09.08.2021 Leipziger Neuseenland

Da das Wetter einigermaßen gut werden sollte, sind wir in den Süden von Leipzig gefahren, dort gibt es das sogenannte Neuseeland, das sind natürlich geflutete Tagebaulöcher.

Wir haben uns zuerst den etwas weiter weg liegenden Zwenkauer See angesehen, hier gibt es am Hafen reichliche Neubebauung. An einem Aussichtspunkt konnte man sehen, wie das Gebiet vorher aussah, eine 500 m lange Abraumförderbrücke im Schwenkbetrieb. Die Seeform zeigt das noch sehr deutlich.

Aussichtspunkt Zwenkauer See

Danach sind wir zum Aussichtspunkt Bistumshöhe am Cospudener See gelaufen, liebevoll von den Leipzigern „Cossi“ genannt. Nach 180 Stufen gabs eine tolle Aussicht, für Katja waren die Stufen zu durchsichtig.

Blick nach unten, Suchbild, mit Katja

Am Schiffsanleger waren wir dann ganz allein und genossen die Ruhe. In Markkleeberg am Hafen, dem Pier 1, genossen wir unser Essen am Wasser und schlenderten dann am Kai entlang, wo einige recht wenig scheue Enten nah am Kairand unterwegs schwammen.

Ente ganz nah I

Abends saßen wir in einem lauschigen offenen Gewölbe beim alten Rathaus und haben der Musik auf dem Marktplatz bei einem Gin-Tonic gelauscht. Die Temperaturen waren nicht ganz sommerlich, aber recht angenehm.

08.08.2021 Fahrt nach Leipzig

Wir entscheiden uns, den Findlingspark in Nochten anzusehen, hier sind um die 7000 Findlinge in einem parkähnlichen Areal (20 ha) arrangiert, die aus dem Abraum des Tagebaus stammen, der in der Umgebung immer noch aktiv ist. Es ist eine künstlich angelegte Landschaft, eine Renaturierung des Tagebaus, hat aber einen eigenen Charme. Die LEAG (das Unternehmen, das die Braunkohle aus dem Boden holt) unterstützt die Organisation, aber es scheint so, dass dies nur im äußerst notwendigen Umfang geschieht. Die Kühltürme, die man auf der kleinen Anhöhe gut sehen kann, wirken sehr neu, obwohl das Braunkohle-Kraftwerk Boxberg O.L. eines der ältesten ist. Ein Schelm, der Böses dabei ahnt.

Zweithöchster Punkt

Weiter geht es durch schmale kurvige Strassen zu dem Örtchen Hoske, wo an diesem Wochenende ein Töpfermarkt stattfindet, klein, aber fein und idyllisch. Und ein Gedränge wie vor Corona, Masken kann man an einer Hand abzählen.

Jetzt müssen wir etwas beschleunigen, um 19 Uhr haben wir Karten für das Sandtheater im Central Kabarett in Leipzig und noch etwa 150 km zu fahren.  Leider reicht die Energie im Auto nicht mehr bis Leipzig, darum muss unterwegs geladen werden. Bei Dresden sollte der Akku leer genug sein, damit flott geladen werden kann. Leider gibt es dort keine bezahlbare 300 kW Lader, so dass ein 150 kW Lader reichen muss. Hier zeigt sich mal wieder, was für ein Flickenteppich das Laden derzeit noch ist. Keine meiner Standardapps konnte die Ladesäule freischalten, sie waren nicht im Roamingverbund Hubject. Es stand etwas von „Spontanladen“ auf der Säule. Energie Sachsen versteht darunter, lade eine App, speichere dort deine Kreditkartendaten und starte dann das Laden. Ich verstehe unter Spontanladen, Kreditkarte an die Säule halten und los geht’s. Wäre allerdings gut, vorher den Preis zu wissen. Der war hier tatsächlich der günstigste bisher.

