, als an Land und so klang die Fahrt dann aus.

Pünktlich zum Abendessen wurde dann vorgeführt, was es heisst keine Zäune zum Park zu haben. So grassen 2 Hippos im Garten der Lodge. 7 (!) Elefanten fanden sich später ein, für die Greg schon einen firecracker bereitgestellt hatte. Die Dickhäuter hatten in der vorausgegangenen Nacht 2 Bäume im Garten umgelegt, einen normalen Baum und den Baobab, den Gaby und Phil anlässlich ihrer Hochzeit gepflanzt hatten. Somit hilft nur, die Elefanten regelmässig zu verjagen.

Morning Game Drive

Am nächsten Morgen gab es ein tolles Frühstück mit Blick auf den Chobe River, bevor wir zu fünft in der gleichen Besetzung wie am Vortag, einschliesslich John zum Game Drive durch den Chobe River Park aufgebrochen sind. Die Ausblicke auf den Fluss sind phantastisch. Sehr viele Impalas, auch zahlreiche Giraffen, Büffel und Vögel (Fischadler, Karminbienenfresser, Lilac Breasted Roller) waren zu bewundern. John hat dann einige andere Guides im Vorbeifahren gefragt, wo denn Katzen zu finden seien. Nach einer genauen Beschreibung hat er dann 2 Ohren bei einem Busch entdeckt, an einer Stelle, an der man eigentlich nichts erkennen konnte. Nach ungefähr 10 Minuten dann das Wunder und die Ohren standen auf (normalerweise bleiben Katzen einfach liegen) und es wurden dann 11 Löwen, die nach und nach aufstanden und hinunter zum Wasser spazierten. John fuhr recht rasant zum Ufer, und wir konnten die Tiere noch lange beobachten. Der männliche Junglöwe ging zum Trinken an eine flache Lache, er hatte wohl keine Lust, mit einem Krokodil zu diskutieren, und John fuhr zu ihm hin (wir waren maximal 5m von ihm weg). Man konnte ihn sehr deutlich schlappern hören.

River Cruise Nr. 2

Da die Bootstour am Nachmittag zuvor so toll war, haben wir sie nochmals mitgemacht, diesmal aber mit dem Schwerpunkt Vögel. Wieder in der bewährten Fünfergruppe ging es los wie am Vortag. John zeigte uns eine Kolonie grüner Bienenfresser, die wegen einem weissen Streifen am Kopf Withe banded bee eater heissen. Es ging an den im Wasserbad futternden Elefanten vorbei. Heute waren zwei verspielte halbstarke Bullen dabei, das war ein Spass, wie die durch das Grünzeug getobt sind.

Weiter ging es zu einer Insel, auf der unglaublich viele und auch verschiedene Arten von Vögeln zu beobachten waren. Es gab Enten, Störche, Egrets, Pied Kingfisher und verschiedene Watvögel.

Der Sonnenuntergang war wieder sehr schön. Danach ging es schnell zur Lodge und es gab kurz darauf ein Dinner, wie es schöner kaum sein kann.

Fahrt zur Garden Lodge 17. und 18. Mai

Morgens konnten wir in aller Ruhe frühstücken und Bilder von der Lodge machen. Gegen 9:00 Uhr machten wir uns auf den Weg, 220 km langweilige Teerstrasse. Gegen 13 Uhr kamen wir an der Nata Lodge an. Hier wollten wir eine Nacht bleiben, damit die Fahrt nach Kasane nicht zu lange wird. Da man erst ab 14 Uhr einchecken kann, asen wir erstmal im Restaurant der Lodge zu Mittag.

Die Dame an der Rezeption hatte wohl nicht den besten Tag, war sehr einsilbig und gab knappe Erläuterungen, wie wir zur Unterkunft fahren müssen. Wir bezogen unser Safari Tent und stellten das Auto ab. Kurz darauf ging die Alarmanlage los, da das Auto unter den Bäumen stand und deswegen Äste aufs Dach klopften, was die Alarmanlage auslöste. Technik, die begeistert. Wir entdeckten, dass das Canopy verrutscht war, offensichtlich sind die Schrauben für die Spanner zu lang, so dass die Spanner nicht ausreichend fest werden. Der Verdacht drängt sich auf, dass das Teil zum 2015er Model gehört, wir aber ein 2016er haben. Avis Südafrika in Höchstform. Nachmittags konnten wir eine Tour zum Nata Bird Sanctuary mitmachen, mit Sundowner am Ufer des Nata River und dem Prusten von Hippos von der gegenüberliegenden Wasserseite. Leider sind wir zu spät für die Zugvögel, die sind alle schon weg.

Die Lodge liegt leider verkehrstechnisch sehr ungünstig, das erste Mal, dass wir nachts Verkehrsgeräusche hörten. Die Dusche morgens im Aussenbereich war aber klasse.

Die Fahrt nach Kasane ging über 320km langweiligste Teerstrasse. Sowas von ereignislos, bis eine 60er Zone in freier Landschaft auftauchte. Leider nur den Fuss vom Gas genommen und ausrollen lassen (vorher war 80) und schon winkte der freundliche Polizist mit der Laserkanone uns links ran. Das Vergehen wurde auf ein 3x2cm Zettelchen geschrieben, mit dem wir zum Officer im Auto 20m weiter geschickt wurden. Die Strafe wurde dynamisch von 660 Pula auf 600 Pula reduziert, weil wir so nett waren, oder warum auch immer. Ca. 45 € hat diese Unaufmerksamkeit gekostet. Es wurde sehr viel auf ein riesen Formular von Hand eingetragen. Was da alles reinmusste, Alter, Beruf….

In Kasane angekommen, haben wir schnell das Bargeld wieder geholt, das wir dem freundlichen Officer abgeben haben. Dann kamen wir in der Garden Lodge an. Eine Oase am Chobe River. Als wir nach einem Gabelschlussel in Größe 13 gefragt haben, um das Canopy festzuziehen, ist Greg, der Hausverwalter, ins Auto gesprungen und hat so lange gebastelt, bis eine Lösung gefunden war, mit der wir wohl bis zum Ende fahren können.

Wir fühlen uns hier von Anfang an wohl.