02.08.2021 Von Eisenach nach Chemnitz

Nach dem leckeren Frühstück haben wir unsere sieben Sachen ins Auto gepackt, haben es an der Villa stehen lassen und sind dann zu Fuß zur Wartburg hochgelaufen.

Die Wartburg

Der Weg soll 30 Minuten dauern, es waren eher 45, dafür war der Weg nach unten deutlich schneller.

Es war noch wenig los. Als wir nach der Besichtigung den Museumsladen verlassen haben, war der Innenhof der Burg gepackt voll, so dass wir relativ schnell den Rückweg angetreten haben.

Kaum am Auto angekommen setzte der Regen ein, also alles richtig gemacht.

Die Fahrt nach Chemitz zur nächsten Unterkunft war fast Ereignislos, nur auf der A4 fahren ein paar Blinde rum.

Im Schlosshotel Klaffenbach angekommen, bezogen wir unser Zimmer und gönnten uns einen Kaffee im Schlosshof, sind dann aber auch umgezogen nach drinnen, da der Regen wieder einsetzte. Die Anlage ist groß, in den anliegenden Gebäuden sind verschiedene Kunsthandwerkerateliers untergebracht, ein Golfplatz grenzt direkt an.

01.08.21 Unsere Wanderung bei Eisenach

Da es gegen Mittag Regenschauer geben sollte, sind wir Morgens los, die Landgrafenschlucht und die Drachenschlucht zu durchwandern. Die Tour war durch unser Reisebüro als Entwurf bei Komoot gespeichert, wir mussten nur das Handy anmachen und uns von Tante Komoot durch die Landschaft führen lassen. das hat wie man oben sieht sehr gut geklappt.

Kurz vor dem Ende haben wir dann noch einen Regenschauer in einem am Wegesrand liegenden Biergarten mit Thüringer Bratwurst vertrödelt um danach bei heiterem Himmel zur Villa zurückzukönnen.

In der Drachenschlucht

Am Nachmittag wollten wir ursprünglich zur Wartburg. Nochmal Wandern oder doch mit dem Auto….

Das Alternativprogramm war dann doch reizvoller. Zuerst zum Burschenschaftsdenkmal, von da ist die Sicht auf die Wartburg sehr gut.

Wartburg und Eisenach vom Burschenschaftsdenkmal

Dann weiter ins nahe Hütscheroda gefahren um dort ein Wildkatzenzentrum des BUND anzuschauen. Leider war es überfüllt und kein Parkplatz zu bekommen.

Weiter ging es in den Nationalpark Hainichen und dort zum Baumwipfelpfad. Der Pfand geht rund um einen 44m hohen Turm, startet bei 10m und endet in Wipfelhöhe bei ca. 24m. die restlichen 16m zur oberen Plattform geht es rund um den Turm herum. Die Aussicht ist da oben ist schön, das Wetter dramatisch.

Rainbow, aus 40m Höhe vom Turm aus fotografiert

Die Bilder sind alle nochmal schön im Fotoalbum

31.07.21 Anreise nach Eisenach

1. Ladestopp

Heute ging es nach Eisenach. Trotz Ferienbeginn im Süden, war die Fahrt nach Norden recht ereignisarm.

Nach ca. 360km sind wir am Rasthof Werratal Süd angekommen, hier hat die EnBW zusammen mit Tank und Rast und Esso eine Ladestation mit in Summe 8 Schnellladern (HPC mit 150 und 300kW) neben die Zapfsälen gestellt. Sollte irgendwann der Bedarf an Strom steigen und der Bedarf an Benzin sinken, können die Zapfsäulen durch Ladesäulen ersetzt werden. Sehr zukunfstsfähig.

In Eisenach haben wir unser Zimmer in einer Pension mit dem schönen Namen „Villa kleine Wartburg“ ein 2017 renoviertes Gebäude, das recht hübsch ist.

Eine Bilder haben wir im Fotoalbum eingestellt.

Morgen werden wir die Wartburg besichtigen und durch die Drachenschlucht besuchen.

25.09.2020 Wieder daheim

Es waren nur noch knapp 260km von Bamberg nach Darmsheim. Die gingen recht problemlos . Da wir uns nicht sehr beeilt haben, kamen wir gegen 14 Uhr zuhause an. Damit ist unsere erste e-Auto Deutschlandreise beendet.