Der Akku war nach ca. 30 Minuten so voll, dass bis Leipzig nichts mehr passieren konnte. Eine junge Familie im e-Mini kam noch zur Ladestelle und packte Erdbeerkuchen aus, um die Ladepause zu überbrücken. Elektrisch fahren macht dick 😉

Die Vorstellung „Sandtheater“ im Central Kabarett ist klasse, es wäre ein Jammer gewesen, diese zu versäumen. Wir stellen das Auto im Parkhaus wieder um, wo es für 3,5h laden konnte, da ab 4h Stunden eine Blockiergebühr in dem gewählten Tarif drin ist.  Anschließend bummeln wir noch ein wenig durch die Straßen. Auf 2 Bühnen wird musiziert, so dass recht viele Leute in der Innenstadt unterwegs sind und die Atmosphäre genießen.

Sandtheater, ja das ist Sand

07.08.2021 Rhododendronpark Kromlau und Fürst-Pückler-Park Bad Muskau

Am Morgen haben Tauben auf der Gegenüberliegenden Straßenseite eine Show abgeliefert, die eingefangen werden mussten.

Flugshow I

Das heutige Programm geht in eine von letztem Jahr bekannte Richtung, den Fürst-Pückler-Park in Bad Muskau.

Auf dem Weg nach Bad Muskau machten wir einen Abstecher zur berühmten Rakotzbrücke in Kromlau, die sich im Rhododendronpark befindet. Hier ist das Konzept, zahlen fürs Parken und freier Eintritt in den Park.

Rakotzbrücke

Das Wetter ist recht gut, es wird immer sonniger und auch die Temperaturen zeigten sich gnädig. In Bad Muskau stärken wir uns erst einmal, bevor wir den Park erkunden. Letztes mal haben wir die Aussenbezirke aufgesucht, diesmal den inneren Teil, mit einem Ausflug nach Polen. Der Park ist nämlich Grenzüberschreitend. Der größere Parkteil ist in Polen, das Schloss in Deutschland.

Schloss Muskau

Im Schloss Café gönnen wir uns ein Eis zum Abschluss und brechen dann wieder nach Görlitz auf. Für das Abendessen wählen wir das Gasthaus „dreibeiniger Hund“, recht urig mit Gewölbekeller. Ein bisschen Alternativprogramm zu gestern Abend.

06.07.2021 Fahrt nach Görlitz

Nach einem wunderbaren Frühstück haben wir in der zentralen Rezeption ausgecheckt und uns im Mühlenladen mit Bio-Leckereien ausgestattet. In Bad Schwandau haben wir das Nationalparkzentrum des Nationalparks Sächsische Schweiz besucht. Sehr interessant, hat sich gelohnt.

Im Anschluss fuhren wir nach Rathen und starteten auf dem Park & Ride Parkplatz die kurze Shuttlefahrt zur Basteibrücke. Viel zu viele Leute für unser Befinden, aber die Brücke ist eben die Sehenswürdigkeit weit und breit und entsprechend besucht.

Basteibrücke vom besten Aussichtspunkt

Wir setzten unsere Fahrt nach Görlitz fort und haben kurz vor dem Ziel noch an einer Aral Tankstelle aufgeladen. Ja Aral baut derzeit massiv auf und hat schon einige schöne Lader (300kW) verteilt.

In Görlitz findet dieses Wochenende ein historischer Markt statt, da das Tuchmacher Hotel mitten drin liegt, sind wir live dabei. Bei unserem Rundgang im Zentrum haben wir ein sehr ansprechendes Restaurant gefunden, wo wir uns für den Abend eine Reservierung ergattert haben. Noch ein kurzer Abstecher zu der Brücke, die auf die polnische Seite der Stadt führt, bevor wir uns ins Hotel begeben haben.

Görlitz 2021

05.08.2021 Schrammsteinaussicht und Hohe Liebe

Nach einem superleckeren Frühstück fuhren wir nach Bad Schwandau und parkten dort unser Auto in der Nähe des Kursaals. Es wird zwar empfohlen, die öffentlichen Verkehrsmittel zu nehmen, aber so richtig oft fahren diese nicht in die Richtung, in die wir wollten.

Die Wanderung führte aus dem Ort hinaus über einen steilen Weg (Bergsteigerpromenade) auf ein Plateau zu einem Ortsteil mit wunderschönen Ferienappartments, sehr abgelegen, aber ansprechend. Dann näherten wir uns den schönen Elbsteinsandfelsen, und es wurde recht doll, die Felsen sind über diverse Leitern zu erreichen, was es für jemanden mit Höhenangst nicht gerade leichter macht.

Die Schrammsteine vom Aussichtspunkt „Schrammsteinsicht“
Die Schrammsteine, ganz vorn am Aussichtspunkt

Wir wanderten an den Schrammsteinen und der Hohen Liebe entlang. Der Waldbestand war teilweise wunderschön mit alten / älteren Bäumen, jedoch gab es auch einige Stellen mit totem Fichtenbestand. Zu sehen waren auch die Auswirkungen des Stark-Regens vor ein paar Wochen. An manchen Stellen ist die Erde und alles, was dort stand  / lag, großräumig weggespült. In Ostrau kamen wir an einem Hüttencafe mit angeschlossenem Feriendorf (sah etwas anstrengend aus, dort zu übernachten) vorbei und stärkten uns, bevor die die letzten 3 Kilometer der 15,9 km langen Wanderung in Angriff nahmen.

Den Abend lassen wir im Restaurant unseres Biohotels ausklingen.

04.08.2021 Fahrt nach Schmilka mit Stopp auf Burg Kriebstein

Auf der Weiterfahrt nach Schmilka (Ortsteil von Bad Schwandau, östlicher Erzgebirgskreis, direkt an der Elbe und der Grenze zur Tschechei) legten wir einen Stopp bei der schönsten Burg Sachsens, Burg Kriebstein, ein.

Blick zurück, man sieht sehr gut die Aborterker….

Wir konnten einiges über die Geschichte der Burg und der Umgebung sowie den Besitzern erfahren. Auf dem Weg nach draussen lag eine tote Maus malerisch auf der Treppe, die wohl von einem der Falken, die über der Burg kreisten und dort zuhause sind, verloren gegangen war. Passt irgendwie zur Burg.

Wohnturm und Innenhof Burg Kriebstein

Es begann etwas zu regnen, als wir uns den kurzen Weg zur Talsperre entlang des Wassers machten. Unsere anschließende Suche nach einer Location, um etwas zu essen, fiel etwas zäh aus, weil doch einige Gaststätten derzeit geschlossen sind, wir sind dann in einer Art Vereinsheim gelandet und dort satt geworden.

In Schmilka angekommen, haben wir uns den Schlüssel an der zentralen Rezeption besorgt und sind in unser Biohotel gefahren. Schmilka zählt zu den Ökodörfern mit einer Reihe von Hotels, die zusammengehören, daher die zentrale Rezeption. Es gibt wunderbare Cafes, eine Bäckerei, eine Brauerei, eine Saunalandsschaft, man kann es hier gut aushalten. Diverse Yogaveranstaltungen etc. können alle mit genutzt werden. Wanderungen zu Kraftorten, Klangschalen…, alles was das Herz begehrt.

Wir konnten abends noch draussen sitzen zum Abendessen, es war schon ein bisschen frisch, aber trotzdem wunderschön.

03.08.2021 Wasserschloss und Schwarzwasser Tal

Wir haben für heute eine 14 km lange Wanderung im Schwarzwassertal im Erzgebirge geplant, die uns auf interessante winzige Straßen führte, bis wir am Parkplatz ankamen.

Zu Beginn der Wanderung schien die Sonne entgegen den Vorhersagen noch kräftig, es verdunkelte sich aber mehr und mehr verbunden mit Donnergeräuschen, die immer mal wieder zu hören waren.