Die direkte Strecke von Hotel zu Hotel waren 1980km. Mit allen Ausflügen und Umwegen sind wir 2596km gefahren und haben laut Aufzeichnung des Autos 346,6kWh verbraucht.

Das ist ein Durchschnittsverbrauch von 13,35kWh/100km.

Bei einem Preis von ca. 0,40€/kWh kosten 100km fahren 5,34€.

Allerdings haben wir nur für 252,1kWh tatsächlich etwa 0,40€/kWh bezahlt, der Rest kam aus kostenlosen Ladern bzw. war Zuhause billiger.

Vielen Dank fürs mitfahren, lesen und kommentieren.

24.09.2020 Rückfahrt Tag 2 Bamberg

Wenn man schon am Harz ist, sollte man auch durch besagten fahren. Nachdem wir über Nacht im Hotel an einem Tesla Destination Charger den Golf vollgeladen haben, sind wir los zur Rappbodetalsperre.

Hier waren wir nicht allein und Adrenalinjunkies können zwischen zwei Angeboten wählen, einer Seilrutsche, wie sie in Kindheitstagen auf jedem Waldspielplatz zu finden war, nur in XXL. Nennt sich Harzdrenalin Megazipline. Und noch Bungee Jumping von der Hängebrücke. Angeschaut und weiter.

An der A38 bei Sangerhausen ist ein Autohof mit großem Ladepark. Ein Tesla SuperCharger mit 6 Anschlüssen, hier stand ein Tesla am Laden. Dann eine Allego Ladestation mit 2 Tripple Charger, hier stand ein i3 und später kam noch ein ioniq dazu. Zusätzlich noch ein ionity Ladepark mit 4 HPCs. Mit uns dann voll belegt. Zoe ZE50, i-Pace, nagelneuer ID.3 und unser e-Golf. So viele verschiedene e-Autos zufällig am selben Ort haben wir noch nie gesehen!

Kurz vor Bamberg hat EnBW zwei HPC an einer OMV-Tankstelle aufgebaut. Und hier gab es zum ersten Mal Scheibenwischen beim Laden! Endlich den Staub aus dem Biosphärenreservat von der Scheibe bekommen!

Auch in Bamberg sind wir durch die Altstadt gezogen. Bilder gabs aber wenig. Es war eindeutig mehr Trubel in den Gassen als im ruhigen Quedlinburg.

23.09.2020 Rückfahrt Tag 1 Quedlinburg

Die Rückfahrt ist in Summe fast 1000 km lang. Das macht an einem Tag mit dem e-Golf gar keinen Sinn. Also haben wir die Strecke in drei Teile geteilt, so dass es am Tag gemütlich zu fahren ist und am Abend wir eine schöne Altstadt zum Erholen haben.

Die Strecke Ramin – Quedlinburg ist unsere erste Etappe. Es ging über Kopfsteinpflaster zur Autobahn, dann Richtung Berlin. Weiter über Magdeburg nach Quedlinburg. Laden ging problemlos. In Magdeburg haben wir an einem EnBW Schnelllader auf einem BurgerKing Parkplatz geladen.

Nach einem schönen Essen im Innenhof des Hotels sind wir noch in die wunderschöne Altstadt gezogen. Wären die Geschäfte noch offen gewesen, hätten wir sicherlich einige erkundet einschließlich des Baumkuchencafés.

22.09.2020 Stettin

Für heute ist ein Besuch von Stettin eingeplant, eine nicht überall schöne, aber interessante Stadt keine 30 km entfernt von Ramin.

Parken ist allerdings nicht ganz einfach, ob wir ein Ticket bekommen, da wir keine polnischen Münzen hatten, wird sich zeigen. Abgeschleppt wurden wir schon mal nicht.  

Es gibt einen Spaziergang durch die Stadt, zu dem man einen Plan mit Erläuterung in den Tourist Informationen bekommt. Es ist der rote Weg oder die red route. Eine rote Linie auf dem Boden führt einen 7 km durch die Innenstadt, derzeit auch an vielen Baustellen vorbei. Es sind in Summe 42 Sehenswürdigkeiten oder historisch interessante Plätze, immer mit einer mehrsprachigen Erläuterung.

Man wird auch ganz zufällig an allen Restaurants vorbeigeführt, so dass der kleine Hunger sofort erledigt werden kann. Da man alles mit Kreditkarte zahlen kann, braucht man keine polnischen Zloty.