Schwarzwasser im Wald

Von daher beschlossen wir, aus 14km nur 11 zu machen und etwas früher den Rückweg anzutreten.

Erzgebirge ist Schnitzer und Holzbauer Land

Wir kamen trockenen Fußes wieder am Auto an und fuhren zurück zu unserer Unterkunft.

Das Auto wurde an der AC-Ladesäule am Parkplatz eingestöpselt – und dann ging es los. Nach 43 % teilte das Fahrzeug mit, dass es mit Laden fertig wäre und war nicht mehr zu überreden, weiter zu laden. Der Anruf bei der Porsche Assistance brachte wenig hilfreiches, der Taycan hätte abgeschleppt werden und wir hätten den weiteren Verlauf unseres Urlaubs erst mal vergessen können. Somit also kein Kaffee im Schlosscafe. Andreas fand dann die Lösung, das Auto konnte komplett aufladen und wir genossen abends das Essen im Gewölbekeller des Schlosshotels.

02.08.2021 Von Eisenach nach Chemnitz

Nach dem leckeren Frühstück haben wir unsere sieben Sachen ins Auto gepackt, haben es an der Villa stehen lassen und sind dann zu Fuß zur Wartburg hochgelaufen.

Die Wartburg

Der Weg soll 30 Minuten dauern, es waren eher 45, dafür war der Weg nach unten deutlich schneller.

Es war noch wenig los. Als wir nach der Besichtigung den Museumsladen verlassen haben, war der Innenhof der Burg gepackt voll, so dass wir relativ schnell den Rückweg angetreten haben.

Kaum am Auto angekommen setzte der Regen ein, also alles richtig gemacht.

Die Fahrt nach Chemitz zur nächsten Unterkunft war fast Ereignislos, nur auf der A4 fahren ein paar Blinde rum.

Im Schlosshotel Klaffenbach angekommen, bezogen wir unser Zimmer und gönnten uns einen Kaffee im Schlosshof, sind dann aber auch umgezogen nach drinnen, da der Regen wieder einsetzte. Die Anlage ist groß, in den anliegenden Gebäuden sind verschiedene Kunsthandwerkerateliers untergebracht, ein Golfplatz grenzt direkt an.

01.08.21 Unsere Wanderung bei Eisenach

Da es gegen Mittag Regenschauer geben sollte, sind wir Morgens los, die Landgrafenschlucht und die Drachenschlucht zu durchwandern. Die Tour war durch unser Reisebüro als Entwurf bei Komoot gespeichert, wir mussten nur das Handy anmachen und uns von Tante Komoot durch die Landschaft führen lassen. das hat wie man oben sieht sehr gut geklappt.

Kurz vor dem Ende haben wir dann noch einen Regenschauer in einem am Wegesrand liegenden Biergarten mit Thüringer Bratwurst vertrödelt um danach bei heiterem Himmel zur Villa zurückzukönnen.

In der Drachenschlucht

Am Nachmittag wollten wir ursprünglich zur Wartburg. Nochmal Wandern oder doch mit dem Auto….

Das Alternativprogramm war dann doch reizvoller. Zuerst zum Burschenschaftsdenkmal, von da ist die Sicht auf die Wartburg sehr gut.

Wartburg und Eisenach vom Burschenschaftsdenkmal

Dann weiter ins nahe Hütscheroda gefahren um dort ein Wildkatzenzentrum des BUND anzuschauen. Leider war es überfüllt und kein Parkplatz zu bekommen.

Weiter ging es in den Nationalpark Hainichen und dort zum Baumwipfelpfad. Der Pfand geht rund um einen 44m hohen Turm, startet bei 10m und endet in Wipfelhöhe bei ca. 24m. die restlichen 16m zur oberen Plattform geht es rund um den Turm herum. Die Aussicht ist da oben ist schön, das Wetter dramatisch.

Rainbow, aus 40m Höhe vom Turm aus fotografiert

Die Bilder sind alle nochmal schön im Fotoalbum