Nach zwei Dritteln der roten Route haben wir abgebrochen, da wir schon wieder ganz dicht am Auto waren und die Sehenswürdigkeiten doch eher nichts mit Gebäuden oder Plätzen mehr zu tun hatten. Und ganz so interessant war die polnische Geschichte dann doch nicht für uns.

Auf dem Rückweg haben wir noch eine neue Eisdiele gesucht (Tipp der Pensionswirtin) und gefunden. Eine nicht ganz kleine Portion wurde genossen. Die Eisdiele liegt neben einer Schule, was die vielen „Schokoriegel“ und „Keks“ Sorten wohl erklärt 😉

21.09.2020 Stettiner Haff

Wir mussten natürlich die Ostsee erreichen. Deswegen haben wir uns eine kleine Rundtour ausgedacht: zuerst am Stettiner Haff entlang nach Usedom, dort kurz an die Ostsee und zurück, zwischendurch noch ein Besuch im „Tal der Adler“ um endlich einen Seeadler zu sehen.

Das Navi meinte, der kürzeste Weg ans Haff ginge durch Polen. Also schön parallel zur Grenze nach Norden. Dann durch Kopfsteinpflasterstäßchen nach Altwarp. Dort hat uns ein von Spinnen belagerter 20kW Lader erwartet. Und trotz dieser Bewachung gelang das Starten der kostenfreien Ladung.

Nach 2x OK drücken, ging es dann mit Laden

Danach ging es zu einem Lunch nach Ückermünde. Hier zeigte sich, selbst mit Onlinedaten eines Navis gibt es immer wieder Sperrungen, die offenbar niemand meldet, und davon gibt’s in Ückermünde mehr als ein Duzend …. Dadurch konnten wir eine Straße nicht wie geplant fahren und sind eher zufällig an einem Feld vorbeigekommen, auf dem hunderte Kraniche standen. Sehr beeindruckend.

Anschließend wollten wir bei Anklam über den Fluss Peene und weiter nach Usedom. An einer weiteren Sperrung und einem dazu gehörenden 8 km Stau haben wir beschlossen, umzudrehen. Irgendwann am Tag hatte das Navi eine Seehöhe von -5m angezeigt, also waren wir doch am Meer.

20.09.2020 Kloster Chorin und Fahrt nach Ramin

Nach dem Frühstück mussten wir weniger als 1 Stunde fahren, um das Kloster Chorin zu erreichen.

Ab seiner Gründung 1272 hat es hat um die 280 Jahre die Funktion eines Klosters innegehabt. Nach der Reformation wurde es landwirtschaftlich genutzt – etwa 225 Jahre, bis der Architekt Karl-Friedrich Schinkel mit seinen Bemühungen begann, von der preussischen Fürstenfamilie Geld zu erhalten, um das Kloster aus dem desaströsen Zustand herauszubringen.

Der Südflügel war nicht mehr zu retten, alles in allem ist es immer noch eine sehr imposante Anlage und wird als „Ruine unter Dach“ bezeichnet, in der viele Konzerte stattfinden.

Weiter ging es dann zu dem Aussichtsturm, den wir am Tag davor bereits besucht hatten am Grimnitzsee, an dem heute einiges mehr los war, viel mehr Kormorane, Graugänze, Möven und Schwäne. Die diebischen Möven haben für viel Durcheinander gesorgt.

Der nächste Aussichtspunkt war weniger erfolgreich, weil an diesem See so gut wie gar keine Wasservögel zu sehen waren.

Die Straßen sind teilweise sehr abenteuerlich, Kopfsteinpflaster, teilweise noch einem sandigen Abschnitt auf der einen Seite, Betonplatten mit Grassnarbe und immer wieder Baumalleen, die scheinbar nicht enden.

Bevor wir zu unserer nächsten Unterkunft nach Ramin (550 Einwohner) fuhren, haben wir den e-Golf im 20 km entfernten Pasewalk bei einem VW-Händler aufgeladen. Der alte Gutshof in Ramin mit 4 “Zimmer“ ist sehr urig, wir sind im ehemaligen Schweinestall mit großzügigem Schlafbereich, Wohnzimmer mit Küchenzeile sowie einem Gartenanteil mit Feuerstelle untergebracht. Der große Garten mit Swimmingpool und vielen Sitzgelegenheiten ist sehr gemütlich gestaltet. Ein Platz zum Wohlfühlen also. Ein kleiner Kater gehört zur Familie der Besitzer.